Die Relegations Katastrophe, Belgien im Frühjahr 2013

Ein Drama in 4 Akten

 

Manchmal ist es so, da weiß man von vorneherein das wird wohl nix. Aber dennoch setzt

man alles daran von der Enttäuschung die volle Dröhnung zu bekommen.

In diesem Fall war dann auch noch klar dass der geplante Urlaub auch noch darunter zu

leiden hatte.

Geplant waren 2 Wochen Urlaub in gewohnter Manier, irgendwo am Meer.

Zuerst waren es wieder einmal die Helden in Rot die es wegen einem 1-3 Sieg in Regensburg notwendig machten sich mit der Problematik einer Relegation während des

Urlaubs auseinanderzusetzen.

Damit nicht genug, der BVB ließ es nicht nehmen nochmal zusätzlich Öl ins Feuer zu Gießen. Statt diesen unsäglichen Verein aus der Nähe von Sinsheim in das Tal der Tränen zu stürzen, ließen die Schwarz Gelben dieses Milliardär Spielzeug mit einem

Punktgewinn in letzter Minute noch auf den Relegationsplatz Springen.

Somit war das Worst-Case Szenario geschaffen!

Wir gegen die, Gut gegen Böse.

Leider waren mit diesem Gegner die Chancen gegen 0 gesunken auf diesem Umweg in die

Bundesliga aufzusteigen.

Nachdem der erste Schock verdaut war musste ich mir Überlegen wie ich das meiner Frau

beibringe. Diese hatte aber schon mit sowas gerechnet und war überraschenderweise

Verhandlungsbereit. Sie würde meinem Vorhaben zustimmen wenn ich auf das

Auswärtsspiel verzichten würde und ihr im Gegenzug ein Ticket für das Heimspiel

beschaffen.

Das war Natürlich toll von ihr, stellte mich aber auch gleichzeitig vor neue Probleme.

Für das Spiel würden zweifelsfrei mehr Anfragen eingehen wie Karten vorhanden

wären. Glücklicherweise bin ich Mitglied und Dauerkarteninhaber, somit war die

Chance immer noch gegeben für sie ein Ticket zu ergattern. Meines war ja Gott sei

Dank in trockenen Tüchern.

Der Verkauf startete wie immer morgens 10 Uhr Online, wie zu erwarten war stürzten

direkt nach Verkaufsstart die Server ab. Ein Stundenlanges gehacke am Computer

folgte das mir den letzten Nerv raubte, aber nach einigen Stunden war es

Vollbracht und sie hatte ihre Eintrittskarte. Die Voraussetzungen waren

geschaffen, jetzt musste nur noch ein Plan her für die vorgesehene Tour zu

diesem Zeitpunkt.

Wir einigten uns schließlich auf die belgische Nordseeküste als Ziel, von dort aus

hätten wir dann ja alle Optionen wie wir zum Spiel kommen würden.

 

 

                                                            1. Akt

 

Samstag 18.05.13

 

Am Samstagnachmittag Sammelte ich meine Frau an ihrem Arbeitsplatz ein und die

Tour konnte beginnen. Die erste Etappe sollte uns bis nach Bertrix in den

belgischen Ardennen führen.

Die Anfahrt verlief ruhig und entspannt und wurde lediglich durch einen Tankstopp

in Luxembourg unterbrochen. Somit erreichten wir am frühen Abend den Ardennen

Camping Bertrix nahe des gleichnamigen Örtchens Betrix.

Dieser Platz liegt etwas außerhalb in Waldrandlage und bietet alles was das Camper

Herz begehrt. Großer Pool, gutes Restaurant und jede Menge Ruhe. Ich kann

diesen Platz wirklich nur empfehlen. Den Stellplatz konnten wir uns aussuchen,

was wir in einem ruhigen Eck taten. Der Aufbau war in Minuten erledigt, da wir

ja nur für 2 Nächte bleiben wollten.

Ein Spiel hatte ich für diesen Tag keines gefunden, so dass der Campingspass mit Grillen

und Bier direkt beginnen konnte. Auch das Wetter spielte mit, diese Tour schien

vielversprechend zu beginnen. Nach einigen Bieren ging es zur verdienten

Nachtruhe.



Sonntag 19.05.13

 

Für heute hatten wir etwas Sightseeing in der Umgebung geplant, Fußball technisch gab es

die Auswahl zwischen einem Ligaspiel in Frankreich und einem Relegationsspiel

in Belgien. Da fiel die Wahl auf den Kick im Königreich, denn Relegationsspiele

haben dann doch etwas mehr Strahlkraft.

Nach einem ersten gemütlichen Frühstück führte uns unser Weg, bei noch bestem

Wetter, an der Maas entlang nach Dinant. Hierbei konnten wir feststellen dass

die Supermärkte auch sonntags geöffnet haben in Belgien, dieser Umstand nutzen

wir nun auch gleich um uns mit einheimischen Gerstensaft auszustatten.

Aber nun zu Dinant, dieser Ort dürfte den meisten nicht unbedingt ein Begriff sein,

allenfalls vielleicht bekannt als Geburtsort des Erfinders des Saxophons

Adolphe Sax.

Dieses Städtchen hat aber durchaus etwas zu bieten, wie die Kathedrale oder die über

dem Ort auf einem Felsen liegende Festung. Wir ließen uns erstmal in einem Café

nieder und genossen immer noch den Sonnenschein. Die Lage in einem Talkessel an

der Maas ist durchaus beeindruckend, führte aber auch dazu dass der Ort in

beiden Weltkriegen immer Umkämpft war.

Ursprünglich wollten wir noch die Festung besichtigen, das ließen wir aber wegen den

horrenden Eintrittspreisen sein. Von außen gab es auch so genug zu sehen.

Also weiter im Programm, nun fuhren wir nach Chimay. Vorher wollte ich mir noch ein

Bild vom Ground machen und abchecken ob auch wirklich gespielt wurde, noch wäre

Zeit genug um die disponierung zu ändern. Ich weiß auch nicht, irgendwie hatte ich ein

ungutes Gefühl und da es eh auf dem Weg lag bot es sich an vorbei zusehen.

Der Ground war schnell gefunden und war auch ganz O.K. Allein Merkwürdig war das

hier 3,5 Stunden vor Anpfiff noch keine Menschenseele zu sehen war, auch die

Kneipe war Dicht.

Da der Platz aber frisch abgekreidet war und die Eckfahnen an ihren vorgesehenen

Plätzen zu finden waren, machte ich mir dann aber keine weiteren Gedanken mehr

darüber. Wobei es eindeutig besser ist auf sein erstes Bauchgefühl zu vertrauen.

Nun ging es weiter ins benachbarte Chimay, wo es nach der Besichtigung des Klosters

anfing zu Regnen. Diesen vermeintlichen Regenschauer wollten wir nun in einer

Asseligen Frituur am Marktplatz aussitzen, es gibt nun mal schlimmeres als bei

belgischen Pommes und Burger zu warten. Es wollte aber nicht ums Verrecken

aufhören zu Regnen und es wurde nun Zeit sich zum Ort des Hauptgeschehens

aufzumachen.

