Erste "Tour" im Jahr 2014

Die Planungen zum Jahresauftakt liefen schon seit Anfang Dezember, zum Jahresbeginn wollten wir wie jedes Jahr nach Frankreich zur 32. Runde des Coupe de France. Spiele in der Nähe gab es jede Menge, auch ein paar Nachholspiele waren angesetzt für das erste Wochenende des Jahres. Natürlich kümmerten wir uns auch um ein paar alternativen, falls das Wetter nicht mitspielen sollte. Dafür waren ein paar Kicks in Belgien als alternative vorgesehen.

Für Samstag hatten wir uns auf Epinal und Thaon les Vosges geeinigt, am Sonntag sollte es dann zum VC Herenthals nach Belgien gehen.

Mitfahrer waren auch schnell gefunden, so dass wir nach einer kurzfristigen über Buchung mit 6 Personen, letztendlich zu dritt auf Tour gingen. Mit von der Partie waren somit die beiden Dynamos Enni und Monti sein und natürlich meine Wenigkeit, einer lustigen Tour sollte somit nichts mehr im Wege stehen. Auf eine Übernachtung im Hotel wurde verzichtet und das notwendige Nachtlager sollte in meiner bescheidenen Hütte abgehalten werden.

Soweit war nun alles geklärt, bis freitags dann alle Nachholspiele der CFA2 abgesagt wurden, somit war der Doppler am Samstag im Arsch.

Da Enni schon in Epinal war und eigentlich nur wegen Thaon mitfahren wollte mussten wir nun einen neuen Plan Schmieden. Es wurde konferiert und recherchiert was das Zeug hielt.

Eine wirkliche Option wurde keine gefunden. Es standen letztlich SAS Epinal und RS Magny zur Debatte, Epinal hatte Enni schon, mir erging es so mit Magny. Grundsätzlich waren wir aber beide bereit den Ground nochmal zu bestätigen, somit war Monti das Zünglein an der Waage. Und dieser wollte wegen der attraktiveren Begegnung, zu meinem Glück, nach Epinal. Das Samstags Programm stand nun also Fest, also doch Coupe de France.

Für den Sonntag konnten wir dank der modernen Medien, noch ein zusätzliches Spiel am Morgen via Facebook ausmachen. Mein Dank an dieser Stelle an die werten Hopper Kollegen die ihre Erkenntnisse anderen interessierten mitteilen, es gibt ja genügend von der anderen Sorte die solche Ansetzungen für sich behalten um dann zu Prahlen was für tolle Spielplan Experten sie doch sind.

Nun denn, auch der Sonntag war damit klar und es wartete der Doppler ASE Chastre vs. RAS Jodoigne auf uns.

Am Samstagmorgen gegen 10 Uhr standen die beiden Dynamos bei mir vor dem Gartentor und begehrten Einlass. Den gewährte ich ihnen auch, wohlwissentlich daß Zäune und geschlossene Tore einen richtigen Dresdner eh nicht aufhalten würden.

Nach kurzem Plausch bei einem Kaffee in der Küche machten wir uns auf den Weg nach Frankreich. Ennis altertümliche Navigationsgerätschaft scheuchte uns 200 Kilometer, durch tiefstes französisches Hinterland und über übelste Pisten. Dadurch kamen wir mit leichter Verzögerung in unserem Zeitplan am Stadion an, da wir aber genügend Zeitpuffer eingeplant hatten war das kein Problem. Dort legten sich dann auch gleich meine Bedenken wieder, was die Kartensituation anging als ich sah dass die Kassenhäuschen geöffnet hatten und niemand davor stand. Wäre ja nicht das erste Mal gewesen dass man vor einem Ausverkauften Stadion in Frankreich gestanden hätte ohne Aussicht auf ein Ticket, aber alles gut!! Auch bei den Ticketpreisen wurde ich positiv überrascht, Moderate 8 Euro waren O.K.



04.01.14 SAS Epinal vs. Chamois Niortais FC  1-4 Coupe de France

Das Stadion hat auf beiden Seiten eine Überdachte Tribüne, wobei die Haupttribüne nicht über die gesamte Spielfeldlänge geht, wie die auf der Gegengeraden. Dafür ist das Ding aber locker doppelt so hoch. Zu meinem Erstaunen hatte sich mittig auf der Gegengeraden so etwas wie ein Fanblock Formiert, mit Zaun Beflaggung und sogar einer kleinen Choreo. Die ging aber leider total daneben, weil das Konfetti geworfen wurde als die Fahne vorm Block war und somit Niemand den Konfetti Regen sehen konnte.

