Cottbus, oder so...

Geplant war ein Auswärtstrip nach Cottbus, aber am letzten Wochenende haben mir meine Jungs jegliche Motivation geraubt die 750 Kilometer anzugehen. Die erste Etappe, war auch schon geplant und Verabredungen getroffen, also fuhren wir am Freitag nach der Arbeit los gen Osten. Nach einem kurzen Zwischenstopp mit Imbiss bei Engelbert Strauss, ging es direkt nach Obersuhl.

Die erste Hürde der kleinen Tour in den Osten der Republik wurde quasi somit genommen🤓🙄, auch wenn wir hier noch in Hessen sind☝️🤓. 

Was noch dazu kommt, steht einmal mehr in den Sternen, irgendwie will das mit uns und dem Osten einfach nicht klappen 😵🤷‍♂️. Denn mittlerweile hat es angefangen zu schneien und für morgen verspricht der Wetterbericht nicht gerade gutes… ☔.



SG Wildeck 2 vs. TV Braach 2

Aber das Stadion in Obersuhl ist schon richtig gut und bietet mittels überdachter Tribüne Schutz vor dem Wintereinbruch.
Schön zu wissen, dass es noch mehr durchgeknallte gibt, die bei dem Wetter nichts Besseres zu tun haben, als irgendwelche Sportplätze im Nirgendwo abzuklappern.
Danke für den netten Abend ☝️🤓🍻.

Nach diesem amüsanten Fußballspiel suchten wir unser erstes Domizil der Tour in Wutha Farnroda auf. Dort würden wir im Bamberger Hof, einem einfachen aber sehr sauberen Hotel nächtigen.
An den Schlüssel kamen wir mittels Zahlenschloss, dessen Code wir vorher telefonisch bekamen. Sehr gutes und einfaches System. Das Zimmer war auch gleich gefunden und absolut O. K.
Nach ein paar Bieren ging es auch Zeitig in das für uns beide etwas zu schmale Bett, aber für eine Nacht geht das auch mal.

Nach einer dann doch etwas unruhigen Nacht labten wir uns an einem richtig Geilen Frühstücksbuffet.
Hier gab es alles was das Herz begehrt, ich kann den Bamberger Hof nur Empfehlen, für eine Hoppingtour absolut Perfekt. 

Das Preisleistungsverhältnis stimmt hier!

Wettermäßig sah es auch besser aus als am Vortag, nur Schweinekalt war es draußen, bleibt nur zu Hoffen, das hier niemand die Nerven verliert und auf die Nebenplätze Ausweicht.
Nach kurzem Besuch des benachbarten REWE Marktes zum Auffrischen der Biervorräte, fuhren wir nach Bad Langensalza, wo das erste Spiel wartete.
Da wir noch massig Zeit hatten, stellten wir das Auto am Stadion ab und drehten noch eine Runde durch die sehr sehenswerte Altstadt. Kann man sich mal Anschauen.

Das Stadion rief dann aber doch recht laut nach uns, sodass wir uns auf den Weg zurück zum Stadion machten und wir trafen auch noch meinen Arbeitskollegen, welcher ja auch hier in der Stadt weilte…
Nach kurzem Trash Talk ging es für uns rein in das Stadion der Freundschaft und für ihn ab auf die Kegelbahn.



FSV Preußen Bad Langensalza vs. SG Geratal

Das Stadion an sich versprüht einen sehr nostalgischen DDR Charme, also besser kann man einen Hoppingtag nicht beginnen. Die unüberdachte Tribüne hält einige Bankreihen Bereit, die aber bei den Temperaturen niemand nutzte. Am Eingangstor gibt es einige verfallene Steinstufen, die ihre Glanzzeiten schon sehr lange hinter sich hatten. Der Holzkohlegrill Qualmte auch schon und die frühe Anstoßzeit ist für uns natürlich perfekt zum Doppeln.