Zurück am Stadion dann die Gewissheit dass mich mein Bauchgefühl nicht getrügt hatte,

aber ich es wieder einmal ignoriert habe.

30 Minuten vor Anpfiff war weit und breit keine Menschenseele zu sehen und alle

Türen waren verrammelt. auch auf der Straße  war niemand zu sehen den man

hätte fragen können, ich hätte niemals in Erwägung gezogen dass ein

Relegationsspiel in Belgien einfach so nicht stattfinden würde. Am Morgen hatte

ich noch im Internet alles gecheckt und dann das!

Ich war dann auch restlos bedient, denn das andere Spiel in Frankreich lief zu dem

Zeitpunkt schon. Das war dann mal ein Suboptimaler Tour Auftakt.

Genervt überlegten wir was wir nun noch treiben könnten, Zeit hatten wir nun ja massig.

Also fuhren wir nach Bouillon, das Städtchen lag relativ gut auf dem Rückweg zum

Campingplatz, direkt an der französischen Grenze. Die Stadt liegt am Ufer der Semois in den Ardennen. Das Ortsbild wird von der gleichnamigen Burg

beherrscht, aber auch das Stadtzentrum kann sich durchaus sehen lassen.

Mittlerweile hatte es auch aufgehört zu regnen, dennoch trottete ich doch

relativ Lustlos durch den Ort. Auch hier verzichteten wir auf einen Besuch der

Burg, was aber dieses Mal nicht am Geld lag, sondern eher am steilen Weg hoch

zur Burg.

Immer noch leicht frustriert fuhren wir zurück zum Campingplatz, dort musste ich dann

feststellen dass sich ein Pärchen warmer Holländer gegenüber von uns

Niedergelassen hatte. Das an sich ist ja kein Problem, auch wenn es schwer

nachvollziehbar ist wenn das ganze Eck des Campingplatzes leer war. Ich für

meinen Teil würde einen gewissen Abstand einhalten, alleine schon um meine Ruhe

zu haben. Aber dass der Trottel sich so hinstellt das ich meinen Wohnwagen

nicht mehr ohne ewiges Manövrieren vom Platz bekomme, ist schon gelinde gesagt

rücksichtslos. Das wurde den zwei beiden dann auch unmissverständlich und

gestenreich mitgeteilt.  

Aber wenigstens hatte der Regen ja nun aufgehört, so konnten wir uns noch das ein

oder andere Frustbier vor unserer Wohnbüchse gönnen.

Erst Später auf der Tour konnte ich den Grund für die Absage herausfinden. VG

Oostende hatte in dieser Relegations Gruppe keine Chance mehr auf den Aufstieg,

dadurch hatte man wohl keine Lust mehr auf ein Spiel und sagte am Morgen wohl

kurzerhand die Anreise ab. Das Spiel wurde dann mit 5-0 am grünen Tisch für

Couvin Mariembourg gewertet, die somit den Aufstieg sicher hatten. So etwas

kann eigentlich nicht hart genug bestraft werden, ob das in Belgien weitere

Konsequenzen nach sich zieht, entzieht sich aber meiner Kenntnis.

 

Montag 20.05.13

Heute wollten wir weiter bis zur Küste fahren, wo wenn alles glatt laufen sollte, am

Nachmittag dann das erste Spiel der Tour eingefahren werden sollte. Der

Transfer verlief ruhig und ohne Zwischenfälle, auch der Campingplatz war gleich

gefunden. Lediglich bis zum Ende der Mittagspause mussten wir warten bevor wir

unser Domizil für die nächsten paar Tage aufbauen konnten. Die Formalitäten

waren schnell, so dass dem weiteren Tourverlauf erst mal nichts mehr im Wege

stand.

Als ich mich nach dem Aufbau in aller Ruhe umschaute, bemerkte ich auch direkt das hier

ein weiteres Kapitel von “unseren merkwürdigen Camping Nachbarn” hinzukommen

würde, aber dazu später mehr.

Denn nun war Eile geboten um noch rechtzeitig das erste Spiel im benachbarten Frankreich

zu erreichen, denn hier sollte das ersehnte erste Spiel der Tour stattfinden.

Am Stadion angekommen, machte sich direkt wieder Enttäuschung breit.

Es wurde zwar gespielt, aber konsequenterweise natürlich auf dem Nebenplatz…

Nun ja, aber egal, endlich Fußball!

                                US Teteghem 2 vs. ASC Hoymille

Pünktlich zum Anpfiff fing es dann auch noch an zu Regnen und hörte an diesem Tag auch

nicht mehr auf. Der Platz verfügte natürlich auch über keinen Ausbau, so dass

man sich, außer unter ein paar wenigen Bäumen auch nirgendwo unterstellen

konnte. Wenigstens einen Namen gab man diesem trostlosen Geläuf,

“Terrain Paul Delassus” lautete dieser…

Daher möchte ich über diesen miesen Kick samt Sportplatz keine weiteren Worte

verlieren, das Endergebnis von 1-2 für die Gäste möchte ich aber nicht schuldig

bleiben.

Patschnass ging es zurück nach Belgien, wo wir nach elend langem Suchen doch noch eine

richtig gute Frituur fanden und uns an den belgischen Kochkünsten labten.

Zurück am Campingplatz gönnten wir uns an diesem Abend ein paar Biere, um

diesen Tag doch noch etwas Gutes abgewinnen zu können.

 

Dienstag 21.05.13

Beim erwachen an diesem Dienstagmorgen stellte ich erleichtert fest, dass nichts von

oben in Form von Regen kam, die Sonne war allerdings auch nicht zu sehen.

Heute war geplant am Abend in Holland, ja meine Damen und Herren, tatsächlich in Holland

ein Relegationsspiel zu sehen. Die Zeit bis dahin wollten wir mit einem ausgiebigen

Sightseeing überbrücken.

Unser Weg führte uns zunächst nach De Haan, wo wir uns erst mal an der erstbesten Frituur

mit Frikandeln und Pommes stärkten. Die weitere Besichtigung mussten wir wegen

des einsetzenden Regens abbrechen. Stattdessen fuhren wir weiter nach Gent

Zeehaven, hier wurden wir nun aufgrund einer Brückensperrung unfreiwillig Zeuge

wie ein riesiger Gastanker durch eine Schleuse raus aufs offene Meer geschleust

wurde. Das ist schon krass anzusehen wie so ein Eisenklotz riesigen Ausmaßes

durch so ein Nadelöhr gleitet, Respekt!

Der Regen hatte nun auch endlich aufgehört, dafür stürmte es nun wie blöde.

Wir hatten nun genug vom Wind und sahen uns nun die Innenstadt bzw. Altstadt von

Gent mal genauer an. Dafür hatte bei unseren vorherigen Besuchen der Stadt, im

Rahmen von Fußball Tagestouren einfach immer die Zeit gefehlt. Bei unserem

nunmehr dritten Besuch gab es festzustellen dass Gent eine sehr sehenswerte

Stadt ist.

Schöne alte Häuser, toller Marktplatz und viele Cafés laden einen zum verweilen ein. Ein

vierter Besuch wird sicherlich nicht allzu lange auf sich warten lassen, da das

altehrwürdige Jules Otten Stadion mittlerweile einem Seelenlosen Neubau vor den

Toren der Stadt hat Weichen müssen.