Das Highlight war aber irgendwie die Hintertortribüne, dort wurde der Hang mit Baumstämmen Stabilisiert die man als Stehstufen oder Sitzplätze nutzen konnte. Bei dem heutigen Mistwetter stand aber jeder, bis auf 3 Gestalten die sich in ihren Regenponchos 90 Minuten nicht vom Fleck bewegten.  

Im Gästeblock herrschte bis zum Anpfiff eine gähnende Leere, die sich bis zum Anpfiff nicht verziehen wollte. Das war schon mehr als Peinlich, auch wenn es von Niort bis hierher gut 750 Kilometer sind, ein bissel mehr hätte es für einen 2. Ligisten schon sein können.

Wenigstens konnten wir noch einen einzigen Gäste Fan entdecken der sich hier hat Blicken lassen.

Die Gäste bekamen direkt am Anfang des Spieles einen Elfmeter zugesprochen der prompt Verwandelt wurde, somit war das Spiel auch fast schon durch. Trotzdem Spielten die Gastgeber weiterhin munter mit, ein 2 Klassen unterschied war da nicht immer zu erkennen.

Selbst nach dem 0-2 gaben sie nicht auf und erkämpften sich weiter gute Möglichkeiten.

Diese Moral wurde mit dem verdienten 1-2 Anschlusstreffer belohnt, danach war es für 10 Minuten ein richtiger Pokalfight wo nun auch das Publikum mitzog und die Mannschaft nach vorne Peitschte. Nur das Tor wollte nicht fallen und so kam es wie es kommen musste, die Kräfte schwanden dahin und die Profis machten das 1-3 und sogar noch 1-4.

Letztlich mit leichten Problemen kamen die 2. Liga Profis eine Runde weiter. Ein gutes Spiel war zu Ende, nur die geringe Zuschauerzahl passte nicht ganz so gut ins Bild.

Der einzigste Fan der Gäste feierte seine Mannschaft mit einer Schalparade und Staubte sogar noch 2 Trikots und die Handschuhe des Torwartes ab. Somit hat es sich für ihn Persönlich ausgezahlt das er als einzigster seinen Jung den Rücken gestärkt hatte.

Nach einer letzten Fotorunde, bei der wir auch noch die Nebenplätze begutachteten, machten wir uns auf den Rückweg zu meiner bescheidenen Unterkunft.

Da ich heute die seltene Gelegenheit hatte auf der Tour auch mal etwas Alkoholhaltiges zu konsumieren, da Enni den Wagen Pilotierte. Deswegen bestand ich darauf vor Antritt der Rückfahrt noch einen Supermarkt aufzusuchen, um mich mit den Französischen Biermarken noch etwas auseinander zu Setzten.

Damit wurde es für mich eine Lustige Rückfahrt, die uns wieder über holprige Landstraßen führte.

Den Abend bei mir verbrachten wir mit gesabbel über vergangene Touren, Planungen und Analyse von Bildmaterial. Natürlich durfte da das ein oder andere Bier nicht fehlen. Ein frühes zu Bett gehen war dann unerwartet obligatorisch.

Das für 6 Uhr angesetzte Frühstück konnte aufgrund Ostdeutscher Startprobleme erst gegen 7 Uhr eingenommen werden.

Mit großen Erwartungen ging es dann nach dem Frühstück in den nächsten Tour tag, der nun mit 1 Stündiger Verspätung begann. Der Wagen von Enni wurde am Mitfahrerparkplatz abgestellt, und mit nur noch 20 Minuten Puffer zum Anstoß des ersten Spieles ging es auf die Autobahn gen Belgien.

Glücklicherweise war nur wenig Verkehr, so dass wir ohne weitere Verzögerung in Chastre ankamen. Lediglich die von Enni Recherchierte Adresse war Fehlerhaft, so dass wir doch noch eine kleine Ehrenrunde durch den Ort drehen mussten. Aber dank neuester Navigationsmöglichkeiten konnte dieser Fehler schnell Korrigiert werden.

