Südbaden / Elsass 16-17.02.19

Das Tolle vorhergesagte Wetter sollte genutzt werden, um im südöstlichen Elsass die Bilanz ein wenig aufzupolieren, denn da liegt Groundtechnisch einiges im Argen bei mir.

Samstagmittag ging es los nach Biesheim wo das erste Spiel des Tages auf der Agenda stand. Unspektakulär und pünktlich schlugen wir am Ground auf, wo mit unserem betreten das Spiel, mittels Pfiff, freigegeben wurde.

                                 

 

                         ASC Biesheim vs. US Reipertswiller 3-0 Coupe Grand Est

Das Spiel lief anfangs, typisch französisch, sehr zäh. Wurde aber dann etwas besser, wobei richtig gut gibt es in dem Wettbewerb anscheinend nicht. Die Spiele im Coupe Grand Est, die ich mittlerweile gesehen habe, waren alle gar so langweilige Veranstaltungen.

Das hier konnte sich nahtlos in diese Serie einfügen. Aber dennoch gewann die Heimmannschaft unspektakulär mit 3-0 und zieht in die nächste Runde ein.

Das Stade Municipal kommt mit einer Tribüne und riesigen Flutlichtmasten daher und kann, wie in Frankreich fast jeder Ground, durchaus gefallen. 

Die Tribüne ist in eine Turnhalle integriert und hebt sich damit etwas vom Rest ab, auf der anderen Seite gibt es noch eine überdachte Terrasse vor dem Clubheim, wo sich auch der Großteil der anwesenden Zuschauer aufhielt. Der andrang, an zahlenden hielt sich aber schwer in Grenzen, es dürften so um die 70 gewesen sein.

Zu Essen gab es auch nichts, so dass die geplante Nahrungsaufnahme hier gepflegt ins Wasser fiel und auf unbestimmte Zeit verschoben werden musste.

 

Hungrig ging es nach dem Ende weiter nach Neuenburg am Rhein, wo wir uns für die Nacht im Hotel Adler ein Zimmer reserviert hatten. Ein einfacher, aber sehr gepflegter zwei Sterne Gasthof mit Restaurant in zentraler Lage. Wir wurden sehr freundlich empfangen und 5 Minuten später waren wir schon in unserem Zimmer, das wie es der erste Eindruck schon vermuten ließ, penibel sauber vorgefunden wurde. Hier kann ich nur eine Empfehlung aussprechen, Top Location!

Gerne hätten wir auch im Restaurant noch Zugeschlagen, aber unser Zeitplan gab das nicht her, so ging es immer noch Hungrig wieder zurück nach Frankreich, wo das zweite Spiel wartete. Die Navi jagte mich einmal um Mühlhausen herum bis wir endlich das Flutlicht in Berrwiller sehen konnten. Aber bei der Ankunft in der Zielstraße war schon klar, dass der Hauptplatz heute nicht gekreuzt wird. Obwohl, ich bei der Recherche im Vorfeld keinen relevanten Nebenplatz hatte erkennen können. Das Spiel sollte obendrein laut der LaFa Ansetzung auf Platz 1 stattfinden und diesen angaben, konnte man bis dato eigentlich immer blind Vertrauen.

Gespielt wurde aber auf einem nagelneuen Kunstrasen den es noch nicht lange gibt, den sieht man auf keinem Luftbild. 

Egal, hilft ja alles nichts, von daher also halt eben Kunstrasen. Über die Plastikwiese etwas zu Schreiben, wäre absolute Zeitverschwendung.

 

                         AS Berrwiller 2 vs. Montreux Sports 1-1 Regional 3 Alsace Poule Q

Das Spiel war dann zu allem Elend auch noch miserabler als der Platz, das Ballgestochere in beiden Halbzeiten war schon ganz harte Kost. Zu allem Überfluss gönnte man sich auch noch eine 28 Minütige Halbzeitpause. Da das Vereinsheim gerade Neugebaut wird, gab es nicht mal etwas zu Trinken, vom Essen ganz zu Schweigen.

An Abenden wie diesen Fragt man sich dann schon mal warum man sich so etwas eigentlich antut.

Der Kick Produzierte dann doch sogar noch zwei Tore und endete 1-1.

Jetzt ging es schnell zurück nach Neuenburg, wo wir zu Später Stunde am Autohof Gott sei Dank noch etwas Essbares auftreiben konnten. Im Hotel wurde dann bei Bier und TV Berieselung, dieser Tag verabschiedet. Alles in allem war heute ja ein rundum gelungener Tag, alleine der Derbysieg des FCK reichte dafür schon aus.