Genug der Trauer um alte Fußballstadien, wenden wir uns wieder denen zu die noch zu

machen sind. Aus Mangel an alternativen mussten wir heute dann notgedrungen zu

meinen holländischen Freunden ausweichen.

 

                                        HSV Hoek vs. Xerxes DZB Rotterdam

Der Sportpark Denoek war leicht zu finden, auch die Parkplatzsituation war sehr

gut. Somit stand einem ruhigen Fußball Abend hoffentlich nichts im Wege. Auf

dem Parkplatz tummelte sich auch noch ein englischer Hopper der sich dieses

Relegationsspiel nicht entgehen lassen wollte. Das Stadion verfügt über eine

überdachte Tribüne, die da es mittlerweile wieder regnete sehr nützlich war an

diesem Abend. Weiterer Ausbau befand sich hinterm Tor in Form eines überdachten

Stehplatzbereiches, der uns für die Dauer des Spiels vor dem Regen schützen

durfte. Lediglich kurz vor Ende des Spiels machte ich mich auf zu einer

Fotorunde durch den Nieselregen und die heftigen Böen. Die sehr hart umkämpfte

Partie endete letztlich leistungsgerecht mit 1-1, wobei nur wenige Augenblicke

des Spiels wirklich zu gefallen wussten.

Der Höhepunkt war zweifelsfrei am  Anfang des Matches als eine Handvoll

Jugendliche eine kleine Pyroshow ablieferten.

Zurück am Stützpunkt unserer Tour wurde dieser ereignisreiche Tag alsbald für beendet

erklärt.

 

Mittwoch 22.05.13

An diesem Morgen gab es mal wieder schlechte Nachrichten was den Fußball anbelangte, das für den Abend angesetzte Relegationsspiel wurde ersatzlos gestrichen. Wieder

wollte die Auswärtsmannschaft wegen Chancenlosigkeit nicht mehr antreten. Was

ist nur mit diesen belgischen Mannschaften los, anscheinend gibt es keinerlei

Motivation um solche Spiele auszutragen. Gut nur das ich es dieses Mal vorher

gesehen habe, schlecht allerdings dass es kein Ersatzspiel gab.

Nun hatten wir aber keinen Grund zur Eile und gingen diesen Tag sehr entspannt an.

Auch unser Umfeld konnte ich mal etwas genauer unter die Lupe nehmen. Unsere

Nachbarn. also Mama, Papa und erwachsene Tochter, waren mir bei unserer Ankunft

schon aufgefallen.

Die machten den lieben langen Tag immer das gleiche, nämlich gar nichts.

Die Truppe führte alle 2 Stunden gemeinsam ihren Dackel aus, ansonsten hörte man

nur den Fernseher im Vorzelt laufen. Ab und an machten sie sich noch die Mühe

uns durch den Vorhang ihres Vorzeltes zu beobachten, Gott sei Dank muss ich mir

das Trauerspiel nicht den ganzen Tag mit ansehen. Schon merkwürdig diese

Belgier…

Heute stand also mal wieder nur Sightseeing auf dem Programm. Da sich das Wetter von

einer besseren Seite zeigte, wollten wir dem Atlantikwall bei Oostende unsere

Aufwartung machen.

Die Suche nach dem Eingang gestaltete sich allerdings etwas Problematisch, so dass wir

erst nach einigen Ehrenrunden dort ankamen. Die Beschilderung ist mehr als

mangelhaft.

Ist wirklich Interessant was da in den zwei Weltkriegen gebaut wurde und eigentlich

nie gebraucht wurde.

Der Atlantikwall wurde im zweiten Weltkrieg von den Deutschen gebaut, und

erstreckte sich von der französisch-spanischen Grenze bis nach Norwegen.

Tausende von Bunkern wurden damals zum Schutz der Häfen und zur Verhinderung

eines Angriffs der Alliierten gebaut.

Der Atlantikwall ist eine der Hauptattraktionen an der Küste.

Die mehr als sechzig Bunker, Beobachtungsposten und Geschützstellungen und die zwei Kilometer langen offenen oder unterirdischen Gänge bilden zusammen einen der am besten

erhaltenen Teile der berüchtigten deutschen Verteidigungslinie ‘Atlantikwall’.

In Raversyde waren auch schon im 1. Weltkrieg deutsche Soldaten stationiert, die

von hier aus die deutsche U-Bootflotte Schützten die von Oostende und Zeebrügge

aus operierten.

Nach dieser interessanten Besichtigung fuhren wir nach Oostende in die Stadt,

allerdings nicht ohne einen Zwischenstopp im örtlichen Sports Direct einzulegen.

Die Innenstadt von Oostende ist jetzt nicht so der Knaller und nicht zu vergleichen

mit denen von Gent oder Brügge. In der ganzen Stadt und am Hafen wurden überall

Zelte aufgebaut und Fahnen aufgehangen, hier deutete alles auf irgendeine

bevorstehende Festivität hin. Auf den Schildern in der Stadt war zu sehen dass

es sich um eine Art Hafenfest mit vielen Segelschiffen handeln sollte.

Einige von diesen Kähnen waren auch schon da und putzten sich heraus. Mal sehen,

vielleicht werden wir am Wochenende nochmal hierher kommen um dem Spektakel

beizuwohnen.

Von hier aus fuhren wir weiter nach Nieuwpoort on Zee, dort trotteten wir die

Strandpromenade auf und ab. Schon sehr Beton lastig hier die Bauweise in den

belgischen Küstenorten, das ist sicherlich nicht jedermanns Sache hier.

Wir gönnten uns noch ein Kaltgetränk in einer der vielen Kneipen oberhalb des Strandes

und genossen unseren “freien Tag”.

Mit dem einsetzendem Regen ging es aber wieder zurück zum Campingplatz, wo schon unsere merkwürdigen Nachbarn auf uns warteten. Bei bestem belgischem Regenwetter

schmiss ich den Grill an und lieferte Perfektes Grillgut, das wir mit massig

Bier vernichteten. Da konnte der Nachbar noch etwas Lernen. Bei gutem Wetter

kann jeder Grillen!

Zeitig ging es in die Kojen, denn das Wetter wurde immer ungemütlicher.

 

Donnerstag 23.05.13

Heute war der Tag des Relegationshinspiels gegen diesen aufgeblasenen Kreisligisten aus

Hoppenheim und ein gewisses Nervenflattern stellte sich schon am frühen Morgen

ein. Für maximale Ablenkung in Form eines Zeitgleichen Relegationsspiels in

Brügge war glücklicherweise schon vorgesorgt. Zuvor mussten wir aber das noch

unbekannte Ticketproblem lösen. Dass dies bei einem eher bedeutungslosen

Relegationsspiels ein Problem werden würde war wohl eher auszuschließen, aber

man weiß ja nie.

