Von Schottland in den Osten 2018 im März

Da wir nun ja nun ohne unseren Freund unterwegs sein müssen, sollte die erste große Tour wenigstens mit dem Flugzeug erledigt werden. Nur wohin, mich zog es eigentlich mehr Richtung Süden, aber die Frau wollte nach Schottland. Letztlich wurde es dann auch Schottland, mir dann auch Egal, denn Fußball wird überall gespielt.

Am Montagmorgen um 2 Uhr Riss mich der Wecker aus allen noch so feuchten Träumen und es ging los nach Frankfurt zum Flughafen. Das alles bis zur Landung in Glasgow verlief so reibungslos, dass es sich nicht rentiert irgendwelche Worte darüber zu verlieren.

Beim Abholen des Mietwagens ging auch alles völlig easy vonstatten bis hin zum fast schon obligatorischen Upgrade auf das nächsthöhere Modell, in unserem Fall ein Nissan Qashqai. Das war aber auch wieder Suboptimal, da die Straßen auf der Insel ja bekanntermaßen nicht die breitesten sind. Also stürzten wir uns mal wieder in den Linksverkehr, welcher Schwachmat sich das wohl ausgedacht hat?

Wie immer waren die ersten Kilometer ein wahres Vergnügen!

Dennoch erreichten wir das erste Ziel dieser Tour, das war Loch Lomond. 

Eine Herzensangelegenheit meiner Gattin, der ich natürlich gerne nachkam.

Der Loch Lomond ist ein See 23 km nordwestlich von Glasgow. In ganz Großbritannien wird man keinen größeren See finden und wahrscheinlich auch keinen schöneren. 

Dort steuerte ich zunächst Balloch Castle mit seiner großen Parkanlage direkt am See an.

Balloch Castle ist nahe der schottischen Stadt Balloch in West Dunbartonshire zu finden. Seit 1971 wird das Gebäude in den schottischen Denkmallisten in der höchsten Kategorie A geführt, machte auf mich aber einen schwer Renovierungsbedürftigen Eindruck. 

Dort verzehrten wir das zuvor gekaufte Baguette, mit massig Wurst, am Ufer des Sees.

 

Nach der Erkundung des Areals ging es weiter auf der Uferstraße nach Norden, nach einigen Fotostopps wurde es langsam Zeit sich wieder auf den Fußball zu konzentrieren und umzudrehen. 


Zuvor wollten wir aber noch Dumbarton Castle erklimmen das auf einem Felsen über der gleichnamigen Stadt thront. Aber was für eine Kacke war das denn, das Teil war heute geschlossen, somit trabten wir durch das Town Center von Dumbarton, das kann man aber getrost in die Tonne treten, muss man nicht gesehen haben.

Wenigstens konnten wir uns noch einen Kaffee gönnen bevor das erste Spiel auf der Agenda stand.

Also weiter nach Renfrew zum Spiel, pünktlich landeten wir am New Western Park des Renfrew FC. Dort wurde sich schon fleißig aufgewärmt, sodass dem Länderpunkt meiner Frau nichts mehr im Wege stand. 

 

St. Mirren FC vs. Aberdeen FC SPFL Development League

Die Ansetzung um 14h passte Perfekt in unseren Zeitplan, besser ging es nicht.

Der Ground ist sicherlich kein Überflieger, Kunstrasen mit kleiner Tribüne und dem typischen britischen Flair eben.

Das Spiel an sich war auch ganz gut, sehr kampflastig und schnell. Die erste Hälfte war ausgeglichen, beide Teams machten ein Tor.

In Hälfte zwei verlor das Heimteam in Form von St. Mirren etwas den Faden und Favorit setzte sich letztendlich mit 1-2 durch.

Auffällig waren noch die Masse an Scouts, die sich dieses Spiel auch nicht entgehen lassen wollten, gut und gerne 10 Stück konnte ich ausmachen die sich unter die ca. 50 Zuschauer mischten.

Nach Ende der Partie, kämpften wir uns durch den Feierabendverkehr zu unserer Unterkunft, was uns echt Nerven und viel Zeit gekostet hat.

Nach ersten Zweifeln was die Gegend hier anging, machte das Cross Hill House selbst aber direkt einen guten Eindruck.

Ein tolles altes Haus, für englische, sorry schottische Verhältnisse war es echt super. Sehr sauber, große Zimmer mit einem guten Bett und vor allem sehr guter Matratze, sehr sauberes Bad mit toller Rainshower Dusche und einem freundlichen Besitzer. 

Wir hatten bei unseren vorherigen Besuchen in England oder Irland schon mal das eine oder andere „Schmankerl″ dabei. 

Ein Supermarkt ist ebenso fußläufig zu erreichen wie der Hampden Park der ist auch direkt um die Ecke, ebenso ist die City schnell zu erreichen!

Das Einchecken ging fix und einfach, genau mein Ding.

Nun wurde es aber Zeit loszufahren Richtung Stadion in Airdrie, nur weit sind wir nicht gekommen. Nach zwei Kilometer war Ende Gelände, wir waren Zeugen eines apokalyptischen Verkehrs Infarktes. Nichts ging mehr, nach einigen verzweifelten Versuchen das ganze irgendwie zu Umfahren, gaben wir auf und beschlossen uns dem Alkohol zu widmen.

Ich entdeckte, dass der Hampden Park gerade ums Eck von unserer Unterkunft lag.

Da hatte ich ja noch eine Rechnung offen, also marschierten wir zum Schottischen Nationalstadion, dass ja eigentlich dem Queens Park FC gehört.

