Die Tour mit Hund, und unvorhersehbaren Ereignissen

Nach der mehr oder weniger gelungenen Tour  im Juni, mit dem nicht geschafften Aufstieg in der Relegation gegen dieses unaussprechliche Pack sollte im Herbst alles besser werden. Der Saarländer zog den von mir zugesicherten Relgationsjoker, und ich musste das Topspiel gegen 60´München sausen lassen.  Auch sollte erstmals unser Hund Giszmo mit auf Tour gehen.

                 


                                              Tag 1  Samstag 28.09.13

Somit konnten wir schon am Samstag den 28.09.13 gegen 12.30 h losfahren, in der Hoffnung noch einen Kick in der Nähe des Zwischenziels am Chiemsee mitnehmen zu können. Das hatte sich aber schon im Vorfeld nach diversen Spielverlegungen erledigt. Die nächste Problematik entwickelte sich daraus das der anvisierte Campingplatz komplett voll war. Daher musste eine Alternative her und das fix, es wurde bereits dunkel und es begann zu regnen.

Diese wurde auch gefunden in Form des  Platzes, Camping Sportecke direkt am Chiemsee, aber es war bereits niemand mehr da. Die Schranke aber öffnete sich, da es auf den meisten Campingplätzen so ist das man sich dann einen Platz sucht und am nächsten Morgen die Formalitäten regelt,  fuhren wir in gutem Glauben rein und schlugen unser Nachtlager auf.

Auf der Toilette hing dann auch die Platzordnung aus, auf dieser vergewisserte ich mich nochmals das es auch kein Problem mit unseren Mitfahrer gab. Dies war da eindeutig als positiv zu sehen. Nach dem Essen vielen wir dann auch zeitig in unsere Betten.

 

                                                 Tag 2 Sonntag 29.09.13

Am darauffolgenden Morgen versuchte der Saarländer diverse Male an der Rezeption zu bezahlen was mangels geöffneter Rezeption aber einfach nicht gelang. Ein anderer Camper empfohl uns einfach zu  Fahren, er sagte “wer weiss ob der Typ heute noch auftaucht”.

Nach dem ein Paar weitere Camper dies auch taten und wir ja auch nicht ewig Zeit hatten, beschlossen wir auch von dannen zu ziehen. An der Ausfahrt angekommen vergewisserte ich mich noch einmal ob nun vielleicht jemand da war. Die Rezeption war verwaist, darauf hin war klar, wir fahren.

Doch dann kam er, nennen wir ihn einfach mal MONFRED. Ein Prachtexemplar des von mir so geliebten Lumpenhafeners und das am Chiemsee. Ohne überhaupt mal zu sagen wer er ist, oder sonstiger Kontaktaufnahme mit mir, schrie der gute MONFRED auch schon los:

“ Dies wäre die größte Unverschämtheit überhaupt” Dies wiederholte er noch gut und gerne 5 mal, wie sich im weiteren von uns versuchten Gespräch herausstellte, wohl wegen mangelnder rhetorischer Fähigkeiten. Irgendwann bekam man mit, das MONFRED hier wohl der Platzwart zu sein schien. Wie man so einen Menschen allerdings so etwas anvertrauen kann entzieht sich meiner Vorstellungskraft, ob aber seiner zur Schau gestellten alles überragender Intelligenz und Fähigkeit mit Menschen und vor allem Kunden, umzugehen, kann dieses Projekt nur kläglich scheitern!!!

Sein wirres “Gebrabbel” wegen nicht erlaubter Hunde auf dem Campingplatz, was aber in der Platzordung und auch wiederum durch seine eigene Aussage dann aber Dauercampern wohl gestattet sei, Tagesgästen aber nicht (!!!) verstärkte den Eindruck einer krassen Fehlbesetzung. Wo bitte ist der Unterschied ?? Das Highlight allerdings war das er mit 2 Hunden da war, die beide nicht mal angeleint waren ,damit setzte er dem ganzen die Krone auf.

Ich konnte MONFRED leider nicht mehr ernst nehmen und musste loslachen.

Nach diversen Beleidigungen seinerseits, war nun meine Geduld doch schon sehr strapaziert. Glücklicherweise habe ich mich ja im Griff, ausserdem wollte ich das erste Spiel am Nachmittag in keinster Weise gefährden. Und so konnten wir dann doch endlich nach mehrmaliger Aufforderung dann endlich bezahlen. Ein paar Nettigkeiten zum Abschied von unserem MONFRED, die auch er verstand, konnte man sich dennoch nicht verkneifen. Da hat einer in seiner Jugend zu viel am Auspuff der BASF geschnüffelt oder er war deutlich zu oft beim Waldhof. Ich bin mir sicher da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, man sieht sich immer 2 mal im Leben. Und dann nehme ich mir die Zeit………

Nun konnten wir uns endlich wieder den richtig wichtigen Dingen  im Leben widmen und zügig das weite suchen. MONFRED  die Intelligenzbestie war somit vorerst nur noch Geschichte. Immer wieder an diesem Tag musste ich grinsen, wenn ich an das gerade Erlebte dachte. MONFRED du bist der Beste !

Nach diesem Erlebnis der besonderen Art, sollte es auf dem nächsten Campingplatz am Wolfgangsee wieder etwas ruhiger, also normal zugehen. Die Anfahrt war problemlos und die Begrüßung  auf dem Seecamping Primus in Abersee war außerordentlich freundlich.

Einen Stellplatz durften wir uns selbst raussuchen, und der war dann auch schnell bezogen da wir ja nur eine Nacht bleiben wollten.