Zuvor aber schauten wir uns noch Zeebrügge an, hauptsächlich die Hafenanlagen sind

hier sehenswert. Aber weil es schon wieder Regnete fuhren wir gleich weiter

nach Brügge, wo unser erster halt das Jan Breydel Stadion war. Nach etwas

Sucherei fanden wir auch die Geschäftsstelle von Cercle Brügge wo wir ohne

Probleme Karten für das Spiel am Abend erwerben konnten. Wir machten nun gleich

noch eine Fotorunde, am Abend würde das bestimmt nicht so entspannt möglich

sein. Überall konnten wir hinlaufen und unsere Bilder machen, dabei stach

überall der Club Brügge ins Auge, der übermächtige mit Nutzer des Stadions.

Weiter im Text zur Altstadt von Brügge, viel hatte, man bis dato darüber gehört und

gelesen.

Aber was man dort zu sehen bekommt, oder besser gesagt zu bestaunen, ist schon ganz Großes Tennis. Ich kann das nur selten sagen, aber hier wurden alle meine Erwartungen

übertroffen. Ich hatte noch nie zuvor eine so liebevoll Restaurierte und intakte Altstadt in solchen Dimensionen gesehen wie in Brügge. Der Besuch dieses Highlights ist für jeden ein Muss der sich gerne schöne Städte anschaut, der Hammer!

Nach einem kleinen Imbiss in unserem neuen Lieblings Schnellrestaurant wurde es nun

aber Zeit wieder raus zu dem in einem Vorort gelegenen Stadion zu fahren. Denn

dort gab es kaum Parkplätze, somit war eine zeitige anreise sinnvoll. So toll

die Lage inmitten eines Wohngebietes auch ist, so beschissen ist meistens dann

aber auch die Parkplatzsituation.

Wir drückten uns noch vor ein paar Kneipen in Stadionnähe rum da ja noch etwas Zeit

war bis zum Anpfiff.

Das Jan Breydel Stadion ist schon eine schöne Ranzbude, die knapp 30000 Zuschauern

Platz bietet. Bestehend aus 4 Tribünen, bei denen jeweils der Oberrang

überdacht ist, die an diesem Abend aber bestenfalls mäßig gefüllt waren. Alles

in allem ein klasse Stadion, dass seinen Besuch rechtfertigt. Da ich mittags

schon fleißig Bilder gemacht hatte, konnten wir noch entspannt einen Burger

samt Bier zu uns nehmen und dann gemütlich zu unseren Plätzen schlendern.

                         

                               KSV Cercle Brügge vs. Royal Mouscron Peruwelz

Das Spiel an sich war ganz gut, so richtig daran erfreuen konnte ich aber nicht. Mit

einem Ohr war ich immer irgendwie in Hoppenheim und von dort kamen nicht gerade

gute Nachrichten.

Die Gäste gewannen das Spiel dann letztlich knapp mit 2-3, Cercle blieb aber dennoch

erstklassig. Die Stimmung war dann auch etwas besser wie befürchtet, was nicht

zuletzt an den gut 300 mitgereisten Fans aus Mouscron lag. Die nur knapp 6000

Zuschauer verließen dann auch zeitig das Stadion um den Heimweg anzutreten, wir

taten es ihnen gleich und verschwanden auch zügig.

Zurück am Camping gab es als erstes ein Frustbier, denn der FCK hatte das Relegations

Hinspiel mit 2-0 verloren, das war es dann wohl…

Diese elende Relegation gehört abgeschafft, diese dient doch lediglich dazu dass sich

DFB und DFL die Taschen voll machen können. Einfach Rotz das ganze, vor allem

wenn es einen noch selbst betrifft.

Schwer genervt ging es mit reichlich Alkohol im Blut ins Bett.

 

Freitag 24.05.13

Bedingt durch das Frust bedingte Gelage am Vorabend kam ich heute recht zäh in die

Gänge.

Spiele waren heute keine, von daher ließen wir uns ordentlich Zeit bis wir aufbrachen

um der Küste bis Frankreich zu folgen. Der erste Eindruck der Tage zuvor setzte

sich fort, die meisten größeren Orte schienen nur aus Hotelburgen und

Betonklötzen direkt an der Wasserlinie zu bestehen. Die kleineren Badeorte waren aber sehr sehenswert mit ihren alten Häusern und liebevollen Strandanlagen.

Kurz vor der Grenze machten wir noch einen Abstecher nach Ypern, um die Schlachtfelder

des 1. Weltkrieg zu besuchen. Hier konnte man noch Intakte Schützengräben und

Stellungen besichtigen die einem das Elend, dass die Soldaten in diesem irrwitzigen Stellungskrieg durchmachten, vor Augen führte.

Die ganze Umgebung war gezeichnet von der der Materialschlacht, Bombenkrater an

Bombenkrater reiht sich hier aneinander. Auch die vielen Soldatenfriedhöfe sind

traurige Zeugen eines unnötigen Stellungskrieges ungeahnten Ausmaßes.

Tief beeindruckt ging es zum nächsten Kriegsschauplatz, dieses Mal aus dem 2.

Weltkrieg.

Wir fuhren nach Dünkirchen, zu jenem Strandabschnitt wo die Wehrmacht das britische

Expeditionskorps zurück in den Ärmelkanal drängte. Wohl der Kriegs

vorentscheidende Fehler der Generäle des 3. Reichs diese abziehen zu lassen.

Auch hier kann man sich vorstellen welchen Strapazen die Soldaten damals

ausgeliefert waren.

Die Erkundung der Innenstadt viel dann eher nüchtern aus, was wohl hauptsächlich

daran lag dass nach dem Krieg hier kein Stein mehr auf dem anderen war und

somit der 50er Jahre Nachkriegs Charme regierte.

Das Positive daran war, dass mir bei der Gelegenheit das Stade Marcel Tribut ins

Auge fiel, ein Stadion mit zwei Tribünen und brachialen Flutlichtmasten, mitten

in der Stadt.

Den Bekanntmachungen war zu entnehmen das hier morgen das letzte Spiel der Saison

stattfinden sollte. Obwohl Dünkirchen schon aufgestiegen war planten wir

Spontan um und beschlossen morgen hierher zu fahren statt nach Calais.

Nach einem Streifzug durch ein Einkaufscenter fuhren wir zurück nach Belgien. Da

heute kein Spiel mehr war, nutzten wir das ausnahmsweise gute Wetter und liefen

vom Campingplatz aus zum ca. 300 Meter entfernten Strand. Bewaffnet mit ein

paar Dosen Bier wollten wir den Abend am Meer genießen. Auch hier ist der Krieg

allgegenwärtig, überall sind noch Panzersperren und Bunker vom bereits

erwähnten Atlantikwall zu sehen. Aber Nichtsdestotrotz wurden die Dosen

souverän geleert und ordnungsgemäß entsorgt.

Ein weiterer Tag nahm somit ein schönes Ende.

 

Samstag 25.05.13

Der Morgen war kühl, aber trocken. Soweit schonmal ganz gut, viel vorgenommen

hatten wir uns für heute nicht, lediglich Fußball stand ganz oben auf der

Agenda des Tages.

Nach erfolgreicher Nahrungsaufnahme machten wir uns auf den Weg nach Dünkirchen,

aber dieses Mal wählten wir den direkten Weg über die  Autobahn.