Endlich Stand ich, quasi nach Jahren der Suche vor dem Ding. 2-3 Bilder hab ich gemacht, mehr war zu der nächtlichen Stunde nicht mehr drin.

Auf der anderen Straßenseite erspähte ich unzählige brennende Fluchtlichtmasten, also sind wir in der Hoffnung doch noch ein Spiel zu sehen mal hin geschlendert. Aber leider Fehlanzeige, nur Trainingsbetrieb. Aus reiner Neugier und in der Hoffnung auf ein kaltes Bier sind wir mal in die Riesige Turnhalle nebenan gegangen, weil hier auch viel Betrieb herrschte. In der Halle drinnen, konnte ich erstmal nicht glauben was ich da sah. Ein Kunstrasen Großfeld riesigen Ausmaßes mit Tribüne verbarg sich hinter der Fassade, aber auch hier leider nur Trainingsbetrieb. Aber schon beeindruckend das ganze.

So zogen wir es dann vor ins Hotel zurückzukehren und unseren müden Knochen Ruhe zu gönnen.

Einen kleinen Abstecher in den gegenüberliegenden 24 Stunden geöffneten Supermarkt, zum Alkohol Erwerb mussten wir allerdings noch machen. Ein nächtlicher Spaziergang, wenn auch nur geringen Ausmaßes, macht halt eben Durstig.

So kamen wir an diesem ersten Abend in Schottland doch eher als erwartet zur verdienten Nachtruhe.

 

Der nächste morgen weckte uns mit Strahlendem Sonnenschein nach einer erholsamen Nacht. Nach einer Heißen Dusche sah die Welt noch schöner aus.

Unser “Indischer Pakistani” beschenkte uns mit einem Continental Break Fast alla UK, aber alles genießbar, das war die Hauptsache.

Nun Flux alles in die Mietkarre geworfen und raus aus diesem Loch, Ich muss dazu sagen, dass mir Glasgow überhaupt nicht gefällt.

Mit etwas Stau kamen wir dann aber doch recht zügig raus aus der Stadt, dort wurden wir aber auch wieder durch diverse Umleitungen gehörig Ausgebremst. Dadurch kamen wir dann durch Zufall an der Glengoyne Distillery vorbei, wo wir Spontan einen Stopp einlegten.

 

Für mich als bekennenden Biertrinker eher nichts, aber der Herstellungsprozess war schon interessant. Im Shop deckte sich meine Gattin noch mit allerlei Krimskrams, sowie mit Trinkbarem für den Abend ein.

Aber weiter im Text und auf zu den Bracklinn Falls in Callander, dort kamen wir nun mit leichter Verzögerung an, aber bei dem geilen Wetter ist mir das heute dann auch mal völlig Hupe.

Den Nissan Parkten wir auf dem oberen Parkplatz vom Ort aus gesehen und folgten den Schildern Richtung Bracklinn Falls. Vom Wanderparkplatz aus geht man ca. 1 Kilometer bis man die Wasserfälle erreicht. Sehr sehenswerte Fälle mit einer schönen Holzbrücke die über den Abgrund führt.

Hinter dieser sind wir dann nach links weiter, immer dem Bachbett folgend bis hinauf auf 1165 Meter gelatscht, endlich oben angekommen wurden wir dann aber mit einer mega Aussicht auf die umliegenden Berge belohnt.

Dann geht es wieder, immer dem Weg bergab folgend, bis zum Wanderparkplatz. Unterwegs gibt es noch das "Wishing well" Wasserbecken(!), wo man sich ähnlich wie an dem berühmten Trevi Brunnen etwas wünschen darf, wenn man etwas Kleingeld hineingeworfen hat, wir haben es mit ein paar Cent versucht, mal gespannt was dabei rauskommt.

 

Mit einer Länge von ca.5,5 Kilometern fiel die Tour allerdings dann auch deutlich länger aus als geplant, aber die 2 Stunden waren gut Investiert, weil es doch vieles zu sehen gab da oben.

Durchaus geschlaucht von dem Berg und Tal Laufen kamen wir zurück zur Mietkutsche und fuhren weiter Richtung Sterling wo wir die nächsten Tage verbringen wollten. Einen ersten weiteren kleinen Zwischenstopp gab es beim Doune Castle in Doune ein, das aber gerade seine Tore Schloss, sodass es bei einer kurzen Fotosession blieb. 

Der letzte halt vor dem Hotel legten wir bei der Sterling Gedenkstätte ein, wo dem Gründer des Special Air Service ein Denkmal gesetzt wurde. Von da aus gibt es einen Klasse Ausblick auf die Umliegenden Berge.

 

Diese Gedenkstätte soll an Sir Archibald David Stirling, Offizier der britischen Armee und Gründer des Special Air Service erinnern. Diese Spezialeinheit der Briten existiert bis heute.

Das Hotel “The Highland Gate by Marston's Inn” liegt etwas abseits von Sterling am Stadtrand, war aber dennoch gut zu Finden. Wir haben zwei Nächte dort verbracht und waren vollkommen zufrieden, die Bedienung gab uns sogar Ausflugstipps, danke an Calum😉😊. 

 

Das Hotel ist super geeignet um einen Ausflug in die Highlands zu machen um z. B. das William Wallace Monument anzusehen oder Stirling Castle zu besuchen und viele andere … Nach einem relativ problemlosen Check-in, bezogen wir das wirklich tolle Zimmer, das wir bekamen, soviel Hygiene und Luxus bin ich auf der Insel eigentlich gar nicht gewohnt. Der dazugehörige Pub gegenüber, wo es auch das Frühstück gab, kann ich auch nur wärmstens empfehlen. Ein Klasse Pub mit ganz viel Atmosphäre.

