Noch einmal etwas Sonne, Bitte!

Die letzte längere Tour des Jahres Stand an, aber wieder stellte sich die Frage, wohin es gehen sollte. Belgien oder Tschechien, auch der Osten der Republik war eine Option, oder lieber doch in den Flieger?

Letztlich fiel die Wahl auf die Schweiz und Italien, beide Länder, aber hauptsächlich Italien, wurden in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt. Im Tessin habe ich auch nicht so viel vorzuweisen und etwas Wärmer sollte es da ja auch sein.

Also wurde der kleine rote Flitzer am Samstagmorgen gepackt, in der Hoffnung, dass man den Deckel des Gefährts noch einmal öffnen könnte in diesem Jahr.

Die Frau musste noch Arbeiten und ich wollte mir die abermalige Pleite der Roten Teufel nicht entgehen lassen, deswegen ging es erst um 17 Uhr zu Hause los, auf die erste Etappe.

Die führte uns nur bis nach Holtzheim bei Strasbourg, denn ein weiteres Spiel sollte es schon noch werden. Zuvor wurde noch schnell im Hotel Riu Soleil eingecheckt, das wurde problemlos gemeistert. Unser Krempel warfen wir ins Zimmer und Düsten gleich wieder los, denn viel Zeit blieb nicht mehr bis zum Anpfiff auf dem Sportplatz um die Ecke.

Doch dort war es Stockdunkel, hier wurde Mal nicht Gespielt, das wäre ja auch zu schön gewesen. Also musste schnell ein neuer Plan her, ich erinnerte mich daran bei der Suche letztens noch etwas von Eschau gelesen zu haben. Also nichts wie hin!

Gott sei Dank, das Flutlicht war an und es wurde im Stadion gekickt, denn den Kunstrasen habe ich ja schon.

Die nächste Hürde war es einen Parkplatz zu Finden, denn in der benachbarten Halle fand ein Oktoberfest statt. Schon lustig die ganzen Franzosen im Dirndl und Lederhosen hier herum Schleichen zu Sehen. Gut zu wissen, dass auch in Frankreich die Volksverblödung unaufhörlich voranschreitet.

Nach etwas sucherei fanden wir ein Plätzchen für den Flitzer etwas abseits am Straßenrand.



FC Eschau vs. US Nordhouse

So wurde ein an sich Beschissener Tag irgendwie doch noch halbwegs gerettet.

2018 schon mal am Kunstrasen des Complex Sportif in Eschau gescheitert, konnte man dann heute auch endlich das Stadion abhaken.

Das hat ja auch durchaus etwas zu bieten, die moderne überdachte Tribüne weis einem zu gefallen, wie die unüberdachten Stufen und Sitzbänke auf der anderen Seite auch.

Das Spiel war zwar besser als das am Nachmittag, das war auch wirklich nicht schwer, aber dennoch nicht wirklich gut.

So waren wir auch froh, wie sich der Referee, endlich sein Werkzeug in die Kauleiste schob und dem ganzen ein Ende bereitete.

Da wir aus Zeitmangel nicht mehr in einen Supermarkt kamen, zogen wir uns noch ein Baguette am Automaten, die hier in Frankreich mittlerweile ja an jeder Ecke Stehen und einem das Brot frisch und Warm serviert.

Zurück im Hotel wurde es direkt Verspeist und mit einigen Bieren Runter gespült. 

 

Das Hotel war jetzt keine Luxusherberge, aber für eine Nacht ganz o.k. Lediglich das Bett war schon sehr klein, da war ich gespannt wie das funktionieren würde, ich wusste, dass es einen Heißen Fight um die Decke geben würde.

Nach einem eher bescheidenen Frühstück, ich hatte aber auch nicht viel mehr erwartet, machten wir uns auf den Weg, Quer durch den Schwarzwald, nach Konstanz.

Wir fuhren direkt zum Bodenseestadion um zu Checken, ob auch wirklich darin Gespielt werden würde. Und Tatsache die Spieler waren schon auf dem Platz beim Aufwärmen.

 

Die restliche Zeit bis zum Anstoß nutzten wir für einen kleinen Spaziergang zum Hörnle und genossen die Aussicht auf den See und die dahinter Aufragenden Alpen. Das Ganze wäre mit einem Bierchen bestimmt noch schöner gewesen, aber wir hatten den Vorrat am Vorabend bereits Verschossen.

Es wurde dann aber auch Zeit zum Stadion zu laufen, dort betraten die beiden Mannschaften auch gerade den Rasen. Somit stand diesem Kreuzchen nichts mehr im Wege...