Diese war fast ausschließlich von Deutschen bevölkert, die zum Großteil wohl auf dem Weg

auf die Insel wahren wo am Abend das rein deutsche Finale der Champions League

im Wembley Stadion zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund

stattfinden sollte.

Die Anhänger der Borussia waren zumindest hier in einer vielfachen Überzahl

unterwegs.

Kurz vor Dünkirchen erledigten wir in einem riesigen Einkaufszentrum die Einkäufe des

Tages und sicherten somit die Grundversorgung für den Abend. Danach ging es direkt weiter zum Höhepunkt des Tages.

                             US Littoral de Dunkerque vs. AFC Compiegne

Ein Parkplatz in Stadionnähe war dank zeitiger Anreise kein Problem, denn heute

könnten ein paar mehr Zuschauer kommen als gewöhnlich, da man letztes

Wochenende den Aufstieg in 3. Klassige National bereits auswärts feiern konnte.

Zunächst mussten aber erst mal Tickets her, am Kartenhäuschen herrschte schon reger

Andrang. Also stellte ich mich gleich mal hinten an das Ende der Schlange, wir

wollten ja nicht den Anpfiff verpassen.

Endlich an der Reihe forderte ich von dem Rentner hinter der Glasscheibe 2 Karten, die

laut Aushang 8 Euro kosten sollten, da es nur eine Kategorie gab sollte es

keine Komplikationen geben. Also schob ich dem Kerl gleich mit der Bestellung

einen 20 Euroschein durch seinen Schlitz. Er schob mir den Schein wieder zurück

und sagte “No No” und irgendwas was ich durch den Straßenlärm nicht verstand.

OK dachte ich, ist heute Vielleicht etwas Teurer, also nen 50er wieder rein geschoben.

Auch den schob er zu meiner Verwirrung wieder zurück und lächelte mir ein

weiteres “No No” entgegen. Auf weiteres nachfragen kam wieder ein “No No”.

Was will der Vogel von mir? Langsam wurden auch die Jungs hinter mir etwas unruhig und

wirkten zunehmend genervt.

Nach gefühlten 5 Minuten zeigte er auf einen weiteren Aushang an der Ecke auf dem

stand dass der Eintritt heute wegen des freudigen Ereignisses des Aufstieges frei war.

Das hätte der Affe aber auch früher sagen können, mann mann mann…

Also Karten geschnappt und rein in die gute Stube. Das Stadion war schon ordentlich

gefüllt, daher suchten wir uns erstmal einen Platz auf der Haupttribüne unter

deren Dach waren wir dann erstmal sicher vor dem zu erwartenden Regen.

Von außen und von innen war dieser Ground der Hammer!

Das Stade Marcel Tribut weiß mit zwei überdachten Tribünen, einer großen Stehplatzkurve und massiven Flutlichtmasten zu beeindrucken

Vor dem Anpfiff veranstalteten die Ultras dem Rahmen entsprechend ein kleines

Feuerwerk. Auch während dem Spiel war der Heim Mob immer in Aktion, Gästefans

konnte ich aber keine sehen.

Der Gegner stand für die Heimmannschaft beim einlaufen Spalier und beglückwünschte

die Aufstiegshelden zu ihrem Erfolg, das hatte ich so bislang auch noch nicht

gesehen.

Pünktlich eröffnete der Schiedsrichter die Partie, der man von Beginn an anmerkte dass

die Spannung heraus war und es nur noch um die sprichwörtliche “Goldene Ananas”

ging.

Schleppend ging die erste Halbzeit zu Ende, blieb nur die Hoffnung auf Besserung.

Das Wetter schien zu halten und kein Regen war in Sicht, daher entschlossen wir uns

nun auf eine ausgedehnte Fotorunde zu gehen. Dabei konnte ich der feil

gebotenen Merguez nicht widerstehen, diese konnte aber nicht so punkten bei mir

wie das Stadion bislang.

Die zweite Hälfte war dann Gott sei Dank bedeutend besser und wir bekamen noch 5

Tore zu sehen. Das Spiel ging dann mehr oder weniger verdient an die Gäste aus

Compiegne.

Auch ein paar Deutsche Hopper waren uns über den Weg gelaufen und immer wieder waren

auch BVB und Bayern Fans zu sehen die wohl auf dem Weg nach London noch eine

kurze Rast eingelegt hatten. Alles in allem eine runde Sache heute hier in

Dünkirchen, so dass wir sehr entspannt den Heimweg zum Campingplatz nach

Belgien antraten.

Dort wartete noch etwas Arbeit auf uns, da wir uns entschlossen haben morgen etwas

näher an die Heimat heran zu fahren. Das machten wir hauptsächlich dafür damit

die Fahrt zum Spiel am Montag  nicht ganz so stressig werden würde.

Wir bauten noch das Vorzelt ab und räumten das ganze noch weg. Ein letztes Grillen

hier in Belgien und das Championsleague Finale beendeten diesen Tag.



                                                                  2. Akt

 

Sonntag 26.05.13

Zeitig ging es an diesem Morgen, mit etwas Wehmut, wieder Richtung Heimat.

Ohne Zwischenfälle kamen wir am frühen Nachmittag am Campingplatz in

Echternacherbrück an. Der Platz machte einen soliden Eindruck und war nur mäßig

gefüllt, wir machten aber den Fehler den uns von der Rezeption zugewiesene

Platz ohne weiter zu überlegen zu nehmen. Dieser war aber irgendwie Kacke,

gefühlt jeder auf dem Platz musste hier vorbeilaufen und schaute was man gerade

so machte. Ziemlich Nervig das Ganze. Die Zeit reichte aber nicht um noch mal

alles abzubauen und einen anderen Platz zu beziehen.

Also ging es nach einer Tasse Kaffee in der wärmenden Sonne auch schon wieder los mit

diesem verdammten Regen.

Jetzt wurde es auch langsam Zeit um nach Canach aufzubrechen, denn ganz untätig

wollten wir ja auch hier nicht sein.

Vorher ging es noch zum nahen Supermarkt um für den Abend einzukaufen, es war aber

schon zu erahnen dass der Grill heute wohl kalt bleiben würde.

                               FC Jeunesse Canach vs. CS Grevenmacher

Auf einem Sportplatz ohne jeglichen Ausbau wird hier im Luxemburgischen Nirwana

tatsächlich Erstliga Fußball gespielt. Viel erwartet hatte ich ohnehin nicht,

aber das war dann schon richtig trostlos hier und das bei Dauerregen.

Nach dem ersten umschauen fiel uns aber gleich noch etwas sehr merkwürdiges auf, immer

wieder rannte hektisch ein Kamerateam aus Deutschland an uns vorbei und machte

allerlei Aufnahmen und das vor dem Spiel.

Der Gipfel war dann als der Redakteur eine kleine Ultragruppierung Kamera gerecht an

der Bande platzierte. Diese mussten nun in einem Art Probedurchlauf einige

Lieder schmettern mit ihren Fähnchen wedeln und umher hüpfen.

Nun wurden die 6 Hanseln verstärkt durch den mutmaßlichen Hauptdarsteller, dieser

musste nun auch mitsingen und rumhüpfen und das alles 20 Minuten vor dem

Anpfiff.