Bevor wir zum 2. Spiel der Tour aufbrachen, war noch etwas Entspannung angesagt, wo wir schon mal einen groben Plan was die nächsten Tage zu tun wäre entwarfen. Nun aber verlangte der Fußball nach seiner Aufmerksamkeit und wir mussten los. Zuvor ging es noch nach Sterling wo wir uns nach einem geeigneten Ort zur Nahrungsaufnahme umsahen. Dieser wurde in Form einer etwas Ranzigen Fish & Chips Bude ausgemacht, wo wir das Glück hatten von einem wahren Meister seines Faches bewirtet zu werden. Der Fisch mundete aber dennoch vorzüglich und daher gibt es dann auch doch beide Daumen nach oben von mir. Der Fisch mitsamt den Chips wurde dann auch gleich ordentlich durcheinander gewirbelt, denn die Navi jagte uns anschließend über Stock und Stein zum Ochil View Park in Stenhousemuir. Die Schotten haben anscheinend nicht gerade die besten Straßen hier.

 

Stenhousemuir FC vs. Cowdenbeth FC 1-2 Scottish League Two

Geparkt wurde auf dem benachbarten Parkplatzes eines kleinen Gartencenters da die sonstigen möglichkeiten hier seinen Wagen vernünftig abzustellen absolute mangelware waren, wenn man nicht gerade einen Wandertag einlegen wollte. Wenn hier mal ein paar Zuschauer mehr kommen, als die ca. 300 an diesem Abend, möchte ich das Chaos hier aber nicht erleben. An der Kasse musste ich erstmal Schlucken, der Gnom in dem Häuschen rief satte 26 Pfund Einlass Gebühren für uns beide auf, meine Fresse die haben gesalzene Preise hier in der Einöde Schottlands. Das Stadion war ganz O.K. aber nur auf zwei Seiten ausgebaut, wobei man die Große überdachte Stehhalle hinter dem Tor heute erst gar nicht öffnete. Sodass wir uns einen Platz auf der Haupttribüne suchen mussten. Die beiden anderen Seiten waren ohne jeglichen Ausbau und ohne Chance zur Begehung, daher gibt es auch nicht all Zuviel Bilder meinerseits zum Ochil View Park. Direkt nach dem Anpfiff wurden wir von einem Ordner aufgefordert uns bitte zu Setzen, die ziehen das Theater auch in den unteren Ligen ausnahmslos durch. Vor was haben die Angst?

Wenigstens das Spiel war O.K. und genau nach meinem Geschmack, also mit ordentlicher Portion Kampf und britischer Härte. Ein Hartes aber Jederzeit faires Spiel ohne Schauspiel Einlagen gab es hier zu bestaunen. Auf der Insel wird nach einem Foul direkt wieder hochgesprungen und weitergespielt, wenn dennoch mal einer Liegen bleibt dann hat das seinen Grund. Die Gäste kamen besser ins Spiel und führten bis zur Halbzeitpause verdientermaßen mit 0-2.

Nach dem Seitenwechsel wollten die Gastgeber klarmachen, das sie auf keinen Fall Kampflos die 3 Punkte abgeben wollten. Verdient kamen sie zum Anschlusstreffer, aber ein zweites Mal wollte der Ball Partout nicht über die Linie, so das die 3 Punkte dann doch recht glücklich mit der Gastmannschaft verschwanden. Ein Versuch das Stadion doch noch zu Umrunden scheiterte an einem Jungen Ordner der Offensichtlich nicht alle Latten an seinem Zaun hatte. Dann verschwanden auch wir dort von der Bildfläche und wärmten uns erstmal im Auto auf, denn es war Bitterkalt an diesem Abend in Schottland. Nach 3 Bieren im Hotel war dann auch bei uns Schluss und wir Schliefen zufrieden ein.

 

Nach einer sehr ruhigen erholsamen Nacht fand ich langsam zurück ins Leben. Nach der Dusche war ich Komplett wieder hergestellt und es ging zum Frühstück in den dazugehörigen Pub gegenüber. Das Frühstück war wider Erwarten richtig gut und ist absolut zu empfehlen. Zwischendurch habe ich durch einen kleinen Bedienungsfehler den Toaster abrauchen lassen, was zu kurzzeitiger Panik bei den restlichen anwesenden führte. Nach den gemeinsamen Löscharbeiten mit dem Kellner wollten wir die Gegend um Sterling erkunden, los ging es mit dem William Wallace Monument.


Dieses findet man auf dem Abbey Craig, einem Hügel bei Sterling. William Wallace ist der schottische Volksheld den viele aus Braveheart kennen. Die Geschichte dieses Volkshelden wird eindrucksvoll im Museum erklärt, dieses befindet sich auf drei Ebenen des Turmes. 