 

SpVgg Allmannsdorf vs. SV Allensbach 2

Man was für eine Hütte schade das dieses Teil sonst keinen Nutzer hat.

1935 wurde das Stadion mit einer Kapazität von 30000 Zuschauern erbaut, und im Oktober desselben Jahres einem Spiel von Schalke 04 gegen Lausanne Sports eröffnet.

Momentan weiß man nicht genau, ob saniert oder abgerissen wird, ich hoffe man erhält das Stadion so wie es ist, wäre echt schade darum. Die Anlage an sich macht gar keinen so Schlechten Eindruck, auch das Stadion macht einen Relativ guten Eindruck. 

Also ich sehe hier keinen Akuten Handlungsbedarf.

Wir konnten dann im zweiten Anlauf in diesem Jahr dann endlich auch das Kreuz für das Bodenseestadion setzten, das war mal das Wichtigste an diesem Tag Heute.

Auch einige andere Sammelwütige waren zugegen, einer ist sogar aus Duisburg zwischen zwei Nachtschichten extra für das Spiel mit der Bahn angereist, meinen Respekt hierzu.

Für uns ging es nach dem Abpfiff, mit sehr viel Zeitpolster, in die Schweiz nach Weinfelden.

Dort zog man es aber vor auf der Plastikwiese zu Spielen. Dazu war ich nicht bereit 8 Franken zu Berappen, von daher ging es mit Bleifuß zurück nach Konstanz.

Wenn ich mich schon im strömenden Regen an eine trostlose Plastikwiese stelle, dann sollte wenigstens kein Stadion direkt daneben stehen.

 

TSV Konstanz vs. DJK Konstanz

Genau deswegen stehen wir beim TSV Konstanz an einer ähnlich trostlosen Plastikwiese und werden langsam aber sicher immer nasser.

Wenigstens sportlich geht es hier richtig zur Sache, man darf hier ein richtig gutes Spiel verfolgen. Zum Platz gibt es nicht viel zu sagen, Kunstrasen ohne jeglichen Ausbau und zu essen gibt es da auch nichts.

 

Nun aber ab in die Trockene Unterkunft und die war mal ganz Edel!

Übernachtet wurde im Boardinghouse Home in Konstanz, in unmittelbarer nähe zur Altstadt. 

Und das kann ich wirklich nur empfehlen, wenn ihr Mal nach Konstanz kommt.

Es sind ca.600 m bis zur Altstadt, fürs Auto gibt es eine Tiefgarage und die Zimmer gibt es vom Zimmer bis zum kleinen Appartment, was wir hatten. 

Alles super modern eingerichtet, mit kleiner Küche und Kühlschrank und bequemem Bett.

Eingecheckt wird elektronisch übers Tablet im Eingangsbereich, total einfach.

 

Dort steht auch ein Automat mit Getränken und kleinen Leckereien, aber Hauptsächlich Bier, so soll das sein.

Was soll man machen, es soll einem ja schließlich nicht schlechter gehen als zu Hause. 

Als Erstes gönnte ich mir ein paar Biere zum Ankommen, ich war ja völlig Unterhopft. 

Der Wagen blieb in der Tiefgarage und wir gingen zu Fuß in die Konstanzer Altstadt. Das Wetter war jetzt noch nicht wirklich besser, sodass wir uns direkt zum Einkehren entschlossen. 

Uns war der Dom aufgefallen, die Karte versprach einiges, also nichts wie rein. 

Das war keinesfalls ein Fehler, das Essen war der Hammer, von dem Bürger Träume ich heute noch. 

Zurück in der Unterkunft würde am Automaten noch ein Rothaus Export gezogen, um friedlich in den Schlaf zu kommen, was mit Bravour gelang. 

 

Tags darauf stand der Transfer ins Tessin an, zuvor musste noch ein Frühstück organisiert werden, dieses wurde bei OBI gefunden.... 

Das Wetter war nun nicht so schön wie man sich das gewünscht hätte, aber das kann man sich ja auch nicht heraussuchen. 

Nach einen Zwischenstopp in Zürich, zwecks Tassenshopping der Frau, kamen wir am Vierwaldstättersee an. Dort, auf der Tells Platte folgte Zwischenstopp Nummer 2.

Da habe ich viele male auf Motorrad Touren gehalten, aber es nie zur Kapelle geschafft. 

Das wollte ich heute einmal nachholen, mit einem „Beine vertret Stopp„.

