Was macht man bei Spielausfall...

Ein kleiner Nachtrag aus dem Jahre 2018, bin gerade auf der Festplatte über diese Bilder gestolpert. Eigentlich sollte es an diesem Freitag im September zum Fußball nach Flonheim gehen. Der Platz dort war allerdings verwaist, sodass ich von meinem Ersatzspiel in Alzey Gebrauch machen müsste. Bis dahin war aber noch massig Zeit und nun stellte sich die Frage wie ich diese am sinnvollsten nutzen konnte. Ich erinnerte mich am Ortseingang an einem Wanderparkplatz vorbeigefahren zu sein, also nix wie hin.

Das Wetter war ja prächtig, also entschloss ich mich für eine spontane Wanderung der Hiwweltour Aulheimer Tal. Die ganzen 11 Kilometer wären Natürlich in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht machbar, mal sehen wie weit ich kommen würde.

Mit dem Fotoapparat bewaffnet ging es los vom Parkplatz, vorbei an den Andesit Brüchen, hoch Richtung Adelberg. Hierbei handelte es sich auch um ein Teilstück des Küstenweg Rheinhessen. Vorbei an der Aulheimer Mühle ging es nun Hoch zum Adelberg, immer wieder boten sich herrliche Ausblicke über die Weinberge hinweg ins Tal.

Oben auf dem Berg hat man einen unbeschreiblichen Blick über die Rheinhessische Schweiz, ich muss zugeben das ich Rheinhessen in der Beziehung total Unterschätzt hatte, ein wirklich schönes Eck hier.

Auf dem Adelberg findet man noch eine Besonderheit dieser Region, einen Trullo…

Eine Besonderheit unter den Weinberghäuschen, die in ganz Rheinhessen den Bauern und Winzern als Schutzhütten dienten, sind die Trulli. Wie weiße Zuckerhüte leuchten sie zwischen den Rebzeilen auf. Drei davon findet man in der Region um Flonheim. Der Name kommt von den vor allem in Apulien/Italien vorkommenden Rundhäusern. Einer der schönsten Trulli, soll wohl dieser hier in Flonheim auf dem Adelberg sein. Sollte schlechtes Wetter aufziehen, findet man nach wie vor im Trullo einen sicheren Unterschlupf.

Leider wurde er zum Zeitpunkt meines Besuches Restauriert und ich konnte ihn nicht in voller Schönheit Ablichten, aber das kann man ja Nachholen.

Langsam ging jetzt die Sonne unter und für mich wurde es langsam Zeit zum Parkplatz zu gehen.

Denselben Weg zurück wollte ich nicht, also suchte ich mir eine Alternative mit der Komoot App und machte mich auf die Socken. Durch die Weinberge Navigierte ich über Schmale, teilweise auch rutschige Pfade, Souverän zum Auto zurück und mit den 3,8 Kilometer durch Rheinhessen war ich dann auch sehr zufrieden.

Aber nun machte mich auch den Weg nach Alzey, in der Hoffnung noch etwas Ballsport am Abend genießen zu können.

Das Spiel dort fand, wenn auch mit Verspätung, weil der Schiri nicht beikam, auch statt. So das man diesen Freitag als wohlgelungen zu den Akten legen konnte.