Die Freude auf den ersten Kick der Tour wuchs auch von Minute zu Minute. Vorher wollten wir aber noch Sankt Wolfgang einen Besuch abstatten, da der Ort  ja aus diversen Verfilmungen bekannt ist.  Auch unser haariger Freund war natürlich mit von der Partie und bellte anscheinend in freudiger Erregung ob seines bevorstehenden Länderpunktes alles und jeden an:-).

Und so folgte dann endlich das Spiel.

                                               USC Abersee vs. UFC Bad Vigaun .

Das Spiel nahm sofort Fahrt auf und so stand es nach 14 Minuten 3-0 für die Gastgeber. Und verdientermaßen wurde das Spiel dann auch letztendlich 4-2 gewonnen. Bei der Sportanlage Abersee indes handelte es sich um einen unspektakulären Sportplatz ohne besonderen Ausbau. Lediglich hinter einem Tor und der Gegengeraden war ein Ausbau mit Bänken und Graswall zu sehen. Außer dem Panorama gibt es da nichts spektakuläres zu berichten.

Aber bei einem Spiel wie diesem, wo auf beiden Seiten sehr großer Einsatz und Wille zu sehen war, kann man da auch schon mal darüber hinwegschauen. Und somit waren wir nach 90 Minuten wieder um ein gutes Spiel reicher und Hundchen hatte seinen Länderpunkt.

Zurück am Campingplatz wurde der Tag mit eine paar Groundbieren und TV Berieselung verabschiedet.

 

                                                   Tag 3 Montag 30.09.13

Heute sollte es keinen Fußball geben, da die Fahrt zum Lake Bled in Slowenien bevor stand. Diese wurde nach dem Frühstück ohne Probleme gemeistert, so das wir gegen 15 Uhr auf dem Camping Bled ankamen. Auch hier waren die Formalitäten an der Rezeption schnell und mit großer Freundlichkeit erledigt.  Auch hier konnten wir uns unseren Platz wieder selbst wählen. Dieses haben wir dann mit Bedacht getan, so das sich unser kleiner roter Freund auch gleich wohl fühlen konnte.

Der Aufbau wurde so gut es geht erledigt, da es hier den ganzen Tag geregnet hatte war es extrem matschig.

Aber die Lage des Platzes war absolute Weltklasse !!

Nun aber war es an der Zeit Grillgut und einheimisches Bier für den geplanten Grillabend zu besorgen. Das erledigten wir im nahen Lesce, da gab es massig Auswahl an heimischen Grillwaren, so das die Auswahl doch schwer fiel.

Nach dem anstrengenden Einkauf war es an der Zeit den See und die Umgebung zu erkunden. Auf einer Bank am See genossen wir ein erstes Bier für heute, bis unsere Tourbegleitung vom Steg aus in den See fiel. Das Tierchen war nun klatschnass und musste zurück zum Wohnwagen gebracht werden, um vom Frauchen trockengelegt zu werden. Die sollte allerdings nicht sein letzter Absturz sein. Nach dem dann auch noch ein paar Biere und das Grillzeugs vernichtet waren, sollte dieser Tag dann auch ein Ende finden.

 

                                                        Tag 4 Dienstag 01.10.13

Für den ersten Aufreger des Tages, sorgte abermals unser treuer Freund Giszmo. Dieser hatte sich auf der morgendlichen Runde mit seinem Frauchen am See, eine Beisserei  mit einem einheimischen Artgenossen geliefert. Irgendwie wurde er von seinem Gegner angegriffen (Terrier!) so das er dachte jetzt muß er sich doch mal wehren und der kleinen Bestie mal zeigte wo der Hase lief;-)und es dem Saarländer nur mit großer Mühe möglich war die beiden Kontrahenten zu trennen. Der Aufruhr vom Frauchen seines Gegners war dann natürlich groß, da er aber nicht angefangen hatte und er den Kampf auch klar für sich entschieden hatte sowie auch keinerlei Blesssuren davongetragen hatte entschloss sich der Saarländer zur Flucht vor der gerufenen Polizei (1312!). Und das alles noch vor dem Frühstück.

Aber heute sollte auch endlich wieder ein Spiel auf dem Programm stehen. Vorher sollte aber noch etwas Sightseeing stattfinden. Wir fuhren über den Loiblpass bis zur Tscheppaschlucht, wo unser Begleiter auch seinen Auslauf bekommen sollte. Der Weg entlang des Baches, der sich seinen weg ins Tal suchte war bei dem Wetter echt schön, aber durch sein stetiges auf und ab aber auch eine Herausforderung.

Am Parkplatz machte Giszmo noch Bekanntschaft mit mehreren Lamas, diese konnte er anscheinend gar nicht einordnen und schaute sie total verwirrt an.

Nun wurde es auch Zeit unseren Weg nach Fürnitz fortzusetzen, den wir aber in Villach nochmals unterbrechen mussten. Ich hielt am Lindenstadion in Villach, wo ich mir das Stadion anschaute und Giszmo seine DNA verteilte.

Jetzt war es geschafft und wir waren in Fürnitz am Lederersportplatz.

Es ist zwar nicht meine bevorzugte Art einen Ground zu machen, aber wenn sonst absolut nichts anderes möglich ist muss man unter der Woche eben auch mal um 16,30 Uhr ein Jugendspiel mitnehmen. Wenn dann C-Jugend dennoch im Rahmen der mir selbst gesetzten Grenzen liegt, soll es auch an mir nicht scheitern.

Ausserdem versprach der Ground nach meinen Recherchen auch einiges.