 

Die Tells Kapelle liegt an der Tells Platte, wo gemäß der Sage, Wilhelm Tell vom Boot des Landvogts Gessler gesprungen sein soll.

Die heutige Kapelle wurde 1879/1880 erbaut. Sie ist mit mehreren Fresken des Basler Malers Ernst Stückelberg ausgeschmückt und zeigt u. a.den Apfelschuss und den Tell Sprung. Der Weg ist ein Rundweg, ca. 1,2 Kilometer lang und geht direkt am See vorbei zur Kapelle, dann zur Platte und wieder rechts hinauf.

Gleich oberhalb der Tells Platte steht das größte Glockenspiel der Schweiz. Das Glockenspiel der Tells Platte umfasst 37 große und kleine Glocken in Bronze. Es wurde 2001 eingeweiht und von den Schweizer Schokoladenfabrikanten, der es mit Lilaen Kühen hat, gespendet. Das Glockenspiel ist tagsüber immer zu jeder vollen Stunde für 10 Minuten in Betrieb.

Aber nun ab durch den Gotthard, mit der Hoffnung auf ein wenig besseres Wetter. 

Als wir wieder Tageslicht sehen konnten, sahen wir auch die Nasse Frontscheibe.... 

Nun ja, das war eher Suboptimal. 

Ein paar Meter weiter unten wurde es aber dann doch deutlich freundlicher. 

Hinter dem Lago di Lugano mussten wir links abbiegen um den Berg, auf dem unsere Unterkunft lag, zu Bezwingen. 12 Kilometer ging es über eine brutal Kurvige und sehr Schmale Straße nach Pellio Intelvi. Da wäre mein Moped doch das bessere Transportmittel gewesen, aber auch mit dem Cabrio machte die Kurvenhatz durchaus Spaß.

Nach etwas sucherei fanden wir auch das Corte di Pellio, unser Hotel für die nächsten Tage. 

Man hätte uns einfach den Schlüssel auf den Tisch am Eingang gelegt, sodass wir ohne weitere Anmeldung unser sehr schönes Zimmer beziehen konnten. Etwas Nervig war dann der Quitschende Parkettboden schon, der sich bei jedem auch noch so vorsichtigen Schritt zu Wort gemeldet hat.

Das Hotel an sich konnte aber zu jedem Zeitpunkt überzeugen, allein die Lage in den Bergen ist schon Gigantisch. Vorausgesetzt man mag das, ist schon sehr Ruhig da oben.

Alles in allem eine Perfekte Unterkunft, wenn man keinen Trubel braucht.

 

Obwohl wir vielleicht nicht direkt zu der Zielgruppe für die Unterkunft gehören, fühlten wir uns direkt Pudelwohl.

Ein kleines Problem bereitete uns aber die Tatsache, das der Schlüssel weder am Tor noch an der Tür zum Hotel Passte, das könnte durchaus problematisch werden, da wir ja erst relativ spät wieder hier sein würden. Meine Gattin rief bei der Hinterlegten Handynummer an und konnte einige Infos zu unserem vermeintlichen Problem in Erfahrung bringen. 

Die Betreiberin versicherte uns, dass alle Türen immer unverschlossen wären. Ich kann mir das so eigentlich nicht vorstellen, aber lassen wir uns mal überraschen. 

Die Abendgestaltung sah ein wenig Sport in Form eines Fußball Matches vor, das machte es Notwendig zeitig los zu Düsen. 

Wir wählten den Weg über Porlezza Am Luganer See entlang, so konnten wir uns im dortigen Supermarkt noch mit etwas Proviant eindecken, bevor es nach Taverne zum Ground ging. Dieser wurde zuletzt Komplett Saniert und bekam eine Tribüne und einen Kunstrasen Verpasst. Das ganze sah zwar irgendwie merkwürdig aus, aber das kann auch daran gelegen haben das man nur eine Seite begehen konnte und somit nur diese eine Perspektive zu sehen gab.

 

AC Taverne vs. Scuola Calcio San Zeno

Die Spielplangestalter im Tessin meinen es sehr gut mit uns und wir starten mit einem Pokalspiel in die neue Woche.

Die Heimjungs ließen nichts Anbrennen und holten sich einen verdienten 3-0 Heimsieg.

Nun ging es wieder über die Serpentinen hoch hinauf zum Hotel, bei Dunkelheit ist das schon so eine Sache da hochzufahren.... 