Der 10 Minütige Fußmarsch vom Besucherzentrum hoch zum Monument war nichts im Gegensatz zu den 214 Stufen in inneren des Turms bis nach oben. Beim Aufstieg nervten uns noch eine französische Schulklasse die unkoordiniert in dem Turm auf und ab Liefen wie die Lemminge. Was haben mir die Waden gebrannt als ich endlich oben ankam und dann noch der Wind der einem Schier vom Dach blasen wollte. An sich hatte ich keinen Bezug zur Geschichte Schottlands oder dem Film Braveheart bis zu diesem Zeitpunkt, aber das war dann doch schon so beeindruckend, dass ich mich die nächsten Tage etwas mehr damit auseinandersetzte. Das Angebliche Original Schwert des William Wallace warf aber dennoch einige Fragen, auf was die Größe der Schotten anging zu der damaligen Zeit, das Schwert war gute 2 Meter lang. Wenn er das Teil nicht ständig durch den Dreck hinter sich herzog muss er schon von beachtlicher Statur gewesen sein der gute. Auf dem Weg nach unten nahmen wir noch den 2,5 Kilometer langen Abbey Craig Trail mit, wo man noch an diversen Aussichtspunkten vorbeikommt und die Aussicht auf Sterling und die Highlands genießen kann. 

 

Bei einem Café im Besucherzentrum wurde wieder etwas Energie nachgetankt und Susi machte sich nun Gedanken was sie als Nächstes sehen wollte. Im Gegensatz zu mir war sie mit dem Film bestens vertraut und wusste über jeden Schauplatz in der Gegend bestens Bescheid. Somit war der nächste Punkt, den wir besuchten die Sterling Bridge, an der eine gewaltige Auseinandersetzung mittelalterlicher Hooligans stattgefunden haben soll. Am 11. September 1297 siegten die schottischen Hools unter Andrew de Moray und seinem Unterführer William Wallace bei der Brücke über den Forth bei Stirling und die Engländer unter John de Warenne erlitten eine vernichtende Niederlage.

Weiter ging es dann hoch zum Sterling Castle, wo wir direkt um 4 Pfund für den Parkplatz erleichtert wurden. Der eintritt zur Burg sollte weitere 12 Pfund pro Nase kosten, das war uns dann aber zu Happig und wir entschieden uns den Wagen hier stehen zu lassen, um die City von Sterling zu erkunden, die 4 Taler waren wir ja nun mal los.

 

Die Altstadt ist durchaus sehenswert, die moderne Fußgängerzone ist o.K., mehr aber auch nicht. Am beeindruckendsten aber fand ich den Friedhof unterhalb der Burg. Der alte Hauptfriedhof von Stirling ist absolut sehenswert. Viele alte Gräber mit teils aufwändigen Grabsteinen und Statuen gruppieren sich auf einem Hügel in der Altstadt. Sehr Morbider Charme wird einem hier geboten, so etwas sieht man bei uns nicht.


Nach der ganzen Traberei waren wir extrem Kaputt und fuhren nochmal ins Hotel um ein paar Minütchen die Füße hochzulegen, bevor es zum Fußball nach Falkirk gehen sollte. Die kurze Pause hat ihre Wirkung nicht verfehlt! Deutlich erholt ging es zeitig los, denn auch in Falkirk sollte noch etwas Kultur auf dem Programm stehen.

Zuerst wurde am Falkirk Wheel, einer Schiffshebeanlage in Form eines Rades gehalten. Der Besuch fiel aber etwas kurz aus, da die Anlage nur noch 30 Minuten geöffnet sein sollte.

Das Falkirk Wheel ist ein modernes Schiffshebewerk in der Nähe von Falkirk in Schottland, das durch seine Konstruktion in der Art eines Riesenrades einmalig auf der Welt ist.

 

Ursprünglich mussten die Boote durch elf Schleusen auf einer Strecke von 1,5 km einen Höhenunterschied von 33,50 m überwanden. Diese Schleusen verfielen jedoch mit dem Niedergang des Kanal Wesens aufgrund der Konkurrenz durch die Eisenbahn.

Der Bau des Falkirk Wheel begann 1998 und wurde am 24. Mai 2002 durch Königin Elisabeth II. eröffnet. Die Kosten dieses Projekts betrugen 17 Millionen Pfund.

Auch dort wird man Normalerweise direkt zur Kasse gebeten, wir hatten allerdings Glück, das der Kassierer gerade Feierabend gemacht hatte und uns Durchgewunken hat, er hat anscheinend nicht mehr mit Besuch gerechnet. Dann ging es direkt weiter zu den Kelpies einer weiteren Attraktion hier am Kanal.

Vor längerem hatte ich schon Bilder dieser Pferdeköpfe gesehen und nun wollten wir sie von nahem sehen.

 

Sie befinden sich im Helix Park bei Falkirk und heißen The Kelpies.

Kelpies sind in der schottischen Mythologie Wasserelfen in Pferdegestalt und hier wurden sie aus Eisen und Stahl von Andy Scott 2013 erbaut.

Die beiden Pferdeköpfe werden durch einen Kanal getrennt, diese Wasserstraßen sind der Grund warum sie hier stehen.

Sie befinden sich hier in einem Arm des Forth and Clyde Kanals der durch Schottland hindurch den Atlantik im Westen mit der Nordsee im Osten verbindet.

Die Größe der Köpfe soll auch als Denkmal den schweren Kaltblütern dienen, die hier früher die schweren Kähne gezogen haben.

Wir finden ein absolutes Highlight unseres Schottland Trips, in der Nacht werden sie sogar von innen beleuchtet, was sie noch mystischer macht.

 

Echt Krass und beeindruckend was hier gebaut wurde. Auch hier darf man direkt bezahlen um auf den Parkplatz zu gelangen, aber auch hier hatten wir Glück, die Schranken waren oben und weit und breit niemand zu sehen der hier Kassieren würde. In der Hochsaison wird man hier an allen Ecken ordentlich abkassiert, stellenweise sogar auf Supermarktparkplätzen, hier ist also Vorsicht geboten im Sommer.

