Belgien 2.0

Kurzfristig wurde sich erneut für eine kleine Belgien Tour entschieden, allerdings musste dieses Mal zuvor noch etwas Wichtiges in Heimatnähe erledigt werden.

Das Stade Municipal in Grosblitterstroff erforderte meine Aufmerksamkeit, denn dort wird ja nur noch selten bis gar nicht gespielt.

Von daher war ich froh, das es Endlich mal mit dem Stade Municipal in Grosblitterstroff geklappt hat und wir dem ersten Spiel seit langer Zeit hier folgen durften.

 

 

SV Elversberg vs. CS Fola Esch

Die US Grosbliederstroff hat schon lange keine Mannschaft mehr am Start und der SV Elversberg nutzt das ganze hier nur als Trainingsgelände. Letztes Jahr konnte ich den Nebenplatz schon mit einem Kreuz versehen. Da auch noch ein relativ guter Gegner angereist war, machte das ganze auch noch sportlich attraktiv.

Die Tribüne war gut gefüllt und auch der Grill war angefeuert, was will man mehr…

Einige Stadionsammler aus Nah und fern hat es auch noch hier her Verschlagen, sodass es eine kurzweilige Veranstaltung wurde.

Sportlich gesehen machten die Elven kurzen Prozess mit dem Luxemburgischen Erstligisten und schenkten denen fünf Stück ein.

Für uns ging es nun über Luxemburg nach Belgien, keine Angst, im Großherzogtum wurden alle erforderlichen Ressourcen natürlich noch ergänzt. 

Die zwei anderen wollten nach Amneville, also wurde sich schnell Verabschiedet, da wir es alle Eilig hatten. Ohne weitere Verzögerung kam man im Königreich der Buletten an.

 

Im Chalet des Grottes wurde für die kommende Nacht noch Quartier bezogen, bevor es weiter zum Fußball nach Dinant geht.

Das war mal eine urige Angelegenheit, etwas außerhalb im Wald. Der Betreiber empfing uns sehr freundlich und führte uns über eine gewagte Treppenkonstruktion nach Oben zu unserem Zimmer. Das war auf den ersten Blick ganz O.K., aber wohl schon etwas länger nicht mehr benutzt worden. Es roch schon etwas Muffelig in der Bude, nachdem ich allerdings die Sifons wieder mit Wasser befüllt hatte wurde es Gott sei Dank gleich Besser.

Wir mussten allerdings zeitnah weiter, allerdings nicht ohne Umweg über die Straße, denn der weg durch das Restaurant, konnten wir, nicht nehmen die Tür lässt sich nur von Innen öffnen….

Dennoch wurde Pünktlich zum Anpfiff der Golf vor dem Ground gekonnt Parkiert. 

 

 

RSC de Neffe vs. ES Molignee

Der Kassierer war kurz abgelenkt, die Gelegenheit nutzten wir um Kostenneutral zum Spiel zu gelangen. Damit wurden direkt mal satte 14 Euro gespart, schon eine teure Sache der Amateurfußball in Belgien.

Die Heimmannschaft, spielt eigentlich ein paar Kilometer weiter auf einem Sportplatz ohne größeren Ausbau, warum hier gespielt wird entzieht sich meiner Kenntnis. War mir aber auch relativ egal, weil das schon eine Gammelige Angelegenheit hier in Dinant war.

Immer wieder zogen Dichte Nebelschwaden über das Spielfeld, wo man nicht mehr sehen konnte. So kam es wie es kommen musste, kurz vor der Halbzeit wurde der Kick unterbrochen. Man sah absolut nichts mehr, aber nach 20 Minuten war der Spuk vorbei und es konnte weiter gehen.

Das Spiel war auch durchaus Sehenswert und die Gäste konnten das ganze Verdient mit 2-5 für sich entscheiden.

Gott sei Dank ging das hier über die volle Distanz, hätte ich Anfangs der Partie nicht erwartet.  Durchgefroren geht es jetzt aber ganz schnell zurück zur Unterkunft. 

Dort wird noch das übliche Hopper Nachtmahl zu sich genommen bevor es benommen in die Heia geht. 

 

Das Frühstück in unserer Unterkunft überraschte mich dann doch durchaus Positiv, es gab Brot, Wurst, Käse und allerlei Süßes. Man war auch sichtlich bemüht, es jedem so angenehm wie möglich zu machen. Kann man also Empfehlen das Chalet des Grottes, auch wenn alles irgendwie etwas Merkwürdig anmutet.

