26.12.17 KSC Lokeren vs. KV Mechelen

Alle Jahre wieder wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt ruft das Königreich Belgien und bittet um einen Besuch. In diesem Jahr war die Auswahl auf ein Spiel beschränkt, da wir den Rest schon irgendwann erledigt hatten, somit war das Ziel an diesem 2. Weihnachtsfeiertag mit Lokeren recht früh klar. Karten gab es Online in allen Kategorien, sodass wir uns schon im Vorfeld welche sicherten um am Spieltag keinen Stress mit der Ticketbeschaffung haben zu müssen.

 

Kurz vor 9 Uhr ging es zu hause gemütlich los. Nach dem obligatorischen Tankstopp in Luxemburg fuhren wir nach Leuven wo meine Frau ihrem Tassensammelwahn frönte, danach schauten wir uns noch etwas in der Innenstadt von Leuven um. Die Besichtigung war allerdings zeitlich etwas eingeschränkt da wir nicht allzuviel Zeit hatten, das wird aber sicherlich noch einmal nachgeholt.

 

Pünktlich kamen wir in Lokeren an wo sich die Parkplatzsuche allerdings als nicht ganz so einfach herausstellte. Routiniert folgte ich einigen einheimischen die Zielsicher ein Wohngebiet in der Umgebung aufsuchten, und siehe da Kostenloser Parkraum und das sogar noch in Akzeptabler Entfernung zum Stadion. Dieses war über einen Schotterweg in 10 Minuten erreicht, das sogar noch genau an der Tribüne wo unsere Plätze waren. Allerdings hatte das Einlass System so seine Probleme mit den zu Hause ausgedruckten Karten und verwehrte uns den Zugang zum Stadion. Das war aber anscheinend ein Problem das nicht nur uns betraf, mehre Leute haderten schon mit dem Ordner am Tor wegen ihrer nicht funktionierenden Tickets. Diesen schlossen wir uns an, nach kurzer freundlicher Diskussion beschritt der Chefordner den kurzen Dienstweg und lies uns alle durch das große Tor hinein. Respekt dafür, das hätte es in Deutschland ganz sicher so nicht gegeben an einem Bundesligastadion.

 

Das Stadion kam Belgientypisch mit vier verschiedenen Tribünen daher, einfach immer wieder faszinierend wie die Belgier ihre Stadien zusammenschustern. Und dieses hier war vom Zustand her sogar ganz ordentlich hatte aber dennoch was fürs Auge zu bieten.

Das Spiel war dann wie erwartet nicht so der Bringer, wir hatten bei einem Spiel zweier Abstiegskandidaten auch nicht wirklich viel erwartet. Mehr Krampf als Kampf auf beiden Seiten und die Partie verflachte zusehends. Bis in der 63. Minute Steve de Ridder, unter Tosendem Applaus eingewechselt wurde. Spaßeshalber sagte ich noch zu meiner Frau, mit diesem Namen bist du zum Helden geboren, was anderes geht da gar nicht. Und tatsächlich das Spiel von Lokeren wurde besser und kippte zusehends in die Richtung der Hausherren. In der 76. Minute bereitete eben dieser Steve de Ridder sensationell das 1-0 vor. In der Nachspielzeit krönte der Ridder seine Leistung mit einer neuerlichen Weltklasse Flanke zum 2-0, das Stadion stand Kopf und feierte seinen Helden…

Das war aber auch schon der Höhepunkt der Stimmung, ansonsten waren die Fans aus Mechelen, meiner Meinung nach etwas präsenter über 90 Minuten.

Für uns ging es nun auf die 436 Kilometer lange Heimfahrt, die noch durch einen Frituur Besuch in Arlon unterbrochen wurde, zurück. Auch dieser Ausflug nach Belgien hatte sich wieder einmal mehr als gelohnt.