Lustigerweise befindet sich die Kegelbahn, wo mein Co genialer Arbeitskollege Markus mit der Fortuna aus Rodalben, die Abstiegstiegsrelegation der 2. Bundesliga im Kegeln mit der Fortuna aus Rodalben bestreitet direkt Nebenan.
Nach dem Spiel ging es gleich rüber auf die Kegelbahn, wo die recken aus Rodalben um den Klassenerhalt kämpften. Gut sah es zu diesem Zeitpunkt nicht gerade aus. Die Fortuna war letzter und die zwei auf der Bahn hatten auch gerade ihre persönliche Krise.
Für uns wurde es nun aber Zeit zum nächsten Kick nach Weimar aufzubrechen.
Man wünschte viel Glück und verschwand. Das weitere Treiben auf der Kegelbahn wurde von nun an auf dem Live Ticker verfolgt.
Pünktlichst landeten wir auf dem Parkplatz des Wimaria Stadions, ein richtiges Brett von einem Stadion erwartet uns hier.



FC Empor Weimar vs. SG Moorental (Keine Ahnung, ob das Politisch korrekt ist 🙈) 

Die Auswahl an Spielen war groß an diesem Samstagnachmittag, deshalb war ich dankbar für den Tipp nach Weimar zu fahren, das hat sich allemal gelohnt.

Schon der Eingang zum Stadion am Nebenplatz beeindruckte mich sofort, man fühlte sich direkt mal locker 50 Jahre zurück Versetzt.

Auf der Gegengeraden gibt es einen Stehwall mit Betonstufen und dann natürlich die riesige Unüberdachte Haupttribüne mit ihren Massiven Steinstufen. Ein echter Knaller das Teil,dieses Prädikat kann man auch dem Catering verleihen.
Die Stadionwurst ist an der Schwelle zur Weltklasse und das Bier mundet, was will man mehr.
Auch die Nachrichten aus Cottbus sagen, das man alles richtig gemacht hatte…. 

Da gibt, es nur noch eins was zu machen ist, ich gehe mir ein weitere Pulle Apoldaer holen und feiere mich selbst.

Jetzt war auch klar, dass die Fortuna aus Rodalben die Klasse, dank Markus halten konnten, meine Glückwünsche hierzu!
Aber nun ging es nochmal entspannt in die City, das letzte Mal war hier irgendeine Veranstaltung und man konnte das ganze gar nicht so richtig einordnen. Weimar ist eine echt tolle Stadt, hier ist irgendwie immer leben wenn wir zu Gast sind.

Allerdings sollte, wenn man schon da ist, auch die Gedenkstätte Buchenwald besuchen. Ein dunkles Kapitel der Deutschen Geschichte gesehen sollte man es trotzdem haben.
Aber jetzt wollten wir einfach nur noch ins Hotel, die alten Knochen waren Müde.
Zur zweiten Übernachtung mussten wir sozusagen umziehen, da das ja alles anders geplant war. Dazu ging es zurück nach Eisenach in die ″Alte Fliegerschule″ einem 4 Sterne Haus etwas außerhalb.

Das 1937 bis 1938 als Fliegertechnische Vorschule erbaute Hotel Alte Fliegerschule in Eisenach, gehört bislang wohl zu den geschichtsträchtigen Orten überhaupt, wo wir uns bislang zur Nachtruhe Betteten.

1939-1945 als Schule betrieben, wurden junge Männer wurden als Flugzeugschlosser ausgebildet – diese wurden nach 4-jähriger Ausbildung zur Wehrmacht eingezogen.

Heutzutage befindet sich hier ein sehr gutes 4 Sterne Hotel, mit 153 Betten.

Eisenach und die Wartburg sind nur einen Steinwurf entfernt, somit bietet dieses Hotel alles was das Herz begehrt.

Geile Hütte, gute Nacht!

Nach erholsamer Nacht und einem Weltklasse Frühstück war nun wieder der Fußball als Zeitvertreib gefordert.
So langsam nähern wir uns dem Höhepunkt dieser kleinen Tour.
Zum Aufwärmen gibt es noch ein Kick der A-Jugend Thüringenliga.