 

                                                     ASKÖ Fürnitz vs. SC Magdalen

Und so kam es das wir dem Wettkampf der Jugendmannschaften des ASKÖ Fürnitz und des SC Magdalen beiwohnten.  Auf zwei Seiten gibt es einen Rasenwall, auf der Gegengeraden mit Holzbänken, die auch auf der Sportheimseite zu finden sind. Wie schon von mir vermutet ist es der Lederersportplatz durchaus wert gemacht zu werden. Das Panorama ringsherum tat sein übriges dazu bei. Das Spiel wiederum war nichts besonderes, da hatte ich ohnehin nicht viel erwartet, und Endete mit 1-4 für die Gäste. Erwähnenswert wäre vielleicht noch der Nachbar, der ständig mit seinen Riesenhunden am Zaun vorbeilief, so das wir wiederum mit unserem Kameraden ausweichen mussten. Da dieser ja immer recht ungestüm auf manche seiner Artgenossen reagiert, was das hoppen mit ihm nicht gerade einfacher gestaltet.

 

Nach Abpfiff ging es über den Wurzenpass zurück nach Slowenien, auf der Passhöhe an der Grenze machten wir noch einen Zwischenstopp am Intershop, wo man zollfrei einkaufen kann.

Spektakuläre Neuanschaffungen blieben aber aus.

Zurück am Campingplatz entschlossen wir uns wegen des einsetzenden Regens dann doch das Vorzelt aufzubauen, um nicht am nächsten Morgen im Schlamm zu stehen. Der Tag wurde abermals mit einem Griller und Bieren beendet.

 

                                                    Tag 5 Mittwoch 02.10.13

An diesem Morgen empfing uns dennoch die Sonne, was bis dato auf dieser Tour eher Seltenheitswert hatte. Nach ausgiebigem Frühstück im Freien, ging es los mit unserer geplanten Bergfahrt. Da am Nachmittag ein weiteres Spiel anstand war auch keine Zeit zu Verlieren. Zunächst ging es rauf auf den Vrisic Pass, wo wir eine kleine Bergwanderung machten. Diese wurde bei bestem Wetter mit einem grandiosen Ausblick belohnt. Auch Giszmo fühlte sich hier oben pudelwohl, obwohl er anfangs so seine Probleme hatte mit dem hochalpinen Terrain.

Auch dieses mal hatte er wieder eine lustige Begegnung und zwar mit einer kompletten Schafherde die hier frei herumlief und Hundchen ganz schön verwirrten:-)”Was, Wer seid ihr denn:-)?”

Nun wurde es auch langsam Zeit um den Rückweg anzutreten um pünktlich in Lesce zu sein. Dort wartete das Pokalspiel der A Junioren von NK Sobec Lesce gegen NK Naklo auf uns. Auch hier galt lieber ein Jugendspiel als gar kein Kick, wenn auch manche mir hier das wieder vorwerfen werden. Anstoß sollte um 16 h sein, mit leichter Verzögerung begann das Spiel. Auf dem Rückweg wollte ich mir eigentlich noch Jessenice anschauen, aber schon beim durchfahren wurde klar, das es hier nicht viel zu sehen geben würde. Bei Jessenice handelt es sich um eine Industriestadt die ihre besten Tage bei weitem hinter sich hatte. Somit musste die Besichtigung ausfallen und wir fuhren direkt zum Ground des Tages.

 

                                            NK Sobec Lesce vs. NK Naklo

                                                          Stadion Centra

Das Spiel war überraschend gut, und Naklo konnte es knapp mit 2-3 für sich entscheiden und somit in die nächste Runde des Verbandspokales einziehen. Das Stadion war nichts besonderes, ein umzäuntder Sportplatz mit einem Graswall auf der Sportheimseite.

Darauf stand eine kleine Tribüne, die Gegengerade und die Hintertorseiten hatten nichts zu bieten. Warum das Teil im Informer steht kann ich nicht sagen, aber mangels Auswahl an diesem Tag will ich auch nicht maulen.

Nach Abpfiff der Partie ging es zurück zum gut 5 Kilometer entfernten Campingplatz, wo es Nudeln und Pils geben sollte. Beides war Lecker, und der Tag somit beendet.



                                               Tag 6  Donnerstag 03.10.13

Heute sollte ein ganz besonderer Tag sein, denn heute feierte meine Holde ihren 40sten Geburtstag. Daher wollten wir den heutigen Tag ganz entspannt angehen, Fußball stand auch keiner an. Nach einem sehr gechillten Frühstück kamen wir zum ersten TOP für heute, wir wollten uns die Vintgar Klamm etwas genauer ansehen. Diese wurde überall als äusserst sehenswert angepriesen.

Der Parkplatz bei Podhom liegt etwas abseits im Wald und ist mangels Beschilderung etwas schwierig zu Finden. Zum eigentlichen Eingang zur Schlucht kommt man über einen ca. 300 Meter langen Waldweg, auf dem sich schon andeutet was einem erwartet. An einem unserer Holzhäuschen ist ein geringer Obolus zu entrichten, danach wird einem der Zugang zur Klamm gewährt. Unser Hund durfte auch mit, allerdings unter der Auflage das er nirgendwo hinkacken würde. Wer unseren Begleiter kennt weiss das dies keinesfalls ausgeschlossen werden konnte, aber lassen wir es mal daraufankommen…

Anfangs noch relativ breit geht der Weg entlang der immer tosenderen Radovna Talwärts hinein in die Klamm. Dieses Schauspiel der Natur muss man gesehen haben, mich erinnerte es irgendwie an die Plitvicer Seen in Kroatien.

Fortan windet sich die Radovna durch eine Schlucht in der an der schmalsten Stelle kaum Tageslicht kommt. Die Wegführung über Holzstege und Brücken direkt über den Fluss und die Wasserfälle kann man nur als Abenteuerlich bezeichnen. Unser allseits beliebter Deutscher TÜV würde hier wohl die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und einen Nerven Zusammbruch bekommen. Die Stege wackelten teilweise wie Kuhschwänze und machten nicht unbedingt einen sehr sicheren Eindruck.