Nun folgte noch ein kurzer Abstecher in die Innenstadt zwecks Nahrungsaufnahme.

Diese schottische Kleinstadt lebt seit dem Niedergang der Schwerindustrie, mittlerweile mehr oder weniger vom Tourismus. Der Innenstadt konnten wir aber wegen Zeitmangels nur ein wenig Aufmerksamkeit widmen, das gesehene war aber nicht so schlecht. Ein paar Sehenswürdigkeiten, wie z. B. das Falkirk Wheel, gibt es auch noch in der Umgebung zu sehen. 

Es gab Fish und Chips vom Türken oder so was ähnlichen, das Essen nahmen wir mit und Speisten vorm bereits Hell erleuchteten Stadion im Auto. Nachdem wir uns den Fisch zwischen die Kiemen geschoben hatten begaben wir uns auf die Suche nach dem Eingang zum Falkirk Stadium.

 

Falkirk FC vs. Hamilton Academicals 1-4 SPFL Development League

Endlich fündig geworden, konnte man sich selbst mittels Knopfdruck zur Entriegelung des typischen engen Drehkreuzes Zugang zum Stadion Verschaffen. Warum man nicht einfach eine Tür des Treppenhauses öffnet, dass man eh benutzen muss, kann ich da nicht so ganz nachvollziehen. Aber auf der Insel Ticken die Uhren diesbezüglich halt eben mal so ganz anders. Das Stadion kommt mit 3 Überdachten Tribünen daher, wobei alles irgendwie gleich aussieht, lediglich die größere Haupttribüne sticht etwas heraus. Diese war auch als einzige geöffnet an diesem nasskalten Abend. Auch hier hat man einen Kunstrasen verlegt, somit im 3. Spiel der 3 Kunstrasen, scheint auch auf der Insel langsam in Mode zu kommen. Der Beruf des Greenkeepers scheint in Britannien auch nicht mehr so Krisensicher zu sein wie er mal war.

Der Kick war sehr einseitig und die Gastgeber in der ersten Halbzeit ohne jegliche Torchance. Der zweite Durchgang lief etwas besser für die Lokalmatadoren, aber zu mehr als dem Ehrentreffer hat es nicht gereicht. Mit einem weiteren Ground im Gepäck ging es zurück ins warme Hotel, wo wir alsbald den körperlichen Anstrengungen des Tages geschuldet ins Land der Träume entschwanden.



Heute wollten wir eigentlich nach Edinburgh, davon riet uns unser Freund aus dem Pub aber ab. Er meinte mit dem Auto würde man sich keinen Gefallen tun und wenn dann sollten wir den Zug nehmen. Das hätte uns aber viel Zeit gekostet, daher entschlossen wir uns das Auto heute nochmals Intensiv zu nutzen und fuhren hoch Richtung Highlands. Edinburgh läuft ja nicht weg, das machen wir dann ein anderes mal.

Es war die genau richtige Entscheidung! Wir wollten ein Teil des Whisky Trails fahren. Folgerichtig war unsere erste Station, die direkt an der Autobahn gelegene Tullibardine Distillery. Die wohl nicht die älteste Brennerei in Schottland ist, aber wohl der Methusalem der Branche sei.
Der Besuch von König James IV v.Scotland war 1488 in der Brauerei und 1949 wurde der erste Rohbrand destilliert.
Das wichtige Wasser zum Whisky kommt aus den umliegenden Ochil Hills und dem Danny Burn Fluss, der direkt an der Distillery vorbeifließt, für die Distillery ist eines der wichtigsten Exportländer, Deutschland.
Die Marke Highland Queen gehört ebenfalls zu Tullibardine.
Es sind verschiedene Führungen möglich oder man besucht einfach den Shop und versorgt sich mit leckeren Sachen.
Danke an Sabine die uns vieles erklärt, gezeigt und probieren hat lassen😍!
Eine wirklich sehenswerte Station durch die Highlands…

Nach dem sich Susi schon früh am Morgen mit Whisky verköstigen hat lassen, mir bleibt dieses Gesöff auch weiterhin Suspekt, ging es weiter auf dem Whisky Trail. 

Der nächste Stopp war in Perth, wo meine Gattin das Starbucks Stürmte um eine bestimmte Tasse zu Kaufen, fragt jetzt aber bitte nicht welche. Aber auch dort Fehlanzeige, aber Zeit für einen weiteren Kaffee blieb noch. Aber Kaffee Kochen können die da drüben absolut nicht, zumindest keinen guten. Eine Runde durch das Zentrum drehten wir auch noch und kamen zu dem Schluss, dass sich die Städte alle irgendwie ähnlich sind. Wobei Perth jetzt einen durchweg sauberen Eindruck machte.

Aber weiter zum Scone Castle, das wollten wir uns mal genauer ansehen. An der Einfahrt wollte man uns aber direkt wieder Parkgebühren und gleichzeitig die Eintrittsgelder abnehmen. Aber ohne zu wissen, was uns erwartet wollten wir nicht gerade so 25 Pfund loswerden.

Also wurde dankend abgelehnt und von dannen gezogen.

Der nächste Halt war erneut eine Distillery, die 1896 durch die Brüder John und Tommy Dewar gegründete Brennerei am Ortsrand von Aberfeldy. Die Destillerie verfügt über ein sehr schön gestaltetes Besucherzentrum, in dem wir uns umsahen und meine bessere Hälfte sich auch wieder mit Souvenirs eindeckte.

