Susis Geburtstagstour 2016

Der Tag der Deutschen Einheit fiel dieses Jahr vorteilhaft auf einen Montag, diese Konstellation wollte genutzt werden.

Mein Frauchen musste am Samstag noch arbeiten, somit konnte auch ich meinem Lieblings Kollegen einen Gefallen tun, damit dieser am DCU Pokal teilnehmen konnte.

Dieses Spektakel, in der im Allgemeinen unterschätzten Sportart Kegeln, gewann sein Verein Fortuna Rodalben dann auch souverän.

An der Stelle meinen recht Herzlichen Glückwunsch Markus.

Somit begann die Tour so gegen 14.30 h, mit leichter Verzögerung.

Der angestrebte Doppler war somit eigentlich nicht mehr zu realisieren. Aber egal, Hauptsache unterwegs...

Die Strecke die wir schon hundertfach gefahren waren, hatte heute allerdings einige Überraschungen bereit. Es kübelte stellenweise so, dass die meisten der Mitbenutzer der Autobahn völlig die Nerven verloren. So das ich mit Wohnwagen noch um einiges schneller war, ohne zu rasen !

Um 16.45 h kamen wir am Camping Birkelt an, Fußball technisch leider zu spät.

Direkt neben dem Campingplatz ist der Sportplatz von Larochette, das Spiel war aber schon 20 Minuten alt und wir hatten noch nicht mal eingecheckt. Also Haken dahinter, machen wir ein anderes Mal.

Das einchecken auf dem Campingplatz ging recht zügig vonstatten, so dass wir um 17h final den Wagen stellen konnten.

Vorsichtshalber baute ich das kleine Vorzelt noch auf, damit das Wetter keine allzu große Rolle spielen durfte.

Das 18 Uhr Spiel der Muhlenbach Blue Boys hatte sich somit aber auch erledigt. Damit war klar dass es zum Tour Auftakt in das Königreich Belgien gehen würde, genauer gesagt nach Habay la Vieille.

Die 50 Kilometer Anfahrt wurden souverän absolviert und mit einem total verranzten Ground belohnt. Auf der Gegenseite steht eine baufällige überdachte Steh- und Sitzplatz Tribüne, hinter dem Tor das Sportheim mit der Möglichkeit Indoor sowohl Outdoor Fußball zuschauen. Der Rest war unbebaut, oder von irgendwelchem Getier bevölkert.

Fußball in Belgien ist einfach Geil!!

Das Spiel entwickelte sich typisch Unterklassisch belgisch, Kampf Kampf Kampf und nochmals Kampf. Der Fußball blieb da eher mal wieder auf der Strecke, das ist in diesem Land aber durchaus zu verkraften. Der Kick ging mit 3-0 verdient an das Heimteam.

Nach dem Abpfiff des vermeintlich unparteiischen ging es auf den Rückweg nach Luxemburg. Da es aber am Ground überhaupt nichts zu essen gab, musste nun etwas zum kauen her.

Meine bessere Hälfte konnte dank ihrer Europaflat schnell Abhilfe schaffen😎.

Unsere Rückreise wurde in Arlon bei Maxi Frites unterbrochen. Die Frituur war der Hammer, seit einiger Zeit die Beste die wir in Belgien besuchen durften.

Vollgefressen fielen wir 1 Stunde Später in die Kojen, natürlich nicht ohne vorher noch ein “Kühles Blondes zu genießen.

Der Sonntag empfing uns mit prasselndem Regen, das war alles andere als optimal. Wir mussten nun eben das Beste daraus machen. Glücklicherweise hatten wir ja das Zelt aufgebaut. Somit wurde erstmal ausgiebig gefrühstückt und in den Tag hinein gelebt.

Mit nachlassendem Regen machten wir uns auch auf den Weg, um Frauchen einen Wunsch zu erfüllen, dieser führte uns nach Munshausen.

Hier gibt es das Freilichtmuseum Robbesscheier zu bestaunen. Hier kann man sich ein Bild davon machen wie Landwirtschaft früher wurde und heute betrieben wird. Durchaus interessant das ganze, besonders geeignet für den ambitionierten Hobbygärtner. Das Hauptaugenmerk lies mein Frauchen allerdings den Ardennern zukommen, da sie solch ein Pferd mal ihr eigen nennen konnte. Ich muss sagen auch für mich, dem Pferde im Normalfall sehr suspekt sind, war von den Tieren beeindruckt. Diese scheinen wirklich nur aus Muskeln zu bestehen.

Doch schon mal interessant so ein Freilicht Museum, nur schade das es sich schon mehr oder weniger im Winterschlaf befand.

Von hier aus ging es dann gleich weiter zum nächsten Highlight. Dem Nordderby in der 2. Liga Luxemburgs zwischen FF Norden und dem FC Wiltz. Bei diesem Spiel erhofften wir uns ein paar mehr Zuschauer als sonst üblich, diese Erwartung wurde nicht ganz erfüllt, was sicherlich am Regen hier im Norden an diesem Nachmittag lag. Vor knapp 300 Zusehern begann die Schlacht hier in Weisswampach.

