06.01.19 Stade de Reims vs. RC Lens

Dieses elende 2018 ist nun endgültig vorbei, dem Herrn sei es gedankt! Wobei ich für 2019 kaum eine Besserung erwarte, aber dennoch will ich doch optimistisch in die Zukunft schauen. Nach 193 Grounds im abgelaufenen Jahr, dürfte 2019 wohl nicht mehr so erfolgreich werden, denn irgendwann gehen einem ja die Möglichkeiten in der Näheren Umgebung aus.
Das Jahr ist ja aber auch noch recht jung, lassen wir uns mal überraschen....
Fast schon traditionell geht es zum Jahresbeginn ja nach Frankreich zum Coupe de France, so auch in diesem Jahr.
Um 8 Uhr ging es los nach Saarbrücken, wo die Reisegruppe für diesen Tag, mit Tobi und Thomas komplettiert wurde. Zweieinhalb Stunden später und 19 Euro Ärmer kamen wir in Reims an. Die Franzosen haben doch einen an der Schüssel, wenn du da einmal quer durch das Land fährst, brauchst du einen Kleinkredit.
Ein Kostenneutraler Parkplatz in Stadionnähe war gleich gefunden, so dass die Stadt Besichtigung alsbald beginnen konnte.

Reims ist eine französische Stadt in der historischen Region Champagne-Ardenne im Nordosten des Landes und gilt als inoffizielle Hauptstadt der Weinbauregion Champagne. Viele bekannte Champagnerkellereien haben hier ihren Hauptsitz und bieten Verkostungen und Kellerführungen an. Der Triumphbogen Porte de Mars aus dem 3. Jh. erinnert an die Zeit der römischen Herrschaft. Mehr als 1.000 Jahre lang wurden in der Cathédrale Notre-Dame die französischen Könige gekrönt.

Die prächtige Kathedrale ist bekannt für ihre Buntglasfenster und die geschnitzten gotischen Portale. Der angrenzende Palast von Tau beherbergt neben Statuen aus der Fassade der Kathedrale auch heilige Reliquien. Im Musée de la Reddition ist der Raum mit den Generalstabskarten General Eisenhowers aus dem Hauptquartier im 2. Weltkrieg zu sehen, in dem die Deutschen am 7. Mai 1945 die Kapitulationserklärung unterzeichneten. Reims wurde im 1. Weltkrieg schwer beschädigt und anschließend größtenteils im Art-déco-Stil wiederaufgebaut.
Es gibt in Reims relativ viele öffentliche Toiletten, wäre halt auch schon klasse wenn die auch geöffnet wären, ansonsten wird es schwierig mit der Fachgerechten Entsorgung von Fäkalien aller Art. Oder man benutzt einen der vielen Büsche, hier besteht durchaus verbesserungsbedarf.
Nach erfolgreicher Erkundung wurde nun das Stadion angesteuert, allerdings mussten wir dann einen riesigen Umweg laufen, weil die Cops unsere auserkorene Strecke kurzerhand nur für den Gäste anhang absperrte.
Nach dieser Ehrenrunde kamen wir dann auch tatsächlich am Stadion an. Viel los war nur an Kassenhäuschen, da war ich froh mein Ticket schon in der Tasche zu haben.
Das Stade Auguste Delaune ist ein Typischer langweiliger Neubau den es in ähnlicher Form an vielen anderen Stellen gibt.
Einzigst die Flutlichtmasten, die eher wie Zahnbürsten aussahen, hoben etwas sich von der grauen Masse der modernen Arenen ab.

Vielleicht sollte ich auch noch das kleine Denkmal für Raymond Kopa, der als einer der besten Fußballer Frankreichs gilt und 244 mal für Stade Reims in deren Hochzeit in den 50er Jahren Auflief, hinter der Haupttribüne erwähnen.
Ansonsten gibt es nichts besonderes zu berichten. So langweilig wie das Stadion war auch der Auftritt der heimischen Ultra Gruppierung, da ging nicht wirklich viel. Anders als auf der anderen Seite, dort machten ca. 800 Fans des RC Lens mächtig Alarm.
Auf dem Feld war nicht viel los und in der ersten Hälfte auch kein Klassenunterschied vorhanden.
Wobei die Heimmannschaft Cleverer war und die 2 Möglichkeiten, die sich ihnen boten, zu einer 2-0 Halbzeit Führung nutzten.
Nach dem Seitenwechsel drückte Lens nun gehörig auf das Gaspedal, aber ohne das nötige Glück blieb es bei dem 2-0.
Ein Pflichtsieg für den Erstligisten und durchaus ein kleiner Erfolg für den Zweitligisten, dessen Fans aber die Partie klar für sich entscheiden.
Im Gästeblock ging es noch lange nach Abpfiff laut zur Sache. Respekt, klasse Auftritt!
Später soll es, wie aus verschiedenen Quellen zu hören war, noch gewaltig zwischen dem Gästemob und der Polizei gescheppert haben.
Wir dagegen erreichten nach weiteren 19 Euro Autobahngebühr wieder die Heimat in einem Stück. Ich bleib dabei, die Spinnen die Franzosen. Als Fazit bleibt Festzustellen dass es schon schlechtere Touren zum Jahresauftakt gab, aber durchaus noch Luft nach oben gibt.