Auch hier musste Susi eine Probe entnehmen, sicher ist sicher.

Aber die Zeit drängte nun doch etwas so, das wir uns gleich auf die Socken machten.

Über schmale Straßen fuhren wie nun zu Loch Tah, dort machten wir eine Pause und Stärkten uns ein wenig. Zumindest so lange bis uns die aufdringlichen Enten Nervten. Nerven konnten auch die andauernden Straßensperrungen ständig mussten wir Umleitung Folgen.

In dem Fall aber glücklich für uns, denn dadurch kamen wir zu den “Birks of Aberfeldy”

 

Die Namensgebung des Wanderweges kommt von dem 1787 geschriebenen Liedtext von Robert Burns, die Eingebung hatte er, als er an einem Felsen am Wasserfall saß bei einer Tour durch die Highlands.

Dieser Stelle wird auch noch gedacht und weiter unten vor der Brücke sitzt Mr. Burns auch noch auf einer Bank.

Eigentlich sahen die 3 Kilometer anfänglich ganz Easy aus, aber der Weg hatte es Faustdick hinter den Ohren. Die erste Hälfte ging es richtig Steil den Berg hoch, über Steine und Stufen.

Da musste ich schon die Reserven Mobilisieren um den Pfad zu bezwingen.

Die Mühen war es aber allemal Wert, die Wasserfälle kommen aus allen Ecken des Tales runter Geplätschert. Erledigt kamen wir nach ca. 1,5 Stunden wieder am Auto an.

Eigentlich wollten wir am Abend noch zu Queen of the South um Spiel 4 Klarzumachen, aber Schottland hat hier oben so viel mehr zu bieten, dass wir uns lieber noch etwas Zeit nahmen, um uns noch umzusehen.

Die Entscheidung hier noch etwas in die Highlands einzutauchen, war die absolut richtige und machte Lust auf mehr. Das wird dann auch in naher Zukunft angegangen.

Nun mussten wir aber leider zum letzten Punkt unserer Schottland Tour aufbrechen und wieder zurück nach Glasgow, wo wir die letzte nacht im Holiday Inn direkt am Flughafen verbringen würden, um am nächsten Morgen weniger Stress vor dem Abflug zu haben.

Den hatten wir dann dafür jetzt umso mehr! Nach diversen Ehrenrunden und einem falschen Hotel sowie einer ungewollten durchfahrt durch ein Parkhaus, ohne ein Ticket zu ziehen fanden wir schließlich unser Hotel. Nur hier hatten wir keine Chance das Auto zu Parken geschweige denn mal kurz anzuhalten. Nach langen hin und her entschlossen wir uns den Wagen jetzt gleich zurückzugeben, was für das Spiel am Abend dann das 100 prozentige aus bedeutete. Aber es war der letzte Abend, den wollte ich dann so stressfrei wie möglich gestalten. In der Hotelbar gönnten wir uns dann noch einen Burger und ein paar letzte Biere auf der Insel. Auch die letzten Biere aus unserem Vorrat wurden noch gekillt, da wir die ja eh nicht mit in den Flieger hätten nehmen können.

 

Leicht verkatert ging es zeitig aus den Federn und die 200 Meter rüber ins Terminal. Das war schon ganz easy, so das wir ohne Stress und Zwischenfälle pünktlich wieder in Good old Germany landeten. Nach erneuter kleiner sucherei fanden wir auch die neue Abfahrtstelle vom Shuttlebus, der uns wieder zu unserem eigenen KFZ brachte. An der Stelle möchte ich noch ein Lob über die Jungs vom Platzhirsch loswerden. Schon diverse male haben wir deren günstigen Parkplatz Service in Anspruch genommen und jedes Mal funktionierte das völlig reibungslos. Perfekt!!

Die erste Station war ein Supermarkt wo wir uns ein gutes Frühstück mit einem guten deutschen Kaffee gönnten, ein Hochgenuss nach fast 1 Woche in Schottland.

 

Somit war der erste Teil dieser Tour Geschichte und wir machten uns auf den Weg nach Eisenach zum 2. Teil, natürlich wird es auch darüber einen Bericht geben.

 

 

Der 2. Teil der Tour führte uns in den Osten der Repuplik...

Nach einem endlich guten Kaffee mussten wir dann aber auch schon gleich weiter in Richtung Eisenach, denn wir treffen uns ja heute noch mit meiner Schwester die extra aus der Pfalz anreist, um den Geburtstag meiner Wenigkeit zu begehen.

Auf dem Weg Richtung Osten der Republik war wegen der beginnenden Ferien auch mächtig was los, daher kamen wir auch leicht genervt erst gegen 16 Uhr an unserer Unterkunft an. 

Schwager und Schwester waren schon da und so gab es das Obligatorische große Hallo!

Eigentlich hätten wir jetzt auch schon gleich weiter gemusst nach Gotha, um das anvisierte Spiel am Abend nicht zu verpassen, die Rechnung hatte ich dann aber ohne mein Schwesterherz gemacht, denn die hatte für den Abend schon einen historischen Stadtrundgang Organisiert. Um keinen Familiären Zwischenfall herauf zu beschwören, verzichtete ich dann schweren Herzens auf Fußball an diesem Freitag.

Irgendwie will es nicht so ganz rund laufen auf dieser Tour oder liegt es daran das ich doch langsam Alt werde …

Bevor es auf die Stadtführung ging, gab es noch eine Stärkung im “Kartoffelhaus”, einem echt urigen Lokal in Eisenach.