Im Moment konnte ich mir dieses Theater nicht erklären, was ein Zirkus…

Wir verzogen uns unter ein Dach am Vereinsheim weil es immer mehr anfing zu kübeln.

Da tauchten dann auch wieder die Fernsehleute auf um ihr weiteres Vorgehen mit dem

Vereinspräsidenten zu besprechen, dabei kam dann auch ein Informer zum

Vorschein.

Mir schwante langsam was hier vor sich ging…

Beim Einlaufen der Teams standen nun der Präsi und der vermeintliche Hopper zusammen

auf dem Rasen und wurde von jedem Spieler persönlich begrüßt.

Danach durfte der Protagonist vor laufender Kamera auf dem Rasen sein Kreuz im

Informer machen und wurde vom Präsidenten beglückwünscht zu seinem Erfolg.

Ach je, wenn das immer so ablaufen würde..

Ich kam aus dem Lachen gar nicht mehr raus. Meine Frau wurde nun geschlechtsbedingt

sehr neugierig auf das was da vor sich ging, sie konnte es nicht lassen und

Sprach den Chef des Teams an um zu erfahren was das hier werden würde wenn es

fertig ist. Bereitwillig erklärte er ihr dass es sich um eine Reportage über

einen Groundhopper handelt, der heute hier die 1. Liga in Luxembourg

komplettieren würde.

Natürlich wurde der Gute nun auf uns aufmerksam, mein Weib erklärte ihm was wir hier

machten, wo wir herkamen und was wir die letzten Tage so gemacht hatten.

Nun wollte uns der Gute unbedingt vor die Kamera zerren und uns in seine Reportage

einbauen.

Anscheinend waren wir schlagartig interessanter als der Hauptdarsteller, aber da wir im

Urlaub waren standen wir für ein Interview selbstverständlich nicht zur

Verfügung.

Was ein Kasperle Theater hier, für so einen Schwachsinn stellen wir uns ganz sicher

nicht zur Verfügung, aber dieses Kleinod der TV Unterhaltung möchte ich euch

natürlich nicht vorenthalten.

Aber Spaß beiseite, NEIN ich werde vor keine Kamera hüpfen, ganz sicher nicht. Ich

rede gerne mit Leuten die es Interessiert was ich da so treibe und erkläre

meine Beweggründe, aber nicht im Fernsehen. Dazu bin ich ein viel zu kleines

Licht in dem Gewerbe als das ich damit prahlen könnte oder wollte.

Da gibt es wahrlich andere Vertreter dieser Zunft die da mehr zu berichten haben. Der

Redakteur versuchte noch 2-3-mal während des Spiels uns umzustimmen, sah dann

aber irgendwann ein dass hier nichts zu machen ist.

Den Akteur vor der Kamera kannte ich im Übrigen nicht, keine Ahnung wer das war.

Was hier ein Aufwand betrieben wird für einen 5 Minuten Bericht in einem Spartenkanal

der öffentlich rechtlichen ist eh kaum nachvollziehbar.

Der Fußball rückte ob des Spektakels am Rande leider etwas in den Hintergrund,

gespielt wurde aber Trotzdem.

Das Spiel an sich war ohne großen Sportlichen wert, beide Teams rangierten an diesem

letzten Spieltag im Mittelfeld der Tabelle. Auch der Zuschauer Andrang hielt

sich wegen des miesen Wetters schwer in Grenzen.

Auf dem Geläuf war es auch schwierig vernünftigen Ballsport zu bieten, eigentlich gibt

es zu dem Kick nicht viel zu sagen, außer dass die Gäste aus Grevenmacher

verdient mit 0-2 gewonnen haben.

Pünktlich erlöste uns der Schiedsrichter und wir fuhren wieder mal völlig durchnässt

zurück zum Campingplatz. Nach dem Trockenlegen wurde noch Fürstlich gespeist

und nach ein paar Bieren Schlüpfte ich dann in freudiger Erregung ob des

nächsten Tages in die Koje.

 

                                                          Montag 27.05.13

Nun war er da, der große Tag! Leicht Nervös machten wir uns auf den Weg nach Hause.

Eigentlich gab es nach dem 0-2 aus dem Hinspiel keinen Grund Nervös zu sein, denn eine

reale Chance hatten wir nicht mehr. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich ja

zuletzt. Der Wohnwagen blieb in Echternacherbrück auf dem Campingplatz, morgen

früh ging es ja direkt wieder hierher wo wir die letzten Urlaubstage genießen

wollten.

Nach dem obligatorischen Volltanken in Luxemburg ging es ohne Verzögerung in die Heimat, wo wir bei bestem Wetter und herrlichen Sonnenschein eintrafen.

Nach einem kleinen entspannten Kaffeekränzchen ging es ohne Umwege in Richtung

K-Town.

Entspannt wurden diverse Biere in gemütlicher Runde gekippt, die Stimmung war erstaunlich gut, die meisten waren optimistisch gestimmt was das Spiel anging. Diesen

Optimismus konnte ich aber nur bedingt Teilen, irgendwie wollte ich nicht mehr

recht an ein Wunder glauben heute. Zu schlecht waren die Spiele in den Wochen

zuvor von unserer Mannschaft gewesen, aber Wunder soll es ja bekanntlich immer wieder mal

geben…

Dafür wurde keine Gelegenheit ausgelassen um den vereinzelt gesichteten Spacken aus

dem Kraichgau mitzuteilen was man von ihnen hielt.

Zeitig zogen wir hoch zum Stadion, dort war die Westkurve schon, wie in alten Zeiten,

1 Stunde vor dem Spiel Knallvoll und die Stimmung mehr als Prächtig.

Die Wilde fahrt begann und wir bestürmten die ersten Minuten wie entfesselt das Tor des

Gegners, ohne aber irgendwie gefährlich zu werden.

Hoppenheim kam nach 10 Minuten das erste Mal gefährlich vors Tor, unsere Abwehr wusste

sich nur durch ein dummes Foul zu helfen und ließ dem Schiri damit keine andere

Wahl als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen.

Den fälligen Foulelfmeter parierte Tobi Sippel in seiner unnachahmlichen Manier,

die Stadion flippte nun völlig aus als wenn gerade der entscheidende Treffer in der

Nachspielzeit gefallen wäre.

Von da an brannte die Luft so richtig, so eine Stimmung gab es schon lange lange nicht

mehr hier oben.

Die Kurve tobte selbst nach den beiden Gegentoren, die den sicheren Verbleib in der 2.

Liga bedeutete und es wurde weiter gebrüllt und gesungen wie in längst

vergangenen Zeiten.

Die Mannschaft wurde heute bedingungslos unterstützt und nach vorne gepeitscht. Das

sollte nicht unbelohnt bleiben und der daraus resultierende Anschlusstreffer

wurde frenetisch bejubelt.

Das Spiel war verloren, mit dem 1-2 war der Traum geplatzt. Was aber nach dem Abpfiff

geschah etwas was mich noch lange mit Stolz erfüllen wird. Hoppenheim feierte

vor dem Gästeblock mit ihren 2000-3000 mitgereisten den Klassenerhalt, zu hören

waren sie aber nicht.