Am anderen Ende der Schlucht, am sozusagen maximal entferntesten Punkt zum Auto, lies es sich unser Mitstreiter auch nicht nehmen wiedereinmal auf abenteuerliche Weise auf einem Baumstumpf sein Geschäft zu verrichten.

Da lag er nun der Mount Everest der Hundehaufen und er musste weg, nur einen Mülleimer habe ich auf dem ganzen Weg hierher nicht gesehen.

Ich brauchte die beachtliche Anzahl von 5 Kotbeuteln bis das Teil halbwegs sicher verpackt war.

Nun durfte das Geburtagskind die warme müffelnde Ladung die noch gut 3 Kilometer zurück durch die Schlucht bis zum Auto zu transportieren. Trotz fünffacher Verpackung stank dieser Haufen bis zum Himmel, so das ich einen gepflegten Abstand zu beiden halten musste;-).

Lustig war auch das der ein oder andere Wanderer der uns entgegenkam die Nase rümpfte als er an den zwei vorbeilief.

Nachdem das Paket am Parkplatz endlich entsorgt war, überlegten wir was wir noch so anstellen wollten heute. Wir kamen zu dem Schluss uns die Innenstadt von Krainburg (Kranj) anzusehen, dies fiel ja bei unsrem ersten Besuch ein paar Jahre zuvor ins Wasser.

Ganz so spektakulär wie erwartet war es dann doch nicht, ein paar alte Häuser und eine größere Kirche, das war es im großen und ganzen. So das unser Besuch eher kurz ausfiel, und wir uns somit dem Einkauf für die abendlichen Feierlichkeiten anlässlich des Saarländers Geburtstagfestes widmen konnten.

Der Grill wurde angeschmissen und ordentlich mit allerlei Köstlichkeiten bestückt. Es wurde sich an Bier und Fleisch gelabt bis nichts mehr ging, Hundchen und Frauchen waren nach diesem Tag dann auch total erledigt. So das manche aus unsrerer Reisegruppe ein Jahr älter als vorher zeitig den weg ins Land der Träume antraten.



                                                      Tag 7  Freitag  04.10.13

Der heutige Freitag fing nach dem Gelage am Vorabend sehr entspannt an, erst am Nachmittag zogen wir los um eine weitere Tour in die Berge zu machen. Wir fuhren über Kransjka Gora nach Tarvisio in Italien und von dort über eine Paßstraße nach Villach in Österreich.

Wobei die Strecke auf der Landkarte viel spektakulärer aussah als sie in Wirklichkeit ist.

Und es somit bei einem Fotostop auf der Strecke blieb. Die dadurch gewonnene Zeit wollten wir in einen Spaziergang auf dem Würzen Pass Investieren. Bei der Fahrt über den selben Pass ein paar Tage zuvor, fiel mir ein Schild auf das einem aufforderte ein Bunkermuseum zu besuchen und genau dieses steuerten wir nun an um es einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Vom Parkplatz an der Passtrasse musste man einen ca. 500 Meter langen Waldweg erklimmen um zum Eingang der Anlage zu gelangen.

Oben angekommen wurden wir freundlich vom Betreiber des Museums in Empfang genommen. Dieser entpuppte sich als letzter Kommandant der Anlage aus dem Kalten Krieg und konnte somit wichtige Infos zum Bunker liefern. Er beschrieb uns genau die Funktion und die taktische Bedeutung des Areals, sehr Interessant und empfehlenswert. Auch unser kampferprobter rothaariger Begleiter durfte mit hinein, aus purer Freude darüber platzierte er eine Tretmine direkt vor dem Eingang.

Die Anlage wurde zwischen 1963 und 1995 erbaut und 2002 stillgelegt. Die Stellung besteht aus mehreren Bunkern mit Geschützen die meist aus alten Panzern gebastelt wurden, einer wurde sogar komplett in Beton eingegossen. Auch mehrere Geschützattrappen sollten den potentiellen Gegner abschrecken, ob damit im V Fall wirklich ernsthaft jemand hätte aufgehalten werden können möchte ich stark bezweifeln.

 

Auch unser Hund hatte wieder die unheimliche Begegnung der dritten Art nämlich mit ein paar Schafen die er wohl so schnell nicht vergessen wird, wollte ihm doch ein Schaf eine Kopfnuss verpassen. Er war davon so verwirrt das er nach kurzem verwirrtem Blick einfach weiter lief.

Nun war es aber an der Zeit wieder langsam aber sicher an den vermeintlich sportlichen Höhepunkt des Tages zu denken.

 

                         NK Sencur vs. NK Radomlje  3-0   2. SNL  Sportni Park Sencur

 

Nach stressiger Anreise, da meine Navi 2mal ordentlich daneben lag, kamen wir mit einer sogenannten Punktlandung am Stadion in Sencur an. Als wir vor dem Stadion aus dem Auto stiegen Pfiff der Schiedsrichter die Partie mit Verspätung an.

Selten zuvor freute ich mich über eine Verspätung mehr als in diesem Moment.

Eine weitere Minute später war der Ground geentert. Wie es sich von aussen schon andeutete war dies hier ein sehr unscheinbares Teil von einem Stadion.

3 Seiten waren gar nicht zugänglich für Zuschauer, und nur durch einen Zaun von der Strasse getrennt. Lediglich auf einer Seite stand eine kleine Tribüne die aber im oberen Bereich auch nicht zu gebrauchen war da alle Sitzschalen heruntergerissen waren und daneben auf der Wiese lagen.