 

Das total verrückte Restaurant in Eisenach begrüßt seine Gäste in einer einzigartig urigen Atmosphäre und bietet deutsche Spezialitäten rund um die Kartoffel. Ein Besuch hier kann ich nur Empfehlen, ein echt Geiler Laden.

Somit Optimal gestärkt warteten wir nun auf dem Marktplatz auf den “Führer”...

 

Da noch etwas Zeit war versuchte ich mich für den nächtlichen Spaziergang noch mit einem Biervorrat einzudecken, dies scheiterte aber an den Geschlossenen Geschäften. Im Dönerladen um die Ecke gab es auch kein Bier, so das ich das ganze irgendwie Nüchtern überstehen musste. Ich muss aber zugeben, die eineinhalb stündige nächtliche Exkursion durch die Stadtgeschichte von Eisenach war dann doch Interessant und Kurzweilig, die Dame machte das schon wirklich gut.

Weiter im Kurs bei mir stieg die gute Frau als zum Abschluss der Tour noch Alkoholisches in Form von Glühwein kredenzt wurde, danach war der Durst geweckt und es gab noch ein paar Bierchen zum Abschluss des Tages. Etwas Wackelig ging es zurück zur Unterkunft, wo wir auch sofort Sanft entschlummerten.

 

Der nächste morgen konnte sofort mit strahlendem Sonnenschein Punkten und auch waren keine Nachwehen des Vorabends zu beklagen, somit wurde mit einem Perfekten Frühstück in den Tag gestartet.

Heute stand die Drachenschlucht auf der To Do liste, diese wurde gerade erst Gestern wieder Freigegeben für den Publikumsverkehr.

Die Drachenschlucht ist eine Klamm bei Eisenach im Thüringer Wald im Naturschutzgebiet zwischen Wartburg und Hohe Sonne. Ein richtig schönes Wander Revier ist das hier. 

Die klamm bietet ein gewaltiges Naturschauspiel, auch im Winter. Wir kommen bestimmt mal wieder, aber dann sollte es doch ein paar Grad Wärmer sein.

 

Ein Auto Parkten wir unten und das andere Auto vom Schwocher wurde auf dem oberen Parkplatz der Schlucht Parkiert, so das wir für alle Möglichkeiten gewappnet waren.

Die ersten Meter waren O.K. und gut zu Laufen aber schon an der ersten Engstelle war zu sehen was uns erwarten würde. Der Weg wurde immer Vereister, an den Wänden waren überall Dicke Eiszapfen. Das war schon eine geile Sache, aber auch nicht ganz ungefährlich, aber “Gefahr” ist ja mein zweiter Vornamen.

Weiter oben war es dann noch rutschiger, so das wir mit unserer Wahl von unten nach oben zu Laufen, Goldrichtig lagen.

 

Meine Schwester Bestach wieder mal durch ihre Tollpatschigkeit und war die einzigste von uns die sich mal wieder gekonnt ablegte. Die meisten von uns absolvierten den parcour aber Souverän.

Nach eineinhalb Stunden waren wir oben am Parkplatz, wo es auch einen Imbiss gibt. Dieser wurde auserkoren uns mit reichlich Gerstensaft Stärken zu dürfen.

Am Nachmittag wollten wir aber getrennte Wege gehen, heute sollte endlich mal wieder der Ball Rollen für uns. 80 % der Spiele im Umkreis waren aber bereits abgesagt oder wurden auf den Nebenplatz verlegt. Daher wählten wir die wahrscheinlichste Variante, wo wir hofften das vielleicht auf dem Hauptplatz gekickt werden würde und fuhren ins 35 Kilometer entfernte Mühlhausen. Da war man sich laut Nachfrage in den Sozialen Medien relativ sicher das im Stadion gespielt werden würde. 

Bei Ankunft am Stadion traf, dass ein, was wir schon befürchtet hatten, auch hier würde nur auf Kunstrasen gespielt werden. Obwohl der Rasen Schneefrei und in sehr gutem Zustand war, aber wenigstens wird das Spiel stattfinden. Eine solche absagen Flut wie in den letzten Wochen hatte ich auch nie erlebt, wie die Saison regulär beendet werden soll, wenn das so weiter geht, entzieht sich meiner Vorstellungskraft. Aber zum Glück ist das nicht mein Problem.

 

 

 FC Union Mühlhausen vs. FSV Sömmerda

Der verdammte Nebenplatz hat natürlich außer ein paar Trostlose Stangen rein gar nichts zu bieten. Dafür war das Spiel auf selbigem wenigstens eines der besseren Sorte. Auch oder gerade wegen der Chancenlosen Gäste aus Sömmerda, die mit 6-0 gehörig unter die Räder kamen, war das keinesfalls eine Langweilige Partie.

Hervorheben muss man unbedingt auch noch die Thüringer Bratwurst, die auf der Anlage Serviert wurde, denn die entspricht der Kategorie Weltklasse!

Doch etwas enttäuscht zogen wir nach Abpfiff von dannen, um uns noch die Innenstadt von Mühlhausen anzusehen.

 

Die Stadt im Herzen Deutschlands liegt zwischen den Höhenzügen des Hainichs und des Eichsfeldes. Egal aus welcher Himmelsrichtung man sich der Stadt auch nähert, es grüßt schon von weitem die Marienkirche. Die Stadtmauer mit ihren Wehrtürmen und die Türme der 11 mittelalterlichen Kirchen versetzen einem in vergangene Zeiten.

