Tour 1/2020 Belgien

Und Los geht's mit der ersten kleinen Tour im neuen Jahr. Es geht nach Belgien, wo auch sonst, genauer gesagt in die Wallonie. Einem echt schönen Landstrich bei unseren Nachbarn, diesen will ich mir ohnehin schon längst mal genauer anschauen.

Die Ansetzung um 20:30 Uhr harmoniert auch Perfekt mit dem Dienstplan der Frau, so soll das sein.

Zuvor wurde noch in dem etwas merkwürdigen Hotel “The River” in Durbuy eingecheckt, das befindet sich Zentral am Anfang der Altstadt. Die Bewertungen waren eigentlich durchweg Positiv, wie auch unser erster Eindruck. Die belgischen Hotels sind ja alle irgendwie bissel merkwürdig, so dann auch dieses. Beim Einchecken wurde uns gesagt, das der Chef verreist sei und er das ganze Wochenende für die wenigen Gäste zuständig wäre. So weit, so Gut für eine Nacht ist mir das Hupe. Wir bekamen unseren Zimmerschlüssel und mussten durch eine weitere Türe in das Treppenhaus, hier schlug uns ein echt übler Geruch entgegen. Anscheinend hat man Probleme mit dem Abfluss, das ist nicht von der Hand zu Weißen.

Der Gestank begleitete uns bis zur Zimmertüre, als ich diese öffnete, war dieser Gott sei Dank vorbei. Dafür roch es jetzt nach altem Fett, das war nicht ganz so Schlimm, aber dennoch nervig. Also machte ich mich auf Ursachen Forschung, das Zimmer war direkt über der Küche des dazugehörenden Burger Ladens und der Geruch kam durch das Defekte und nicht ganz geschlossene Bad Fenster. Das habe ich dann mal schnell repariert, sodass man es wieder Schließen konnte und das Problem war erledigt. Das Zimmer an sich war ganz O.K. da gibt es jetzt nichts zu meckern.

Vielleicht reißt es das Frühstück ja wieder raus...

Das Örtchen hier kann echt was, hoffentlich finden wir morgen noch die Zeit uns mal das noch genauer anzusehen.

Nun musste es aber zügig weiter nach Oppagne – Weris gehen, wo ein hoffentlich gut besuchtes Derby wartet.

 

11.01.20 RAFC Oppagne-Weris vs. FC Aywaille 4-3  3De Amateurs ACFFB

Am Ground war schon gut was los, aber das Flutlicht auf dem Hauptplatz war aus und die Spieler tummelten sich alle auf dem recht kleinen Kunstrasen. Sollten wir uns doch tatsächlich Verzockt haben? Denn ein Ausweichspiel war nicht mehr zu erreichen und man müsste sich mit dem Kunstrasen Arrangieren. Aber wo sollten alle Zuschauer Platz finden? Man darf gespannt sein....

5 Minuten vor dem Anpfiff ging das Licht auf dem Rasen an und alles nahm seinen korrekten Ablauf. Anscheinend sind das hier sparsame Zeitgenossen, dieser Schwedin würde das Gefallen. Dass ich aber Extra knappe 300 Kilometer zu diesem Spiel gefahren bin, wohl eher weniger.....

Also wird letztendlich trotz Kunstrasen Nebenplatz auf dem Rasen gespielt und der ist nach dem Spiel ganz sicher in keinem guten Zustand mehr.

Links gibt es einige Stufen, mit Wellenbrechern in Vereinsfarben und auf der anderen Seite eine kleine, aber feine, überdachte Stehtribüne. Dort hielt sich auch der Großteil der Zuschauer an diesem Abend auf. Auch das Spiel, war ein gutes so ging es Zufrieden, aber

Durchgefroren, wieder ins Hotel, wo noch ein typisches Hopper Mahl zu später Stunde gereicht wurde. 

Nach ein paar Bieren und einer Heißen Dusche war der Tag dann auch vorbei.

 

Zeitig ging es aus den Fetten, denn gestern Abend wurde noch kurzerhand der Plan für den Sonntag über den Haufen geworfen. 

Eigentlich Stand der RFC Liege auf dem Programm, nun war es Roda Kerkrade mit dem Derby gegen Maastricht. 

Die Karten würde Dominik besorgen, denn eine Club Card habe ich nicht und werde ich mir auch keine zulegen. 

Aber für alle die Gespannt darauf warten wie das Frühstück war, denen sei gesagt, es konnte es nicht mehr so Richtig herausreißen.... 

