Waldstadion Erbsenberg

Eines der schönsten alten Stadien hier im Südwesten dürfte wohl das Waldstadion auf dem Erbsenberg in Kaiserslautern sein, mit diesem möchte ich diese Reihe auch beginnen.

Nur gut 400 Meter vom bekannteren und auch legendäreren Betzenberg entfernt liegt der Erbsenberg.

Das Stadion wurde in der Form wie es jetzt zu sehen ist, am 14. August 1938 eröffnet.

Herausragend ist auf jeden Fall die Holztribüne, Teile von dieser stammen noch aus dem Jahre 1925.

Das Fassungsvermögen betrug ursprünglich einmal 15000 Zuschauer, allerdings wurde diese mittlerweile auf 5000 reduziert.

Die Stehstufen sind teilweise eingefallen, und wurden mit diversen Schutt aufgefüllt.

Alles in allem ist die Anlage leider schon recht marode, bei der Tribüne gibt man sich da Gott sei Dank noch etwas Mühe sie in Schuss zu halten, sie ist in einem relativ ordentlichen Zustand, was für einen kleinen Verein wie den VFR Kaiserslautern sicher auch nicht einfach zu stemmen ist.

So ein altes Schmuckstück bedarf sicherlich einiges an Pflege, und das kostet eben auch eine Menge Geld. Das man in der Kreisliga auch nicht unbegrenzt zur Verfügung hat.

Ein Rundgang durch das Stadion lässt einem in Erinerungen schwelgen und an jeder Ecke befindet sich - für Fotografen-ein beseres Motiv um dieses schöne alte "Kunstwerk" im Bild fest zu halten!

Die alten überwucherten Stehstufen, die oben erwähnte Holztribüne,insgesamt der Bewuchs um das Stadion herum und last but not least die gute Wurst die wir bekamen, als wir den Erbsenberg besuchten, macht den Besuch auf dem Erbsenberg zu einem Muss -finde ich- für jeden Groundhopper der auf den Charme der älteren Stadien mit Geschichte steht.

Etwas zur Geschichte des Vereins:

Der 1906 gegründete, und durch verschiedene Fusionen Anfangs des 19. Jahrhunderts entstandene VFR Kaiserslautern stieg in der Saison 1949/50 in die Oberliga Südwest auf. Und spielte somit in der höchsten Klasse die es damals gab, gegen die Topvereine aus dem Südwesten.

In der Meister Saison 48/49 wurde der VFR übrigens von keinem geringeren als Fritz Walter trainiert, der dies neben seinem Engagement als Spieler beim FCK ausübte.

Nach dem Abstieg aus der Regionalliga 1960/61 verblieb der VFR bis heute in den unteren Amateurligen.