Dies hinderte aber ein paar Verrückte keinesweges daran sich trotzdem von der Stahlrohrkonstrruktion aus das Spiel zu betrachten.

Sportlich schienen die Rollen auch vorher verteilt zu sein, Sencur war mitten im Abstiegskampf und für Radomlje ging es um wertvolle Punkte im Aufstiegsrennen. Der Spielverlauf war aber ein ganz anderer und der Underdog schlug den Aufstiegskandidaten völlig verdient mit 3-0 und darf sich berechtigte Hoffnung machen auch in der kommenden Saison wieder in der 2. Liga kicken zu dürfen.

 

Zum Stadion kann man abschließend nur sagen, typisch slowenischer Rotz, hier ein halbwegs anständiges Stadion zu finden ist schon eine gewisse Herausforderung. Nach dem die letzten Bilder eingetütet waren und der Schiedsrichter das Spiel beendet hatte, ging es die 30 Kilometer zurück zum Wohnwagen wo wir ohne große Umwege direkt in die Kojen hüpften.



                                                    Tag 8  Samstag 15.05.13

Am heutigen Morgen wurde mal wieder dem Müßiggang gefrönt und erst gegen Mittag brachen wir auf zur Stadtbesichtigung nach Ljubljana.

Diese Stadt wird ja desöfteren mit Prag verglichen, wir waren gespannt. Das geplante Fussballspiel am späten Nachmittag machte den Terminplan für heute auch noch richtig eng.

Auf der Autobahn, kurz vor Ljubljana, fiel mir ein kleines Stadion ins Auge. In dem kleinen Teil direkt neben der Autobahn waren gerade zwei Mannschaften beim warmlaufen.

Hmm gut, beide Spiele waren zeitmäßig auf keinen Fall machbar und über den anderen Ground wusste ich absolut nichts. Nach kurzen Nachforschungen stellte sich heraus das dieses Kleinod sogar im Informer verzeichnet ist, somit fiel die Entscheidung diesem hier kurz bevorstehendem Spiel beizuwohnen. Nun mussten wir nur noch den Weg von der Autobahn zum Stadion finden, das war etwas schwierig aber natürlich lösbar. Am Stadion mussten wir noch 20 Minuten warten, dann war es soweit und das Spiel

 

                                             NK Arne Tabor 69 vs. NK Domzale

 

begann mit voller Wucht.

Das Stadion Maksov Gaj hatte eine kleine Tribüne zu bieten die auf einer Anhöhe steht und hinter dem Tor gab es noch eine Überdachung am Sportheim, die anderen Seiten waren ohne Ausbau. Sagen wir es mal so, es gibt in Slowenien viel schlechteres was man machen kann.

Das Spiel selbst war für ein B-Jugend Kick weitestgehend in Ordnung, über weite Strecken sogar richtig gut. Das Spiel ging auch verdient mit 0-1 an die Gäste aus Domzale.

 

Nach dem Abpfiff des gut agierenden Schiedsrichters, fuhren wir in die Innenstadt von Ljubljana. Nach einer Ehrenrunde fand ich auch den perfekten Parkplatz unterhalb der Burg.

Die Altstadt ist wirklich sehr schön mit ihren Plätzen und Brücken und absolut sehenswert, aber hält meiner Meinung nach dem Vergleich mit Prag nicht ganz stand. Nach ausgiebigem Rundgang in der Stadt, verzichtete meine Angetraute auf eine Erklimmung der Burg.

Mit diesen neuen Erkenntnissen fuhren wir zurück nach Bled wo wir am Abend mit ein paar slowenischen Pivos Abschied nahmen, denn morgen ging es langsam wieder Richtung Heimat.



                                                    Tag 9 Sonntag 16.05.13

Der Abbau unseres Lagers ging wie gewohnt zügig von der Hand, so das wir zeitig aufbrechen konnten. Die Fahrt verlief bis auf einen üblen Stau vor Salzburg ereignislos, doch dieser zwang uns von der Autobahn abzufahren und über Landstrassen zu gondeln.

Dennoch waren wir zeitiger als geplant auf dem Campingplatz Kur Max bei Bad Füssing angekommen. Die Anmeldung und Platzwahl ging auch so schnell, das unser Wägelchen schon 25 Minuten nach Ankunft perfekt stand.

Das Wetter war gut und somit stand einer Besichtigung des Stadions vom SV Ried, dessen Name ich hier nicht nennen möchte da viel zu lang, nichts mehr im Wege.

Da uns weder das Stadion, noch die Stadt vom Hocker gehauen hat, fuhren wir zurück Richtung Deutschland. Spiele hatte ich keine auf dem Zettel weil ich in Slowenien mangels Internet nicht nachschauen konnte, daher sah es eher nach einem chilligen Abend auf dem Campingplatz aus. Doch da war er auf einmal, der Sportplatz auf dem ein Spiel stattfinden sollte. Wieder einmal hat Kommissar Zufall geholfen, auch wenn eigentlich nichts geplant war für heute wurde spontan gestoppt. Das Spiel war laut Anzeigentafel schon 20 Minuten am laufen, aber egal es stand 0-0 und ich war motiviert.

 

                                            SV Aurolzmünster vs. Union Reichersberg

Ich enterte dierekt das schmucke “Antiesenstadion”, meine zwei Begleiter verschwanden erstmal im Wald. Unser Hund hatte den Drang sich zu entleeren und das ist nicht verhandelbar.

Der Sportplatz war gut ausgebaut, der Hintertorbereich am Eingang mit Stufen.