FC Eisenach vs. FSV Wacker Nordhausen

Der Sportplatz in Stedtfeld verfügt quasi über keinerlei Ausbau, außer einem Hochwasserschutzwall um das Vereinsheim herum, aber zum Zeit totschlagen durchaus geeignet. Das Vereinsheim ist offen und man bekommt alles, was man am Morgen zum Fußball braucht.

Auf dem ehemaligen Sportplatz der SG Hörseltal Stedtfeld Trägt Vornehmlich die Jugend und die 2. Mannschaft des FC Eisenach ihre Spiele aus.

So eine Anlage mit Schutzwall, die mittels schwerem Tor, sozusagen Wasserdicht gemacht werden konnte, hatte ich bis Dato auch noch nicht gesehen.

Nun war noch massig Zeit bis zum Hauptevent dieser kleinen Tour, ein Teil davon wurde in die Begehung eines Teiles des Rennsteigs investiert.

 

War jetzt keine Extrem Wanderung, aber dennoch wollte ich es nicht Unerwähnt lassen. Auf diesem Teil des Rennsteigs gibt es immer wieder schöne Ausblicke, unter anderem auf die Wartburg. 

Der Rest der Zeit ging für einen Rundgang in Bad Salzungen drauf, wo nach einer Stärkung bei Kaffee und Kuchen, es Endlich nach Tiefenort ging.

Dieses Erlebnis möchte ich den treuen Lesern aber nicht vorenthalten, da es sich durchaus um ein sehenswertes Städtchen handelt. Bad Salzungen ist eine Kurstadt in Thüringen. 

Seit Anfang 2009 ist die Stadt staatlich anerkanntes Sole-Heilbad.

Bad Salzunger Natursole kommt aus den Tiefen der Erde und ist reich an Mineralien. Mit bis zu 27 prozentigen Salzgehalt ist sie eine der stärksten Solen überhaupt.

 

Folglich ist die Saline auch eines der sehenswertesten Gebäude der Stadt.

Aber nun wurde es wirklich Zeit aufzubrechen und 15 Minuten später standen wir mittendrin und es wurde auch gespielt 🙏.



SG FSV Kali Werra Tiefenort vs. SG Glücksbrunn Schweina 2

Faszinierend wie sich manche unserer Zunft durch ihre Selbst Reglementierung sich selbst im Wege stehen und solche Perlen links liegen lassen. Muss man nicht verstehen…

Was eine Schüssel, die massiven Stufen im Hang sind wohl das Hauptmerkmal von diesem Stadion. Aber auch die Gegengerade mit den Sitzplätzen ist ein echter Hingucker, hier weiß man gar nicht wo man hinsehen soll. Das ist die Absolute Reizüberflutung, die einem hier Geboten wird, getoppte wird das ganze noch von einer Klasse Bratwurst!
Ich für meinen Teil kann sagen im 3. Anlauf hat es dann endlich auch gefunzt mit dem FSV Kali Werra Tiefenort☝️.
Ein wirkliches Kleinod das Stadion im Kaffeetälchen, kann man nicht beschreiben muss man gesehen haben.
Wir haben heute alles richtig gemacht🤓.
Das einzigste was bei solchen Perlen immer wieder Nervt, ist die Tatsache das noch etliche andere Hopper ihre Runden drehen. Da kann man nicht ohne aufsehen zu erregen gemütlich ein paar Bilder machen, da muss man halt schon in den Tarnmodus schalten und sich so gut es geht Unsichtbar machen. Ist halt so das unser Hobby immer beliebter wird, es macht eben auch richtig Laune, ich kann es von daher auch keinem verdenken.
Nach weiteren 3 Stunden sitze ich wieder auf der heimischen Couch mit einem breiten Grinsen im Gesicht.
Auch wenn alles ganz anders geplant war, haben wir wohl alles Richtig gemacht dieses Wochenende.
Geil war's und weiter geht’s…