Aber dennoch kamen wir unbeschadet am Hotel an und es war wie Versprochen Tor und Tür geöffnet. Die Tür zum Frühstücksraum war immer offen, das Zeugt von einem gesunden Vertrauen in die Menschheit hier. 

 

Der nächste Morgen empfing uns mit herrlichem Sonnenschein und wir waren in freudiger Erwartung auf das bevorstehende Frühstück.

Etwas missmutig stimmte mich allerdings mein Gesundheitszustand, mir tat irgendwie der ganze Körper Weh, wenn das mal keine Grippe wird....

Unten angekommen begrüßte uns auch schon unsere Vermieterin, die sich als Stefania Vorstelle. Nach etwas Smalltalk gab es dann endlich was zu Futtern und das war absolut in Ordnung. Es gab Wurst, Brötchen und guten Italienischen Kaffee. Für mich völlig ausreichend, auch das Ambiente im Frühstücksraum ist wirklich sehr ansprechend.

Aber nun weiter im Text und das Bedeutet Abfahrt in Richtung Pigra. Die Straßen hier oben sind echt schön, aber auch richtig Eng. Ich war hier ja bislang immer mit dem Moped unterwegs, aber mit dem Auto fällt einem das erst mal so richtig auf.

In Pigra angekommen wurde der Tigra an der Bergstation der Bahn geparkt und Richtung Aussichtspunkt Belvedere los Marschiert.

 

Das Wetter hier oben war aber alles andere als Ideal um einen schönen Ausblick auf den Comer See zu haben. Im Tal über dem See war Stellenweise Dichter Nebel, da mussten wir schon ein wenig warten bis wir einen Blick auf den Comer See Erhaschen konnten. In den Nebelschwaden, die immer mal wieder über uns drüber zogen, hatte das ganze schon etwas Mythisches hier.

Das Ganze hatte nicht wirklich einen sitlichen Nährwert, also weiter Richtung Como.

Weiter unten am See konnten wir dann auch den Deckel des Tigra öffnen und entspannt bei knappen 20 Grad am See entlang Cruisen.

Das Ziel war dann nach einem Einkauf von Bier und Grippetabletten, ja ich weiß das passt nicht zusammen ABER ES KNALLT, Mailand. Dort war ich zwar schon einige Male, aber in die City hatte ich es bislang noch nicht geschafft.

Von den Randbezirken haben wir noch locker eine dreiviertel Stunde durch die Stadt bis zu unserem Parkhaus gebraucht, das wir zur Beherbergung unserer Karosse Auserwählt hatten

Wahnsinn der Verkehr der da herrscht und der Fahrstil...naja

Vom Parkhaus aus sind wir los Richtung Dom und dann erstmal einfach der Nase nach.

Mailand hat herrliche alte Häuser und Straßen und es gibt eine Menge zu sehen.

Durch die Galleria Vittorio Emanuelle II, dort war nichts in unserem Preissegment zu Erwerben, liefen wir zum Castello Sforzesco. Dort gab es auch einiges zu sehen, vor allem Massen an Chinesen, die sich in allen Positionen auf Bilder verewigen ließen…

 

Ich möchte gar nicht Wissen was hier im Sommer los ist.

Eine wirklich beeindruckende Stadt dieses Mailand, mir Persönlich aber viel zu Hektisch, aber trotzdem echt schön. Von der Scala allerdings war ich dann doch etwas enttäuscht, da habe ich mir in der Tat etwas ganz anderes darunter Vorgestellt.

Es gibt bestimmt noch einiges mehr zu entdecken, aber wir mussten nun langsam aber sicher los zum Fußball.

 

FC Savosa Massagno vs. Scuolacalcio Insema

Der sportliche Teil des Tages findet dann wieder bei den Eidgenossen statt, abermals A-Junioren Pokal sollte es sein.

Das erste Spiel war dann wegen ein wenig Regen abgesagt, wobei der Rasen eigentlich gar nicht so schlecht aussah.

Also schnell weiter zur nächsten und letzten Option. In Savosa dann der Rasen in einem verheerenden Zustand, der Schweiz nicht würdig, ein richtiger Schlammacker.

Aber da wurde dann gespielt, man muss es nicht verstehen.

Dafür, das es eigentlich nur die zweite Option war, dann doch ganz in Ordnung hier, es gab einige Stufen und der Ausschank war auch geöffnet.

Danach ging es wieder kurvig nach oben zum Hotel, heute war das ganze schon viel flüssiger, wurde aber von einem schleichenden Italiener, unnötig Verlängert.