Rechts davon die Gegengerade ebenfalls mit Stufen und Bänken, zur Mittellinie hin sogar überdacht. Auf der anderen Seite war lediglich ein Graswall und hinterm Tor eine einsame Anzeigentafel wie sie in Österreich ja schon fast standart ist. In einer Ecke befand sich der Imbiss mit angrenzendem “VIP” Bereich, ausgestattet mit Polstersesseln und Markiese. Sehr lustig…

Eine gelungene Anlage, die ca. 1500 Besuchern Platz bietet, an diesem Nachmittag waren vielleicht 150 zugegen.

 

Das Spiel war kampfgeprägt, aber nicht wirklich gut. Die Hausherren mühten sich redlich um die 3 Punkte zu sichern. Als niemand mehr daran glauben wollte erzielte der Gastgeber in der Nachspielzeit doch noch das viel umjubelte 1-0, glücklich aber dennoch nicht unverdient.

Nach diesem doch noch durch Zufall gefundenen Spiel wurde am Abend zur Feier des Tages abermals der Grill angeworfen und bei bestem Wetter im Freien gespeist und natürlich auch getrunken.



                                                         Tag 10 Montag 7.10.13

Auch an diesem Morgen war es sonnig und warm, so das ein Frühstück im Freien möglich war.

Einen Plan was wir heute machen wollten hatten wir noch nicht, auch ein Fußballspiel war nicht geplant. Nach langen hin und her überlegen kamen wir zu dem Entschluss nach Passau zu fahren.

Zuerst wurde eine Metzgerei aufgesucht, in der wir bei einer vorherigen Tour sehr schmackhafte Käsekrainer gekauft hatten. Auch dieses mal kauften wir wieder diese göttlichen Würstchen, da wir diese am Abend direkt auf den Grill hauen wollten.

Nun konnten wir ganz entspannt Richtung Innenstadt aufbrechen, dort war von den Flutschäden der Jahrhundertflut die ein paar Wochen zuvor hier gewütet hat, nur vereinzelt noch etwas zu sehen, ansonsten war wieder alles Top in Schuss.

Die Altstadt von Passau ist wirklich etwas besonderes, am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz gelegen. Daher auch als Dreiflüssestadt bekannt. Gemütlich schlenderten wir durch die Strassen und Gassen….tolle Stadt.

Zurück am Campingplatz setzten wir uns nun den letzten Sonnenstrahlen des Tages aus, und liefen vor zum Inn. Eigentlich hatte der Saarländer keine Lust mehr soweit zu laufen. Ich konnte Sie aber mit der Aussicht auf ein kaltes Dosenbier am Fluss noch überzeugen.

Nach der Rückkehr von unsrem kleinen Ausflug heizte ich den Grill an um unsrer in Passau erworbenen Würste ihrer Bestimmung zu übergeben.

Das Tagwerk war vollbracht, und die Lichter gingen aus…



                                                         Tag 11  Dienstag 8.10.13

Der heutige Tag stand vorerst im Zeichen des Saarländers und unseres treuen Gefährten, denn Sie wollte unbedingt nach Salzburg um Gut Aiderbichl zu besichtigen. Den meisten dürfte es nun so gehen wie mir, und fragen sich gut,  was ??

Aber in diesem Fall war es eine wirkliche Bereicherung meines Wissens!

Dahinter verbirgt sich eine Tierschutzorganisation die Tiere aufnimmt, die sonst niemand mehr haben möchte.

 

Hauptsächlich handelt es sich hier um Kühe, Pferde, Schweine aller Art und Ziegen. Aber auch ein paar Exoten sind dabei. die meisten der Viecher laufen frei herum, da hatte Giszmo seine wahre Freude daran. Konnte er doch mit den meisten der hier anwesenden nicht viel anfangen, man konnte förmlich die Fragezeichen über seinem Kopf sehen.

Für 9 Euro pro Nase wurde einem Zugang gewehrt, hört sich viel an ist aber gut investiertes Geld, da es ja dem Tierschutz dient. Die armen Kreaturen bekommen hier für den Rest ihres Lebens einiges geboten, das ist absolut in Ordnung.

Mein Favorit hier war ein Hängebauchschwein, das sich den Namen redlich verdient hatte. Dieses lief uns überall hinterher und furzte, herrlich!

Nach dieser Erfahrung fuhren wir noch auf den Gaisberg oberhalb von Salzburg, in der Hoffnung trotzt des Nebels irgendetwas zu sehen. Das war aber leider nicht so, bei der Suppe war keine Fernsicht möglich. Somit der klassische Griff ins Klo.

So ging es dann auch direkt wieder nach unten, wir hatten ja auch noch etwas vor.

Bei nicht ganz optimalen Bedingungen besuchten wir noch die Schulsportanlage in Pocking.

 

                                              SV Pocking vs. SG Kellberg

Der Platz lag an diesem Abend gespenstisch im Nebel, das Flutlicht schaffte es gerade so den Platz halbwegs auszuleuchten.

Dort wurde das B-Junioren Spiel der Kreisliga Passau überpünktlich angepfiffen.

Diese eigentliche Leichtathletik Anlage wird so weit ich weiss nur von der Jugendabteilung des SV Pocking benutzt. Der Ground hat aber einiges zu bieten, da hatte man zuvor schon einiges gemacht das schlechter war. Auf der Eingangsseite ist ein überdachter Stehbereich und davor einige Reihen mit Sitzplätzen. Rechts davon gibt es noch einige Stehtraversen und hinter einem der Tore kann man das Spiel von einem Graswall mit Bänken aus beobachten.