Von der ersten Minute an war hier Feuer drin, und der Derby Charakter des Spiels deutlich spürbar. Die Zweikämpfe wurden gnadenlos geführt und gekämpft wurde um jeden Zentimeter Boden. Auch die Karten wurden massenhaft vergeben. Lediglich Tore wollten einfach keine fallen.

Dennoch Klasse Spiel mit Spannung bis zum Schluss. Nach Abpfiff dieses Klassikers fuhren wir noch nach Schmiede zum Knauf Einkaufszentrum. Das liegt im auf einem Acker im Nirvana des Luxemburger Nordens an der Grenze zu Belgien. Wer bloß auf so eine Idee kommt so ein Einkaufszentrum in so eine Gottverlassene Gegend zu bauen ? Aber es scheint zu funktionieren.

Da freuen sich die Frauen, in Luxemburg haben die meisten Einkaufszentren auch sonntags normal geöffnet.

Nach kurzem Besuch im allseits beliebten Sports Direct ging es direkt zurück zum Campingplatz.

Dort wurde der Herd angeschmissen und ein leckeres Gulasch kredenzt, das mit belgischem Bier runtergespült wurde.

Ohne Kopfschmerzen, aber mit Sonnenschein ging es direkt in den Feiertag. Das Geschenk für meine Holde hatte ich ja schon 0h 01 geliefert, so dass ich nur noch das Frühstück vorbereiten musste. Das ging natürlich in die Hose, Frauchen war früher von der Gassi Runde zurück wie kalkuliert. So dass bislang nur ein dampfender Kaffee für das Geburtstagskind bereit stand. Sie nahm es mit Humor, das Frühstück wurde dann Stück für Stück nachgeliefert.

Zuerst ging es heute zum Chateau Larochette, für 4 Euronen wurde der Zugang gewährt.

In diesem Fall wirklich gut Investiertes Geld, diese Burgruine sollte wenn man in der Nähe ist ganz oben auf der To do Liste stehen. Nach dem sehenswerten Rundgang durch das alte Gemäuer führte uns der Weg zum Schiessentümpel, dieser liegt am Mullerthal Trail.

Vom Parkplatz Schiessentümpel sind es ca. 500 Meter zu dem Naturschauspiel. Man kann entweder an den Felsen entlang über Treppen und einen schmalen Pfad zum Tümpel gelangen, oder man nimmt den einfacheren Weg an der Strasse entlang.

Für den Hinweg wählten wir die abenteuerliche Variante, zurück ging es gemächlich über den Bürgersteig an der Straße. Der Wasserfall in den Tümpel ist jetzt nicht so spektakulär wie man es sich im ersten Moment vorstellt, weiss aber dennoch zu Gefallen. Also durchaus sehenswert, auch schöne Bilder lassen sich hier machen. Also wer mal in der Nähe ist sollte den Fussmarsch auf sich nehmen und sich das ansehen.

Nach dieser Exkursion mussten wir weiter zum sportlichen Höhepunkt des Tages.

Rein durch die Anstoßzeit, und fehlende Alternativen rückte Saarburg in den Fokus. Im relativ neuen Kammerforst-Stadion fand ein B-Jugend Match, im nicht leicht verständlichen Jugendligen Qualimodus statt. Dieses im Saarland und Rheinland angewendete Verfahren erschließt sich mir bis heute nicht vollends.

Aber das Leben, besonders das eines ambitionierten Groundhoppers, ist zu kurz um sich mit solchen Modi vollständig auseinander zu setzen.

Beim Stadion handelt es sich um einen Kunstrasenplatz mit solidem Ausbau. Stufen auf der Sportheim Seite und ein Graswall auf der Gegengeraden runden den positiven Eindruck ab.

Das Spiel gestaltete sich sehr einseitig, die Heimelf hatte nicht den Hauch einer Chance.

Der Schiri hatte ein Einsehen und beendete das Spiel überpünktlich. So konnten wir uns auf die Feierlichkeiten am Abend vorbereiten.

Zurück am Camping, fuhr ich den neuen Gasgrill hoch, dieser schafft es aber nach wie vor nicht mich als bekennender Holzkohlegriller zu überzeugen. Aber egal, die Tassen hoch und durch...

Der Abend wurde feucht fröhlich ausklingen gelassen.

Der Morgen kam, aber Gott sei Dank erneut kein Kater. Die Gunst der Stunde wurde direkt genutzt um vor dem Frühstück noch ein Tour zu Fuß an den Aussichtspunkt am Campingplatz unternommen.

Von hier aus hat man einen Klasse Blick auf das Chateau Larochette und den Ort.

Nach dem Frühstück wurde ein letztes Mal für dieses Jahr abgebaut und der Krempel verstaut.

Mit etwas Wehmut gingen wir auf die 180 Kilometer Etappe nach Hause. Natürlich nicht ohne vorher die Karre Restlos vollzutanken.

Aber auch in dem Fall ist nach der Tour vor der Tour. Nun können wir uns intensiv den Planungen für 2017 widmen😆.