Der Italiener an sich gilt ja in Europa als einer der flotteren Autofahrer, ich hatte mal wieder alles Glück dieser Erde und bin an den wahrscheinlich einzigen Schleicher in der Gegend geraten. Durch ein Waghalsiges Überholmanöver, konnte ich dann unter Beweis stellen, dass der Teutone auch in dieser Disziplin der bessere ist...

Kurz vor 23 Uhr waren wir wieder in unserem Zimmer und konnten uns dann Endlich um die gekauften Biere kümmern.

 

Das Gute Wetter ist nun erstmal vorbei, der Tag begann mit typischem Herbstwetter.

Nach erneut perfekten Frühstück verlängerten wir in der Herberge um eine weitere Nacht. Das Preis-Leistungsverhältnis ist hier schon perfekt, außerdem fanden wir keine bessere Alternative.

Nun aber fuhren wir direkt nach Monza, dort gibt es am späten Nachmittag ein Pokalspiel zu bestaunen.

Als erstes besorgten wir uns die Tickets für den Kick, auch in der Serie C werden die Tickets Personalisiert. Was ein Schwachsinn, aber wir hatten für sehr Faire 10 Euro einen Sitzplatz und mussten uns nachher nicht mehr Anstellen. 

Danach wurde natürlich aber noch das Städtchen erkundet und das überraschte uns auf die positive Art.

Monza kommt sauber und aufgeräumt daher, sollte man sich auf jeden Fall anschauen, wenn man zum Fußball kommt.

Den meisten dürfte Monza nur im Zusammenhang mit der Formel 1 bekannt sein, hat aber auch noch viel mehr zu bieten.

Schöne kleine Gassen, alte gepflegte Gebäude und tolle kleine Geschäfte.

Der Dom von Monza war natürlich wieder verhüllt von einem Baugerüst, aber das kennen wir ja schon, wenn wir uns was anschauen wollen, ist meistens ein Baugerüst im Spiel

 

Und was wir auch schöner fanden als in Mailand... Die Ruhe!!

Mailand war echt sehenswert aber es war hektisch und laut, hier ging es entspannt zu, die Geschäfte machen sogar Mittagspause, man kriegt sogar ein Plätzchen am Markt, um einen Cappuccino zu trinken und einfach die Tour zu genießen.

Geparkt haben wir im Autosilo Capitol, Ihr kommt direkt in der Fußgängerzone raus und zahlt 2.50 € die Stunde, das ist jetzt nicht das Superschnäppchen, aber O.K.

Zeitig ging es zum Stadion, ich wollte ja einen guten Parkplatz erwischen, da wir ja zügig weiter mussten nach dem Spiel. Das war im Nachhinein unnötig, aber ich wusste ja nicht wie der Zuschauer Andrang so sein würde.

Da ja nun noch etwas Zeit bis zum Kick Off war, zog es uns in den gegenüberliegenden Supermarkt, da wurde noch fürstlich Gespeist.

Es gab Pizzas aus dem Holzofen, die waren der Hammer. Für so eine Pizza musst Du zu Hause zu einem Nobelitaliener, unfassbar Geil war die Mafia Torte an der Bäckerei Theke.

Vollgefressen Wackelten wir nun Richtung Stadion. Dort war der Andrang dann sehr Überschaubar, konnte man ja nicht Wissen.

Trotzdem wurde Kontrolliert was das Zeug hält, auch den Perso musste man Vorzeigen, alter was ein Aufriss…

 

AC Monza vs. Aurora Pro Patria 


Meine Frau hatte anscheinend wieder ihren Deppenmagneten auf Hochtouren laufen, sie wurde von einer Ordnerin angesprochen, warum sie lieber hier zum Fußball gehen würde, als am Abend ins San Siro. Die Erklärung mit den Überteuerten Preisen konnte sie nicht wirklich nachvollziehen. 

Aber Egal, schauen wir mal bei Berlusconis neuestem Spielzeug vorbei, dazu wurde man mit einer 17.30 h Terminierung, ja mehr oder weniger gezwungen.

Alternativ wäre noch, wie zuvor schon einmal erwähnt, noch Bergamo im San Siro gewesen, aber 100 Euro für ein Stadion, das man schon hat, war mir zu heftig.

Die haben doch einen Dachschaden, hier in Monza bekamen wir für sehr faire 10 Euro einen Platz auf der riesigen Tribüne.

Außerdem ist die Chance auf einen Doppler dann aber auch zu verlockend...