Die Altstadt war echt Top und sehenswert, nun mussten wir aber wieder zurück nach Eisenach, wo wir mit dem Abendprogramm fortfahren wollten.

Der Abend endete Feucht fröhlich im Familienkreis wo wir uns an gutem Essen im Ratskeller zu Eisenach labten. Anschließend wurde standesgemäß mit Flaschenbier in meinen Geburtstag hinein Gefeiert.

 

Am Sonntagmorgen nahm ich dann diverse Glückwünsche entgegen bevor wir beim Frühstück beratschlagten was wir heute tun wollten. Das war nicht ganz so einfach weil ich auch noch 1 oder 2 Grounds heute Kreuzen wollte. Die erneute Absage Welle machte das ganze auch nicht einfacher das Ganze war nun nahezu unplanbar.

Wir entschlossen uns dann langsam Richtung Heimat zu Fahren und Kommissar Zufall den Rest zu Überlassen. 

Wir fuhren nach Meiningen, um uns das Örtchen mal näher anzusehen.

 

Bekannt ist der Ort eigentlich mehr oder weniger durch sein Theater, die Innenstadt ist net schlecht, aber reicht auch nicht zu einem Tages Füllenden Programm. Die ganze Reisegruppe gönnte sich noch einen Kaffee im Barocken Café des Schlosses bevor sich unsere Wege Trennten. Dort gab es Geburtstagskuchen für das Geburtstagskind!

Schwager und Schwester wollten noch an alter Wirkungsstätte im tiefsten Thüringen vorbeifahren, wo sie nach der Wende dem Osten den Weg zur modernen Telekommunikation ebneten.

Ich hatte während des Kaffeekränzchens ein Spiel in der Nähe gefunden, wo wir unser Glück versuchen wollten.

Beim TSV Themar gab es nur einen Platz, also wenn gespielt würde dann hätte man dort sowas wie einen Volltreffer.

Und tatsächlich, endlich hatten wir mal etwas Glück! Der Sportplatz in Themar war jetzt zwar nicht gerade unsere Traumdestination, aber es wurde gespielt.

 

TSV 1911 Themar II vs. SV 08 Engertal Schleusingerneudorf

Am Eingang wurde uns für 2 Euro eine schöne Eintrittskarte überreicht, mit der uns Zugang zum ersten Spiel des Tages gewährt wurde. Die Anlage selbst war nun nicht so der Burner, versuchte uns aber irgendwie mit rustikalem Charme zu überzeugen.

Eine verranzte Laufbahn, ein paar Baufällige Sitzgelegenheiten und verrostetes Stankett, versuchte uns den Aufenthalt zu Schmackhafter zu machen.

Ich muss auch zugeben, das man schon wesentlich schlechteres gemacht hat.

Das Spiel verlief in der ersten Halbzeit recht Flott, sodass die Zeit sehr schnell verging bis zum Pausenpfiff. Tore gab es aber keine zu bestaunen. Als wir so in der Sonne saßen, kam wollte ich noch ein letztes Mal schauen, ob es doch noch eine Chance auf ein 2. Spiel heute geben könnte. Das hatte ich zwar schon unzählige male gemacht im Laufe des morgens, aber irgendwie muss doch irgend etwas zu Finden sein.

Die Idee etwas weiter Richtung Heimat zu suchen, war die goldrichtige. In Hessen wurde ich doch tatsächlich Fündig.

Die 2. Halbzeit war dann auch recht schnell zu den Akten gelegt und wir machten uns umgehend auf die Socken.

Die Wahl fiel auf ein C-Jugend Verbandsliga Match in Fulda, von da aus wären wir dann in 2,5 Stunden zu Hause, Super Sache!

Da kann man auch der Jugend mal eine Chance geben.

Da noch genügend Zeit war, wurde noch eine kleine Rast am Schwarzen Moor (?) eingelegt und eine Solide Currywurst verputzt. Hier hätte man auch durchaus noch etwas Wandern können, aber die Zeit war zu Knapp und nach dem Imbiss ging es direkt weiter.

Pünktlich schlugen wir am Ground im Fuldaer Stadtteil Horras auf. Die Parkplatzsituation dort ist vorsichtig ausgedrückt, Bescheiden! Da aber nur wenige Zuschauer vor Ort waren konnten wir noch einen der letzten freien am Eingang ergattern.

 

FV Horras vs. OSC Vellmar

Und dann der Flash, was für eine Positive Überraschung! Alte vergammelte Stufen direkt am Eingang und rundherum eine nicht minder verranzte Sandsteinmauer. Auf der Gegengeraden, einige Naturstufen am Hang und der Grill Brannte auch schon. Unerwartet entpuppte sich der Sportplatz am Aschenberg als wahres Kleinod, der Hammer!

Das Geschehen auf dem Rasen war auch nicht von der schlechtesten Sorte, rückte aber wegen der Masse an zu Schießenden Fotos etwas in den Hintergrund am Anfang.

Gelohnt hat sich der kleine Umweg auf alle Fälle, ein Genialer Ground mehr auf der haben Seite gibt es somit zu Verbuchen.

Nach Abpfiff ging es entspannt auf die letzte Etappe nach Hause. Alles in allem eine Tolle Woche, wenn auch letztendlich die Spiele nicht so kamen wie wir sie eigentlich geplant hatten. Ich denke dass, wenn immer alles nach Plan Laufen würde, es dann wahrscheinlich auch Langweilig wäre.

 

Auch hier gilt das Motto,

 

Nach der Tour ist vor der Tour, in diesem Sinne, Stay Tuned!