Auf dem Weg nach Brüssel legten wir noch einen kurzen Zwischenstopp in Dinant ein. Einfach ein herrliches Städtchen an der Maas und das zu jeder Jahreszeit.

Überregional bekannt ist die Stadt durch ihre Kathedrale mit einem kunstvollen Westwerk, außerdem ist  Dinant der Geburtsort von Adolphe Sax, dem Erfinder des Saxophons. Nicht zuletzt deswegen hat die Stadt auch einen guten Geschmack in Sachen Musik. Jazz wird hier besonders gern gehört, ist jetzt aber nicht gerade mein bevorzugtes Musikgenre.

Zu den beliebtesten Sehenswürdigen zählen die auf 120 Meter thronende Zitadelle und die Stiftskirche Notre-Dame, die bereits im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Es gibt viele Wanderwege in der Ecke, von wo aus man die Umgebung erkunden kann, auch für Wassersportler ist das hier eine gute Adresse.

In dem Eck kann man auch sehr Gute Motorradtouren machen, dort war ich vor 1-2 Jahren mit Moped Unterwegs, das macht dort übelst Laune.

Aber auch jetzt galt wie meist immer, wir haben ja keine Zeit und müssen schnell weiter.

Pünktlich erreichten wir den Ground von einem der ältesten Vereine in Belgien. 

 

 

Royal Leopold FC vs. Rsd Jette

Ein wahres Schmankerl darf es dann mal zum Frühstück sein.

Einfach immer wieder erstaunlich welche Ranzbuden in Belgien auf einen warten. Auch hier auf dem Hauptplatz des Complex Sportif Neerstalle gibt es trotz neuerer Tribüne, ordentlich Patina zum Ablichten.

Die Stufen auf der Gegengeraden sind am Verfallen und teilweise überwuchert. Hinter einem der Tore gibt es noch einige besser erhaltene Stufen, die Haupttribüne ist etwas neueren Datums und ordentlich in Schuss.

Der Rasen dagegen eher typisch belgisch und gleicht eher einem Acker.

Was in Deutschland jedem Greenkeeper einen Herzinfarkt bescheren würde, ist hier halt völlig normal.

Der Royal Leopold FC, der auch hier seine Heimspiele austrägt, ist auch noch einer der ältesten in Belgien.

1893 gegründet und mit der Stammnummer 5 ausgestattet, bestreitet man seine Heimspiele an diversen Orten im Stadtgebiet.

Das passt sozusagen perfekt zu diesem historischen Tag️.

Da noch massig Zeit bis zum Hauptevent war, statteten wir mal wieder dem Atomium einen Besuch ab, ist auch immer wieder schön in dem Park dort. Bei bestem Sonnenschein, streunten wir durch den Park und ließen es uns einfach gut gehen. Diese Kurztrips haben in unserer Schnell lebigen Welt durchaus einen gewissen Erholungswert.

Nun mussten wir quer durch Brüssel um in den Stadtteil Boitsfort zu gelangen, was es da zu erledigen gibt kann sich sicherlich der Großteil der Leser denken. 

 

 

RRC Boitsfort vs. Sporting Bruxelles

Von der Nr. 5 ging es Quasi weiter zur Nr. 556, aber nicht nur die Stammnummer hat sich erhöht, auch die Anzahl der Stufen.

Was für eine Schüssel und somit offiziell das Highlight des noch jungen Jahres bisher.

Wozu man hier mitten ins Wohngebiet ein 42000er Leichtathletik Stadion nagelt ist mir ein Rätsel, zumal hier der RRC Boitsfort niemals Höherklassiger Fußball gespielt hatte.

Das Stadion befindet sich für mich recht überraschend in einem Relativ guten Zustand, hätte ich so nicht erwartet. Das Spiel geriet hier zur Nebensache, da man noch weitere bekannte Nasen im weiten Rund sichtete, die man schon länger nicht mehr gesehen hatte.

Dadurch entwickelte sich ein fröhliches Happening in perfekter Umgebung und Eintritt wollte an diesem Sonntag Nachmittag auch niemand Kassieren, was will man mehr.

Im Anschluss bot sich sogar noch die Möglichkeit ein Spiel auf dem Nebenplatz mitzunehmen, da meine Frau aber am Montag Frühschicht haben würde traten wir nach Abpfiff die Heimreise an.

Ein perfektes Wochenende ging somit zu Ende, dass noch mit einem Frituur Besuch auf dem Heimweg in Arlon noch perfektioniert wurde. 

Pünktlich zu den Nachrichten wurde dann zu Hause die Glotze in Betrieb genommen, wo man den Rest des Abends noch reinschaute….