Der Heimmob war dann auch besser als befürchtet, trotz Rückstand.

Auch 9 Auswärts Fans sind anwesend, wobei einer schon seit weit vor dem Spiel selig auf den Stufen liegt und pennt. Der hat eigentlich alles Richtig gemacht, das Spiel an sich war ja nicht so der Brüller.

Anscheinend wird sich das Aussehen des Stadions hier bis auf die Haupttribüne, demnächst radikal ändern.

Neue Flutlichtmasten stehen schon und es wird an vielen Ecken gebaggert, das Stadion soll wohl für höhere Weihen gerüstet werden

Nach dem Abpfiff musste es aber gaaaanz Fix gehen, also nichts wie los und zurück in die Schweiz.

Mit glühenden Reifen ging es zurück zu den Eidgenossen, wo direkt hinter der Grenze ein Nachholspiel stattfinden sollte.

Das Zeitpolster war durch diverse Idioten allerdings schnell im roten Bereich.

Der italienische Raser ist, wenn es knifflige Situationen schnell und geordnet zu lösen gilt, schlichtweg überfordert. Das Ergebnis sind wilde Diskussionen und ein Stau der völlig unnötigen Sorte….

Aber egal wir sind ja angekommen...

Der Ground ganz gut, aber mehr auch nicht und mit 10 Franken Eintritt auch noch fast so teuer wie in Monza.

 

FC Novazzano vs. FC Gambarongo Contone

Das Nachholspiel endete verdient mit 0-3 für die Gäste, denn wenn man nur das Nötigste tut auf dem Feld, dann ist es halt sehr unwahrscheinlich das man als Sieger von selbigem geht.

Ausbau gibt es in Form von Stufen auf der Gegengeraden und eines Balkons vorm Vereinsheim, Quasi auf dem Dach des Funktionsgebäudes. 

Das Gelbe vom Ei war das hier nicht gerade, aber wenn es sich so perfekt zum Doppeln anbietet, will man es auch nicht Ignorieren.

Ein letztes Mal ging es nun hoch auf den Berg zum Hotel, wo ich nach einem langen Tag schnell ins Reich der Träume entflog.

 

Nach einem letzten hervorragenden Frühstück bei Stefania wurde es Zeit die Koffer zu packen und weiterzuziehen.

Bevor wir aber den Abstieg wagten, ging es noch zum Balcone d'Italia, um dort den Grandiosen Ausblick über den Luganer See zu genießen.

 

Weiter unten direkt am Lago Maggiore wollten wir die nächsten Tage verbringen.

Das Wetter war nicht so der Hit, aber wenigstens noch Trocken. Wir fuhren die Uferstraße am Lago di Lugano entlang um dann nach Luino Abzubiegen. Dort gab es einen erneut Geilen Espresso, hier ist selbst der Kaffee aus dem SB Automaten besser als jeder andere in Deutschland.

 

Die Unterkunft in Oggebbio lag nur getrennt durch die Uferstraße, direkt am Lago Maggiore. Soweit auch ganz O.K., für den Preis auch allemal, aber die Einrichtung des kleinen Apartments war doch etwas Willkürlich. Frühstück gab es keines, das Restaurant befand sich schon im Winterschlaf.

Somit mussten wir noch etwas einkaufen für den nächsten Morgen.

Also auf nach Locarno, dort sollte hoffentlich auch ein Fußballspiel stattfinden, denn mittlerweile Schüttete es ganz ordentlich.

In der Nähe des Sportplatzes in Tenero wurde als Erstes das Ekz geentert, um etwas Essbares aufzutreiben, den Einkauf hatten wir vorher schon auf italienischer Seite absolviert. Dort ist es doch deutlich billiger als in der Schweiz.

Gegessen werden musste aber hier und das war kein billiges Vergnügen, auch wenn es nur ein Supermarkt Restaurant war....

Nach dem kargen Mahl gab es wenigstens Fußballtechnisch Entwarnung, die Flutlichter auf dem Hauptplatz gingen an, es wurde also trotz Dauerregen gespielt.

 

Scuola Calcio Sassariente vs. FC Lugano

Die Spiele Auswahl war bis vor 2 Stunden eigentlich ganz ordentlich.

Nun stehen wir in Wurfweite zum Lago Maggiore im strömenden Regen am Ground von AC Tenero Contra, dem letzten verbliebenen heute Abend.