 

Das Spiel verlief spannend bis zum Ende wo man sich schieidlich friedlich mit einem 4-4 voneinander verabschiedete. Da es heute für die Jahreszeit mit ca. 6° Celsius empfindlich kalt war fieberten wir dem Abpfiff gewissermaßen entgegen. Dementsprechend waren wir froh als der Schiri abpfiff und wir endlich ins warme konnten.

Zurück am Wohnwagen gab es noch eine warme Mahlzeit und danach TV Berieselung, ja wirklich der Fernseher funktionierte auf dieser Tour bislang einwandfrei. Man soll es kaum glauben, aber irgendwie ist es mir gelungen die Technik auszutricksen.



                                                      Tag 12  Mittwoch 9.10.13

Dieser Tag heute sollte der letzte in Bad Füssing sein, da wir in den letzten Tagen eigentlich alles in der näheren Umgebung gesehen hatten was uns so interresiert. Daher blieben uns nicht allzuviele Möglichkeiten was wir heute so treiben konnten.

Die Wahl fiel auf Braunau am Inn, sollte man mal gesehen haben dachte ich mir. Die Stadt an sich präsentierte sich ordentlich und aufgeräumt, typische österreischiche Kleinstadt eben.

Kaum zu glauben das an diesem Ort einmal ein ganz übles Kapitel der deutschen Geschichte angefangen hat. Sogar einen Dönerladen gibt es hier lustigerweise.

 

Die Stadtbesichtigung war relativ schnell erledigt, daher ging es noch in einen Supermarkt um uns mit  einheimischen Lebensmitteln einzudecken die wir auf diversen Touren durch das Alpenland liebgewonnen haben.

Zurück am Campingplatz entspannten wir noch bei Kaffee und Kuchen, bevor es zum um 17h angesetzten Nachholspiel gehen würde.

Am Stadion in Schärding angekommen, sah es aber gar nicht nach Fußball aus. Keine Tore, keine Fahnen, keine Linien. Auch ansonsten war der Platz verwaist, also hier findet in 30 Minuten sicherlich kein Spiel statt das war klar. Jetzt war guter Rat teuer!

Als erstes suchte ich einen Supermarktparkplatz im Schatten, dort machte ich mich umgehend via Smartphone auf die Suche nach Ersatz. Und tatsächlich fand ich ein anderes Spiel, gesegnet seien die Modernen Zeiten.

Nun kam aber die nächste Herausforderung, nämlich die gut 30 Kilometer über Landstrassen zügig zu absolvieren, den in Altheim sollte um 18h angestossen werden. Mit leichter Verzögerung kamen wir am Stadion an, diese war aber zu verkraften.

 

                             SK Altheim vs. SPG Obernberg Antiessenhof Reichersberg

Was soll ich sagen? Alles richtig gemacht, eine echte Perle dieses Aachstadion. Große vollüberdachte Haupttribüne, die Gegengerade mit Rasenwall und vielen Bänken.

Hinter beiden Toren ebenfalls ein Rasenwall, auch das Flutlicht das nun erstrahlte wusste voll zu überzeugen. Echt schöne Anlage mit allem was dazu gehört.

 

Für ein weiteres Highlight sorgte unser Hund, der mehrfach eine Katze auf einen Baum jagte. Immer wenn das arme Tier wieder vom Baum runter wollte, scheuchte er sie wieder hoch.

Auch das Spiel hatte einen großen Unterhaltungswert, es fielen reichlich Tore auf beiden Seiten.

Beide U16 Mannschaften agierten mit offenem Visier wie man so schön sagt, und schenkten sich nichts. Das lustige Treiben auf dem Platz endete mit 3-4 für die Gäste. Für den neutralen Fußballfan wie mich ein Fest, für so manchen Elternteil unter den 30 Zuschauern offensichtlich eine Tortour.

Ein doch noch perfekter Abend, der am Wohnwagen noch mit Gerstensaft gefeiert wurde.

Nach diversen Bieren baute ich noch Souverän das Vorzelt ab, ohne größere Schäden anzurichten. So konnte es am nächsten morgen bei Zeiten losgehen.

 

                                            Tag 13 Donnerstag 10.10.13

Frühzeitig wurde heute gefrühstückt, eine weitere Etappe Richtung Heimat stand heute an.

Also Hund ins Auto, Hänger dran und ab auf die Piste, wo wir ohne Probleme bis nach Simmershofen im Frankenland vorstießen. Den da war das auserwählte Camping Paradies Franken, der Platz wurde 2008 neugebaut und machte direkt einen sehr guten Eindruck.

Nach sehr entspannten Check Inn, waren wir mit dem Aufbau schnell durch. Für die letzten 2-3 Nächte verzichteten wir auf den Aufbau eines Vorzeltes.

Der Platz bietet unparzelierte Stellplätze auf einer Wiese, zu dem Zeitpunkt war an Schatten nicht zu denken. Die Bäume waren noch recht klein, zu dieser Jahreszeit aber nicht wirklich relevant. Die sänitären Anlagen nagelneu und super sauber, auch eine Gaststätte ist vorhanden die mit reichlich Auswahl aufwartet. Für den Preis von 16 Euro, bezahlt mit Campingcheque, ein Top Preisleistung Verhältnis. Die sehr ruhige Lage hier mitten im nirgendwo ist sicher nicht jedermanns Sache, für uns aber perfekt.

Am Abend hatte ich sogar ein Spiel im A-Jugend Pokal Würzburg um 18,30h gefunden, die Zeit reichte locker noch um vorher einzukaufen.

Nach Bewältigung dieser Aufgabe machte ich mich diesemal alleine auf den Weg nach Martinsheim. Der Saarländer bevorzugte bei dem Wetter es sich im Wohnwagen vor dem erneut einwandfrei funktionierendem Fernseher gemütlich zu machen. Auch der Hund wollte nicht so recht vor die Tür. Der wahre Groundhopper ist hart gegen sich selbst und stellt sich dem Schmuddelwetter. Allerdings war der Sportplatz in Martinsheim leerer wie es kaum geht, was ist nun schon wieder los? Absage, Verlegung oder sonst was?