Das ganze Stadion stand und feierte die gefallenen Helden lautstark bis zum totalen

Stimmverlust. Dieser Brut sollte keine Bühne geboten werden, kein Millimeter Boden. Die Westkurve tobte noch da war der Gästeblock schon lange leer.

Das meine Damen und Herren ist Herzblut, Tradition und Leidenschaft in seiner

reinsten Form gewesen.

An dieses Spiel werde ich mich ein Leben lang erinnern so etwas Magisches vergisst man nie.

Immer noch voller Adrenalin ging es runter in  die Stadt, wo erst mal ein paar

Biere zur Beruhigung nötig waren. In dieser Nacht brauchte ich lange um einzuschlafen.

 

                                                       Dienstag 28.05.13

Heute Morgen sah die Welt anfangs noch ganz gut aus, die Sonne schien und heute ging

es wieder zurück zum Wohnwagen. Der Wetterbericht ließ allerdings nichts Gutes

erahnen, dennoch ging es wieder los Richtung Luxembourg. Dieses Mal mit dabei

unser Hund, der die Tage zuvor bei Oma und Opa verweilte. Giszmo sollte seine ersten Campingerfahrungen sammeln.

Bevor es zum Campingplatz ging schlenderten wir bei noch immer gutem Wetter durch Trier

und genossen unseren Urlaub. Am Nachmittag konnten wir sogar noch Kaffee und

Kuchen unter freiem Himmel genießen, es zog sich aber außen rum schon

bedenklich zu.

Unser Freund tat sich mit dem Camper leben noch etwas schwer, er bellte alles und jeden an der bei uns vorbei ging. Da waren wir dann wieder bei dem Problem mit dem

suboptimalen Stellplatz.

Unsere merkwürdigen Nachbarn aus dem Ruhrgebiet rümpften immer deutlich die Nase wenn unserem Freund nach bellen zumute war.

Wobei er aber während der größten Zeit einfach nur friedlich schlummernd in der

Wiese lag.

Plötzlich aber zog ein Gewitter auf und innerhalb von Minuten brach die Hölle über uns

herein. Da wir nichts außer unseren Stühlen zum Wegräumen hatten, saßen wir

rechtzeitig vor den großen Wassermassen im Trockenen Wohnwagen. Unsere Nachbarn

hingegen fingen nun so richtig an zu rotieren um ihren ganzen Krempel in das

Vorzelt zu schleifen, aus dem Trockenen heraus beobachtet eine sehr lustige

Begebenheit. Mit einem Lächeln sah ich mir dieses Schauspiel an, was den Pötter

sichtlich aus der Fassung brachte.

Den Rest vom Tag kübelte es wie aus Eimern, aus dem Fenster heraus konnte man beobachten wie das Flüsschen Sauer, das direkt am Campingplatz vorbei fliesst, immer mehr

anschwoll.

Ich denke ich muss nicht erwähnen dass alle Relegationsspiele in Luxembourg, die heute

zur Auswahl standen, abgesagt wurden.

Na denn, Gute Nacht!

 

                                                   Mittwoch 29.05.13

Nach einer unruhigen Nacht mussten wir feststellen dass sich das Wetter keinen Deut

gebessert hatte, noch immer regnete es heftig.

Die Wiese auf der wir standen war regelrecht überflutet und teilweise nur noch Schlamm.

Auch die Sauer ging nun schon leicht über die Ufer, so dass klar war, wenn es nicht

aufhört zu regnen wird es hier richtig ungemütlich.

Wir harrten der Dinge auf unseren trockenen 6 Quadratmetern, gegen Mittag schaute

ich ein letztes Mal auf den Wetterbericht. Dieser verhieß für die nächsten Tage

nichts gutes, so dass wir die einzig richtige Entscheidung trafen und alles

zusammen packten und nach Hause fuhren.

Glücklicherweise verfügte mein Auto über einen Allradantrieb, ohne den wäre ich mit Wohnwagen nicht von der Wiese runtergekommen. Unter den neidischen Blicken meiner nunmehr Ex Nachbarn zog ich meinen Hänger ohne Probleme vom Campingplatz.

Zu Hause angekommen wollten wir die restlichen Tage noch nicht verloren geben und dankten über ein Alternativprogramm nach. Das Wetter sollte aber überall schlecht sein

wo es sich noch rentiert hätte hinzufahren. Am besten sollte es noch im Südschwarzwald sein, aber gut wäre auch hier sicher anders. Meine Frau konnte ich aber dennoch überzeugen in diese Richtung nochmals aufzubrechen. Allerdings ohne Wohnwagen und ohne Hund, beide sollten zu Hause in der Obhut der Rentner bleiben.

Ein Hotel, wurde in Form eines urigen Gasthofes, auch zügig gefunden. Fußball stand heute keiner mehr auf der Agenda.  So dass ich heute den Grill zu Hause anfeuerte, und wir den Abend gemütlich unter der immer noch nötigen Überdachung im heimischen Garten ausklingen Liesen. Denn der Regen hatte immer noch nicht aufgehört. Damit kam ein gewisses Camping Feeling auf.



                                                            3.Akt

 

                                                      Donnerstag 30.05.13

Zeitig ging es los über Frankreich Richtung Schwarzwald wo wir am heutigen Feiertag

bereits um 12 15 Uhr das erste Spiel schauen wollten. Zügig und ohne Probleme

gelangten wir in das lauschige Örtchen Nordrach, dort zeigte sich das Wetter

von seiner besten Seite. Bei herrlichen Sonnenschein gönnten wir uns als erstes

Mal ein Kaltgetränk. Zum Spielbeginn zog sich der Himmel aber schon wieder zu.

                                         ASV Nordrach II vs. VFR Elgersweiler II

Bei der Kurt Spitzmüller Sportanlage handelt es sich um einen soliden Sportplatz ohne

größeren Ausbau, wusste aber dennoch durch verschiedene Details und die Lage zu

überzeugen. Überdachte gerade und großzügiges Sportheim auf der einen und ein

Hang mit Bänken auf der anderen sind die herausragendsten Merkmale dieser

Anlage. Die beiden Hintertorbereiche waren ohne irgendwelchen Ausbau. Auch in

dieser Begegnung ging es eigentlich um nichts mehr, daher kann man es getrost

als lauen Sommerkick bezeichnen.

Die Gastgeber waren das in der Summe aktivere Team und gewannen daher nicht

unverdient mit 1-0. Nachdem wir uns am Imbiss noch verköstigt hatten, ging die

Wilde fahrt weiter nach Gundelfingen.

            SpVgg Gundelfingen Wildtal III vs. FV Hochbach Windenreuthe II

Das Waldstadion wurde auch gleich gefunden und geentert. Und siehe da, wir hatten

endlich mal Glück und es wurde auf dem Hauptplatz im Stadion gespielt. Das war

ja alles andere als klar heute Morgen, aber man darf ja auch mal Glück haben.

Das Stadion war schon eine andere Hausnummer als der Sportplatz zuvor in Nordrach.

Massig Stufen samt Überdachung vor dem Vereinsheim und Naturstufen im Hang gegenüber die noch bis hinter das Tor gingen begeisterten mich sofort. Gibt schon

wirklich tolle kleine Stadien hier im Schwarzwald und das beste war dass es immer noch nicht regnete.