Ausbaulos und unspektakulär ist es hier, ich will aber gar nicht meckern, immerhin wird gespielt und das auch noch auf dem Hauptplatz. Aber der Dauerregen war echt Nervig und lies für den nächsten Tag nichts Gutes befürchten.

Durchnässt führen wir zurück nach Italien, dort ging es Zeitig ins Bett, denn ich war auf dem besten Wege eine ausgewachsene Grippe zu bekommen. In der Hoffnung das die Tabletten doch eine Wirkung hatten, warf ich mir noch eine ein. 

Die ganze Nacht über hatte es unaufhörlich geschüttet und es machte nicht gerade den Eindruck als, wenn sich das heute noch bessern sollte. 

Während des Frühstücks gab es auch schon die ersten Absagen für den Abend. Zu dem Zeitpunkt dachte ich nicht das irgendwo gespielt werden könnte, aber den ganzen Tag wollten wir nun auch nicht in der Bude Sitzen. 

Also fuhren wir mal nach Verbania, wo wir erst mal durch einen Supermarkt liefen, denn draußen kübelte es auf das übelste. 

 

Mit dem Schirm bewaffnet schlenderten wir durch die sehenswerte Innenstadt von Verbania, wo wir noch eine Kaffeepause einlegten.


Danach fuhren wir in das sehr Mondäne Stresa, hier reihten sich Villen und Luxushotel nebeneinander, auch hier ist die Innenstadt schon richtig schön und Gott sei Dank würde das Wetter Langsam etwas besser. Der Regen ließ nach und man konnte sogar das Ufer auf der anderen Seite wieder sehen. 

Aber erstmal ging es zurück zur Unterkunft, dort Checkte ich erneut die Spielliste und es waren nur noch 2 Spiele über. Ich ging mal davon aus, das auch diese noch abgesagt werden würden. 

Wir Fuhren nach Cannobio um uns als Erstes noch eine Pizza einzuverleiben, diese aus dem örtlichen Imbiss war Seriöse 2,5 und Geschmacklich sehr Gut. Da beide Spiele immer noch nicht Abgesagt waren, fuhren wir direkt mal nach Gudo, wo völlig überraschend die Flutlichter brannten und auf dem Rasen Betrieb war. Damit hatte ich wahrlich nicht gerechnet, aber umso Glücklicher war ich. 

 

AC Audax Gudo vs. AS Riarena

Die Alternative wäre auf dem Kunstrasen Nebenplatz vom Stadion in Lugano gewesen und darauf hat ich so gar keine Lust.

Da der Campo Le Piodelle auf dem Weg lag, schauten wir hier als Erstes vorbei und siehe da es wird auf Rasen gekickt. Der Platz war auch in einem erstaunlich guten Zustand, hier macht der Platzwart anscheinend einen sehr guten Job.

Das Spiel setzte sogar noch einen obendrauf, von der ersten Minute ging es hier ordentlich zu Sache. Geschenke würden hier von keiner der beiden Mannschaften gemacht.

Am Ende des Tages stand ein Offensiv Feuerwerk der Extraklasse zu Buche. 

Schöne Tore und ständige Führungswechsel, hatten das bessere Ende für die Gastgeber, die diese Schlacht über 90 Minuten mit 6-5 Toren für sich entscheiden konnten.

Meine Herrn, das war mal eine Hausnummer….

Aber auch das schönste Spiel hat mal ein Ende und ein letztes Mal ging es am See entlang zurück, man konnte schon erahnen das morgen hier ein besseres Wetter herrscht.

 

Und tatsächlich, geweckt wurden wir von der Sonne. Bei perfektem Wetter wurde auf dem Balkon gefrühstückt, aber es wurde nun doch langsam Zeit die Zelte hier abzubrechen und gen Heimat zu ziehen. Auf den Bergen konnte man den ersten Schnee sehen, der heute Nacht gefallen war, das könnte vielleicht noch zu Problemen führen. Denn wir waren ja nur mit Sommerreifen unterwegs, ich bin mir sicher ich werde es herausfinden.

Zunächst gab es aber noch einige Fotostopps auf dem Weg zur Autobahn. Auch ein weiterer Supermarkt in Italien wurde noch geentert, um noch ein paar Mitbringsel für den Schwiegervater zu erwerben. 

Doch dann war es so weit und es ging zurück durch den Gotthard in die Kälte. 

Oben kurz vor dem Tunnel lag dann auch richtig Schnee, teilweise sogar auf der Autobahn. Aber wir kamen ohne Probleme auf die andere Seite und das nahezu Gechillt, wie auch sonst.... 