Da es sich um eine Spielgemeinschaft handelt ging ich davon aus das wenn überhaupt gespielt wurde dann wahrscheinlich in Marktbreit. Andere Alternativen hatte ich eh nicht, also los nach Marktbreit. Solche Sachen liebe ich, zumal der Hartplatz in Martinsheim einen guten Eindruck machte. An dieser Stelle möchte auch mal meinem Unmut gegenüber dem bayrischen Fussballverband Luft machen.

Liebe Bayern, wäre es nicht vielleicht möglich den Spielort bei Fussball.de bekanntzugeben?

Es wäre sicherlich für viele meiner Zunft einfacher in eurem Bundesland in Sachen Fussball etwas zu planen. Eure Verbandsseite ist sicherlich gelungen, aber in Sachen Spielansetzungen einfach nur  Kacke!

Hilft aber alles nichts, also weiter in Richtung Marktbreit, wo ich nach längerer suche, mangels Adresse dann schließlich doch noch fündig wurde.

 

                        10.10.13 FG Marktbreit Martinsheim vs. JFG Maintal

Wenn es schon so anfängt, kann es nur so kommen wie es kam. Das Spiel fand auf dem Nebenplatz statt, da der Hauptplatz kein Flutlicht hatte. Der Nebenplatz hatte keinerlei Ausbau aufzuweisen, war dafür aber ein Rasenplatz. Manche Ansetzungen werde ich nie verstehen.

Das Spiel hatte keinerlei spielerisches Niveau, so das ich zu dem dargebotenen hier nichts weiter zu berichten habe als das Endergebnis von 0-3.

Dafür verkostete ich beim Essen das nach meiner Rückkehr auf mich wartete noch ein paar einheimische Biersorten. Somit war dieser Tag gehalten.

 

Tag 14 Freitag 11.10.13

Am nächsten Morgen regnete es immer noch, keine guten Aussichten für unsren geplanten Trip nach Würzburg. Vorher ging es aber noch nach Rothenburg ob der Tauber, da der Saarländer dort auch noch hinwollte.

Heute konnte man auf keinen Fall auf den Schirm verzichten bei der Besichtigung. Da Rothenburg hinlänglich bekannt sein dürfte, verliere ich diesbezüglich keine großen Worte dazu. Nur soviel, nach 1,5 Stunden machten wir uns mit nassem miesgelaunten Hund im Gepäck auf den Weg nach Würzburg.

Auch dort, in dieser schönen Stadt herrschte natürlich dasselbe Scheißwetter. Das durchstreifen der Altstadt und der Fußgängerzone machte auch recht wenig Spaß heute.

Wir beschlossen zurück zum Campingplatz zu fahren und irgendwann bei besserem Wetter noch mal wiederzukommen.

Kaum zurück am Campingplatz, riß der Himmel auf und die Sonne kam zum Vorschein.

Trotzdem machte ich mir Kummer wegen des anvisierten Kicks am Abend, laut Internet war noch nichts abgesagt, aber das hat wie wir wissen ja nichts zu sagen.

Also machte ich mich abermals alleine auf den Weg nach Eibelstadt.

 

                                11.10.13 1. FC Eibelstadt vs. SV Tückielhausen Hohestadt

Dieses mal war der Ground gleich gefunden, aber dafür war auch frühzeitig klar das wieder auf dem Nebenplatz gespielt werden würde. Was mich bei dem Wetter aber nicht wirklich überraschte.

Wobei hier war ein wenig mehr Ausbau als gestern vorhanden, es gab ein paar Grashügel von denen aus man das Spiel verfolgen konnte. Außerdem besorgte das Flutlicht und die Dämmerung ein Klasse Licht zum Bilder machen. Somit war das Spiel erstmal nebensächlich.

Auch wenn es sich nur um die 2. Mannschaften handelte, lieferten beide Teams ein sehr gutes Spiel ab. Die Gäste konnten das ganze mit 3-4 für sich entscheiden.

Da es aber gegen Ende Spiels wieder anfing zu regnen, war ich extrem dankbar als der Schlusspfiff ertönte.

Manchmal wünschte ich mir doch als mal über meinen Schatten springen zu können, und bei solchen Begegnungen auch einfach mal zu Hause zu bleiben. Irgendwie fahre ich dann auch solche höchst zweifelhafte  Partien an, in der Angst dann doch etwas zu verpassen.

Endlich zurück im warmen Wohnwagen gab es leckere Spaghetti und reichlich Bier zum runterspülen. Dabei kamen wir zu dem Entschluß, das wenn es morgen auch wieder regnen sollte, das wir einen Tag früher nach Hause fahren würden.

Schon in der Nacht prasselte der Regen weiter unaufhörlich auf das Dach des Wohnwagen, so das mir da schon klar wurde, das wird hier nichts mehr.

 

                                                   Tag 15 Samstag 12.10.16

Auch am morgen schüttete es weiter, so das wir nach dem Frühstück unser Krempel zusammenpackten und die Heimreise antraten. Die Fahrt verlief bis auf den Dauerregen ereignislos.

Als Fazit bleibt zu ziehen das diese Tour bei weitem nicht die Beste war, allein Fußballtechnisch eher unterdurchschnittlich. Manche Spiele waren schon recht ordentlich, was es letztendlich aber auch nicht rausreißen konnte. Dennoch war es doch ganz schön was den Rest so angeht.

Also auf ein Neues !!