Das war knapp, aber geschafft. Die Mannschaften waren schon auf dem Platz und das Spiel wurde 3 Minuten früher angepfiffen als geplant. Perfekt, denn jede Minute zählt heute.

Auch ein weiteres uns durchaus bekanntes Deutsches Auto wurde zuvor auf dem Parkplatz gesichtet. So wurde das hier eine ganz Nette Angelegenheit, die weitestgehend verlabert wurde.

 

 

05.01.14 ASE Chastre vs. RAS Jodoigne 3-0 Brabant U21 Semi Provincial C

Der Complex Sportif de XV Bonniers des ASE Chastre Hat eine größere unüberdachte Stehplatztribüne mit einigen Wellenbrechern zu bieten, der Höhepunkt aber dürfte dann doch die Handbetriebene Anzeigetafel auf der Gegengeraden gewesen sein. Das war für so ein Dorf Ground schon eine solide Ausstattung am Sonntagmorgen.

Das Spiel hatte ein eher überschaubares Niveau, wurde aber mit maximaler Härte geführt und überforderte den Gegner des RAS Jodoigne so sehr, dass 3-0 völlig in Ordnung war.

Zur Halbzeit wärmten wir uns im Sportheim etwas auf, dort machte Dynamo mal wieder seinen Ruf alle Ehre. Auf einem Tisch standen Belegte Brötchen, die Dynamos waren in der Annahme dass man sich wohl umsonst bedienen durfte. Dem war aber nicht so, glücklicherweise nahmen es die Belgier mit Humor, so dass die beiden auch der 2. Halbzeit beiwohnen durften.

Nach Abpfiff der Partie mussten alle anwesenden Hopper direkt los um jeweils das 2. Spiel zu erreichen, die andere Truppe musste Richtung Brüssel nach Schaerbeek und wir Düsten Richtung Herentals.

Dort kamen wir Planmäßig 20 Minuten vor dem Anpfiff an und fanden direkt vor dem Stadion einen Parkplatz.

 

 

05.01.14 VC Herentals vs. K. Ternesse V.V. 6-2 Provincial Antwerpen 1

Von außen versprach das Sint Janneke Stadion schon einiges, von Innen war es dann schon der Hammer. Unterschiedliche Ausbauten, Links eine Überdachte Stehhalle über die gesamte Länge des Platzes. Rechts eine Überdachte Sitzplatztribüne mit Jeweils angrenzenden Stufen, auch die gegenüberliegende Hintertor Seite bot einige Stehstufen. Hinter dem anderen Tor das Clubheim, das ganze dann noch mit der passenden Portion Moder, einfach Herrlich.

Die Anlage hatte beim letzten Sturmtief auch wohl einige Schäden davongetragen, überall lagen abgerissene Werbebanden und Tribünenteile herum. Es sah so aus als wären die anwesenden Dynamos hier aktiv gewesen, sorry Enni aber dieser Scherz musste nun einfach sein.

Das Spiel war von Beginn an gut, aber nach der Roten Karte und  aus dem daraus resultierenden Elfmeter zum 1-0 in der 4 Minute auch sehr Einseitig.

Mit einem 3-0 mussten die Gäste des Ternesse V.V. dann in die Kabine und waren damit auch noch gut bedient.

In der Pause überkam meine Mitfahrer die Idee den V.I.P. Raum Entern zu müssen, mit dem Ergebnis das sie direkt wieder Rausgeflogen sind. Sie können es halt nicht lassen...

Die 2. Hälfte verlief dann ähnlich, der VC Herentals gewann am Ende, gegen einen völlig überforderten Gast mit 6-2. Zur Siegesfeier wurde von den Heim Fans sogar noch etwas Pyro gezündet, was bei meinen Ostdeutschen Begleitern und mir natürlich für Verzückung sorgte.

Mit dem Rauch verzogen wir uns auch wieder und traten umgehend die Heimreise an.

Diese verlief dann Störungsfrei, was auch daran gelegen haben dürfte das die beiden anderen friedlich Schlummerten.

Gegen 20 Uhr war ich wieder zu Hause und blickte auf ein gelungenes erstes Wochenende mit 3 Neuen Grounds in diesem noch so Jungen Jahr zurück.

So kann es 2014 gerne weitergehen.