Das erste Spiel des Tages sollte uns nach Lenzburg führen, dort kamen wir gerade noch so pünktlich zum Anstoß. 

 

FC Lenzburg vs. FC Wohlen

Als Lückenfüller gibt es die Wilmatten und die war alles andere als schlecht, mit kleiner Tribüne und geöffneter Buvette. Hier weiß man anscheinend wie man mit Durstigen Hoppern Umgeht.

Interessant auch das Hockey Spiel nebenan. Da rennt man in Eishockey Ausrüstung auf Beton einem Ball hinterher, wahrscheinlich wäre Eis zu rutschig…

Auf dem Rasen waren die Kräfte klar verteilt und der FC Wohlen nahm korrekterweise 3 Punkte mit nach Hause.

Mit heißen Reifen geht es direkt zur 1. Mannschaft des FC Wohlen, wo man direkt mal für den Parkplatz bezahlen durfte und das im Industrie Gebiet. Die Schweizer wissen wie man Kohle macht.... 

 

FC Wohlen vs. FC Langenthal

Das Stadion Niedermatten kommt irgendwie recht steril daher und will mich nicht so ganz abholen. Ebenso wie die Monsterchoreo der Ultras zum 5-Jährigen bestehen, trotzdem hierzu meine herzlichen Glückwünsche…

Trotz eines 3-0 Heimsieges war das eine Sparsame Veranstaltung hier, es gibt orte da weiß man Direkt das dies wohl der Erste und Gleichzeitig der letzte Besuch war.

Lediglich das Panorama konnte mich Komplett Überzeugen.

Gott sei Dank ging es nun zurück nach Good old Germany, wo wir in Wutöschingen ein letztes Mal Quartier beziehen würden. 

 

Der Landgasthof Ochsen machte direkt einen sehr guten Eindruck, sodass wir uns direkt noch ein Abendessen gönnten. Das war mal richtig gut, aber irgendwie waren wir die einzigen Gäste, das konnte ich bei dem guten Essen nun gar nicht Verstehen.

Nun war es an der Zeit den Rest des Abends in den Chillmodus zu Schalten, was aber wegen den Feierlichkeiten zum Beginn des Faschings im benachbarten Dorfgemeinschaftshauses, gar nicht so einfach war. 

Die ließen es ganz schön Krachen und es war mächtig Betrieb bei der Party. Wir hatten ja den perfekten Ausblick von unserem Zimmer, war schon ganz lustig dabei zuzuschauen wie der Alkoholpegel stetig Stieg. 

Natürlich durfte eine gepflegte Schlägerei nicht fehlen.... 

Nach diversen Bieren und einer letzten Grippetablette verabschiedete ich mich ins Reich der Träume. 

Der nächste Morgen kam dann aber zu Schnell für mich, aber da muss man halt manchmal durch. 

Das Frühstück war, bis auf die Labertasche am Nebentisch, auch schwer in Ordnung. 

Bei durchwachsenen Wetter ging es auf die letzte Etappe in Richtung Heimat.

Natürlich gab es noch 2 Sportplätze als Zwischenziel auf dem Weg nach Hause, der erste wartete in Untermünstertal. 

 

SG Münstertal vs. SG Rimsingen

Das Belchenstadion hat sogar etwas Ausbau und Panorama zu bieten. Eine weitere Wagenbesatzung aus Rheinfelden war auch vor Ort, sodass es wie immer Lustig zur Sache ging. 

Auf jeden Fall schön gelegen die Plastikwiese hier.

Nach Abpfiff mussten wir zügig weiter nach Herbolzheim, dort hat man sich aber mittlerweile einen Kunstrasen Nebenplatz gegönnt. Unnötig zu erwähnen daß man heute auch darauf Kickte. Aus Protest fuhren wir dann nach Kenzingen, obwohl die auch auf dem Nebenplatz Spielen würden. Aber Egal hier ging es rein ums Prinzip.

Auf den letzten Metern hat es uns dann also doch noch erwischt....

 

SV Kenzingen vs. SG Rheinhausen

Das Spiel war gut Besucht, dass man erstmal das Parkplatzproblem lösen musste. 

Auch hier gingen die Punkte verdient an die Gastmannschaft, die einen ungefährdeten 1-3 Auswärtserfolg feiern durften

 

Der Schiri Pfiff das Spiel und damit auch die Tour Pünktlich ab, anderthalb Stunden später befuhr der kleine Tiger wieder Heimatliches Terrain und auch dieser Tripp war somit beendet.