 

Der Sonntag Weckte uns durch strahlenden Sonnenschein und versprach einem Bestes Wetter. 

Zuerst musste ich mich aber mal aus dem Bett Quälen zu der doch noch recht frühen Stunde. Nach einer Heißen Dusche war ich bereit für die Schlacht am Buffet, aber die ist ausgefallen. Wir waren die letzten die sich zum Frühstück begaben, berichtete uns die Wirtin, obwohl es noch nicht mal 9 Uhr war.

Aber Egal, so hatten wir wenigstens unsere Ruhe. Dann Packten wir unseren Krempel zusammen und fuhren nach Endenburg um dort durch die Höllschlucht zu Kraxeln. Vorher gab es noch einen kurzen Stopp in Istein, am Isteiner Klotz. In einer Felsnische befindet sich die Vitus Kapelle, die um das Jahr 1100 errichtet wurde, war aber heute leider Geschlossen. Auf eine Begehung des etwa drei Kilometer langen Rundwanderweges, der sich auf dem Klotz befindet, verzichteten wir aber aus Zeitmangel. Aber da der Sportplatz von Istein genau daneben ist, werden wir hier sicherlich nochmals herkommen.

 

Den Eingang zur Höllschlucht fanden wir erst nach ein bissel sucherei, aber die hat sich mal so richtig gelohnt. Dort gibt es einige kleinere Wasserfälle entlang des Höllbaches zu sehen, ein Eldorado für den geneigten Hobbyfotografen.

Nach dieser kleinen Exkursion folgte ein Trinkpause mit Aussicht auf die Alpen, bei strahlendem Sonnenschein genossen wir bei Büchsenbier das Leben. 

Auf dem Weg zum Fußball genehmigten wir uns in Kandern noch eine Pizza, die vorzüglich mundete.

Jetzt war es aber an der Zeit nach Habsheim zu Fahren, wo wir uns mit Kowalle treffen wollten. Ursprünglich wollten wir nach Wittelsheim, das Spiel wurde aber Abgesagt. Auf halbem Weg ereilte uns die Nachricht des Kühnen Freiburger verbündeten, dass in Habsheim auf dem Kunstrasen gespielt werden sollte obwohl auf der Verbandsseite ganz klar Rasen angegeben war. Darauf hatten wir aber alle mal so gar keinen Bock, also schnell Plan B gestrickt und alle nach Fessenheim. Somit war nun auch klar das man sich auf die französischen Verbandsseiten in Zukunft wohl nicht mehr verlassen kann.

In Fessenheim angekommen, durfte festgestellt werden das auf dem Hauptplatz gespielt werden sollte. Einen Nennenswerten Ausbau gab es hier jetzt zwar nicht, aber wenigstens wurde nicht auf dem Nebenplatz gespielt. Lediglich eine kleine Überdachung vor dem Vereinsheim war vorhanden und das Vereinsheim hatte geöffnet. Der Nachteil war, dass es sich erneut um ein Spiel des Coupe Grand Est handelte.

 

               FC Fessenheim vs. FC Sarrebourg 1-1 4-1 n.E. Coupe du Grand Est

In den ersten Minuten fiel das 0-1 für den Favoriten, danach verflachte das Spiel zusehends.

Da aber auch Kowalle mit leichter aber vertretbarer Verzögerung angekommen ist, konnte das Langweilige Ballgeschiebe weitestgehend verlabert werden. Kurz vor der Halbzeit kamen die Gastgeber irgendwie zum 1-1 und keiner wusste warum. 

In Halbzeit zwei ging das Spiel etwas Flotter vonstatten, die Platzherren hatten durchaus die Chance auf 2-1 zu erhöhen, die Kugel wollte aber Partout nicht über die Linie.

In der zweiten Minute der Nachspielzeit erzielte Sarrebourg dann das 2-1, der Schiri verweigerte nach Rücksprache mit seinem Assistenten aber die Anerkennung des Treffers. Was dann zu ein paar kleineren Tumulten führte.

Half aber alles nichts hier würde uns ein Nachschlag erwarten, glücklicherweise gibt es in den unteren Klassen in Frankreich die Regelung das sofort mittels Elfmeterschießen der Sieger ermittelt wird. Vom Elfmeterpunkt aus war Fessenheim die bessere Mannschaft und gewann das Elfmeterschießen mit 4-1. Der Sieg wurde ausgelassen Gefeiert und wir machten uns sprichwörtlich vom Acker. 

Der Nachhauseweg wurde ohne Probleme gemeistert, so dass wir zu bester Tatort Zeit unsere Allerwertesten auf die heimische Couch Pflanzten.

Ein tolles Wochenende war vorüber.

 

Das nächste kommt bestimmt!