Auch das Spiel, obwohl es auch hier nur noch um die goldene Ananas ging, war viel besser

als das vorherige. Ein wirklich gutes Spiel ging mit 5-1 völlig verdient an die

Heimmannschaft und das auch in der Höhe verdient.

Das Fußball Programm des Tages war somit Souverän abgespult und eingetütet worden

und das am Ende ohne Nass geworden zu sein. Es kam nun sogar noch besser zum

Abschluss des Tages ließ sogar noch die Sonne blicken.

Gut gelaunt machten wir uns auf die letzten Kilometer nach Heuweiler, wo wir im

Gasthof “Grüner Baum” ein Zimmer für die nächsten Tage reserviert hatten. Wir

wurden Sehr freundlich empfangen und bekamen ein großes Zimmer zugewiesen. Nun

wollten wir bei dem Wetter aber noch ein Bierchen in der Sonne genießen, dazu fuhren wir in die benachbarte Ortschaft Glottertal. Den meisten müsste dieser

Ort durch die allseits beliebte TV Serie “Schwarzwaldklinik” ein Begriff sein. Aus dem

einen, wurden dann drei Bier, aber nach dem vielen Regen die letzten Tage mussten wir es einfach genießen in der Sonne zu sitzen.

Der Abend wurde dann sehr entspannt im Gasthof bei ausreichend Speis und Trank beendet.

Wobei der Blick auf den Wetterbericht für das bevorstehende Wochenende die Stimmung etwas trübte.

 

                                                          Feitag 31.05.13

Na ja, was soll ich sagen, der morgen empfing uns mit massig Regen. Eigentlich war ich

schon wieder restlos bedient, das verdammt notorisch schlechte Wetter geht mir

langsam aber sicher gehörig auf den Sack.

Nach dem sehr guten Frühstück fuhren wir ins nahe Freiburg, außer shoppen war im Moment nichts drin. Wir wollten erst noch abwarten ob wir unsere Indoor Aktivitäten

vielleicht noch beenden konnten und das Wetter sich besserte.

Aber weit gefehlt, es wurde immer bösartiger, Monsunartiger Regen fiel über dem Breisgau.

Noch wollten wir die Hoffnung nicht aufgeben und gönnten uns ein zweites Frühstück

in einem Möbelhaus. Als dann gegen Mittag sämtliche Spiele die am Abend hätten

stattfinden sollen schon abgesagt waren, hatte ich die Schnauze gestrichen

voll! Nach einem letzten Abstecher in das sehenswerte Pearl Outlet in Auggen,

fuhren wir nach Hause.

Da bot sich dasselbe Bild, Regen ohne Ende und alle Spiele abgesagt. Frustriert wurde der Rest des Tages auf der Couch verbracht.

 

                                                                  4.Akt

 

                                                        Samstag 01.06.13

Endlich war es halbwegs trocken vor der Tür, so dass man durchaus mal einen Gedanken an ein oder mehrere Fußballspiele verschwenden durfte. Was zu finden war dann

nicht ganz so einfach, weil die meisten Spiele wegen dem Regen der Vortage

nicht stattfanden, dennoch gelang es mir einen Doppler zu finden.

Kurzfristig kam mein Eheweib aber nun auf die glorreiche Idee nun doch auf den 50.

Geburtstag von einem ihrer Kumpels zu gehen. Damit konnte ich die erhofften

Spiele direkt wieder in die Tonne treten. Mann Mann Mann, was für ein Drama!

Glücklicherweise konnte ich sie davon überzeugen noch einen Kick vorher in Frankreich zu

Besuchen. Somit konnten wir bevor es zu den Feierlichkeiten ging, noch dem

Kracher RC Saargemünd vs. FC Rosbruck beiwohnen.

                                        RC Saargemünd vs. FC Rosbruck

Bei dem Spiel galt eher die Devise, besser wie gar nicht. Denn viel zu bieten hatte

dieses Stade de Haagwald nicht, ein typischer Schulsportplatz eben. Das Spiel,

obwohl es mit 4-0 an die Gastgeber ging, war auch nicht gerade ein Brüller.

Aber das ist in den Amateurklassen in Frankreich eher die Regel als die

Ausnahme. Also nichts für Feinschmecker hier heute, aber es muss halt eben auch

alles gemacht werden. Das Beste an diesem Nachmittag war wohl es trocken von

oben blieb und sogar die Sonne das ein oder andere Mal zum Vorschein kam.

Pünktlich zum Abpfiff fing es aber wieder an zu regnen, eigentlich konsequent.

Zügig zog es uns nach dem Abpfiff wieder in unser Heimatland hinüber, wo ich nun Gast auf

einem 50. Geburtstag sein durfte.

Wenigstens fanden die Feierlichkeiten in einer Waldhütte statt, dass an sich mag ich ja

ganz gerne. Der Höhepunkt für heute war dann als nach und nach die Gäste die

Party wieder verlassen wollten und keiner mehr von der durchnässten Wiese kam.

Es musste ein Traktor organisiert werden, der jedes Fahrzeug, Außer meins, von

der Wiese zog. Wieder machte sich mein Allrad bezahlt, ohne große Probleme

durchfuhr ich diese vermatschte Wiese hoch zu dem befestigten Waldweg.

 

                                                          Sonntag 02.06.13

Der Wettergott erwies sich als einsichtig und bescherte uns Sonnenstrahlen schon am

Morgen.

Den letzten Urlaubstag wollten wir noch mal nutzten um etwas sinnvolles zu tun.

Daher wollten wir zum neuen Kunstrasen Nebenplatz des Kieselhumes in

Saarbrücken fahren wo heute ein Relegationsspiel angesetzt war.

                                           SF Hanweiler II vs. VFB Luisenthal

Das Spiel entschied heute wer von den beiden Vereinen in die Bezirksliga Südwest

aufsteigen würde, das versprach schon mal Spannung.

Der Kunstrasen wurde an der Stelle des alten Hartplatzes verlegt, dieser verfügte

über massig Stufen und bot Platz für 8000 Zuschauer. Auf dem alten Platz war

ich vorher schon mal, der hatte mich total geflasht, aber leider habe ich

damals noch keine Fotos gemacht. Das wollte ich bei der Gelegenheit nachholen.

Der Schock war daher groß als ich feststellte dass von den Stufen überhaupt

nichts mehr da war, alles weggerissen, unfassbar.

Stattdessen wurde ein 08/15 Kunstrasen mit 2 Betonstufen dahin genagelt, was ein Jammer,

unglaublich dass so ein Stadion einfach so Zerstört wird. Da Blutet einem das Herz!

Völlig Frustriert verfolgte ich das Spiel, das mit 1-3 verdientermaßen an den VFB Luisenthal

ging die somit in der nächsten Saison in der Bezirksliga antreten dürfen.

Mit dem Abpfiff war ich unendlich Froh dass diese völlig verkorkste Odyssee ein

bitteres Ende hatte und ich morgen endlich wieder zur Arbeit durfte.

Gott sei Dank hatten wir noch das Beste daraus gemacht, so gut es ging.