Der Typ bereitete sogar noch ein paar Rühreier zu, war dann aber Spurlos verschwunden und somit war auch ein weiterer Kaffee nicht mehr zu Realisieren. Wir mussten ja beizeiten los, deshalb machten wir uns nicht ganz zufrieden auf und davon.

 

Zeit für einen kurzen Rundgang durch Durbuy nahmen wir uns dennoch, ein wirklich geniales Örtchen.

Durbuy, mit seinen etwa 400 Einwohnern ist die kleinste Stadt in Belgien, wenn nicht sogar auf der Welt. In nicht mal 5 Minuten kann man dieses Städtchen durchqueren, das hat es aber durchaus in sich. Die Stadt strahlt Mittelalter aus in allen Ecken, auch kulinarisch gibt es hier einiges zu Entdecken. Alles in allem zu viel um das in ein paar Stunden zu erkunden, da müssen wir wohl nochmal wiederkommen. 

Die Fahrt nach Kerkrade verlief unspektakulär und wir konnten direkt am Stadion Parken, hierfür wurden stolze 10 Euro aufgerufen. Aber da wir zeitig weiter mussten war das alternativlos. 

Am Fanshop wurden wir bereits erwartet und direkt mit Karten versorgt, so war das ganze ziemlich Stressfrei für uns erledigt. dafür nochmals herzlichen Dank! 

 

12.01.20 Roda JC Kerkrade vs. MVV Maastricht 2-2 Erste Division


Nach nicht gerade sehr sorgfältigen Kontrollen waren wir in dem Kasten drinnen, wie ja schon zu erwarten war gab es hier nichts besonderes zu sehen. Alle Seiten gleich und die Farbgebung ist nun auch nicht gerade meins. 

Zum Intro gab's hier ordentlich Rauch und die erste Unterbrechung. In Minute 15 wurde aus Protest gegen die Anstoßzeit massiv schwarzer Rauch gezündet, worauf der Schiri erneut unterbrach.

Nach 15 Minuten Zwangspause rollte der Ball wieder, aber bei der nächsten auch noch so kleinen Aktion, wäre hier Schluss gewesen....

Auf dem Rasen ging es ähnlich hoch her, in der zweiten Halbzeit gingen die Gäste in Führung und erhöhten sogar in der 88 Minute auf 0-2. Dennoch reichte es durch zwei ganz späte Tore der Gastgeber nur für ein 2-2 Unentschieden

Durch die ganzen Unterbrechungen geriet unser Zeitplan dann letztlich aber doch gehörig ins Wanken, das wir uns entschlossen in der 85 Minute das Stadion zu verlassen. Wir mussten ja auch noch von dem Parkplatz runter, von daher war uns das dann mal auch egal.

Dass wir durch diese Aktion, sage und schreibe 3 Tore verpassen würden, war durch den Spielverlauf absolut nicht vorherzusehen.

Na ja ändern kann ich es nun auch nicht mehr, ist uns aber nicht alleine so ergangen. Einige Hopper die denselben Plan hatte wie unsere Reisegruppe rannte an uns vorbei zu ihren Fahrzeugen.

Etwas Holprig wurden die knapp 8 Kilometer absolviert, hier wimmelte es nur so vor deutschen Wegen eines verkaufsoffenen Sonntags. Dennoch landeten wir nach einer Extraschleife mit dem Anpfiff am Sportpark Pronsenbroeck, wo wie wir uns schon dachten die ganzen Gestalten wiedersehen sollten.

 

12.01.20 RKSV Groenester Heerlerheide vs. OSS`20 0-1 Topklasse Zondag

Das Stadion wurde nach Entrichtung des Obolus Betreten und war ganz ordentlich mit Tribüne und ein paar Stufen. Im Vereinsheim gab es gutes Futter und deutsches Bier.

Unter den Relativ vielen Deutschen im Stadion, waren auch einige bekannte Gesichter.

Manchmal wünsche ich mir eine Zeit zurück, wo ich bei solchen Doppler Gelegenheiten noch alleine am Spielfeld stand....

Das Spiel hier wurde dann weitestgehend Verlabert und war somit auch recht kurzweilig. 

Mit dem nun einsetzenden Regen ging es wieder Richtung Heimat, natürlich nicht ohne noch einen Zwischenstopp in Malmedy an der Frituur einzulegen. 

 

Pünktlich zum Ablegen des Traumschiffes wurde der Hintern auf die heimische Couch gepflanzt.